Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Staatliche-, oder private Kv

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Sveto
    antwortet
    AW: Staatliche-, oder private Kv

    Zitat von brasilresidente Beitrag anzeigen
    @ Sveto:
    Du wirfst hier einiges durcheinanander, was z. T. absolut nichts miteinander zu tun hat und stellst außerdem falsche Behauptungen auf!

    Aufgrund eines neuen Gesetzes gibt es seit 2007 in Deutschland die sog. Pflicht zur Krankenversicherung, was letztendlich bedeutet, dass man von der Krankenkasse, bei der man zuletzt versichert war, wieder aufgenommen werden muss, egal aus welchen Gründen oder wie lange der Versicherungsschutz unterbrochen wurde! Dies betrifft sowohl die GKV, als auch die PKV.

    Die Anwartschaftsversicherung hatte nach alter Gesetzeslage im Prinzip den selben Sinn, nämlich die gesicherte Wiederaufnahme ins Versicherungsverhältnis und zwar ohne erneute Risikoprüfung (Gesundheitsprüfung) und selbst zwischenzeitlich neu aufgetretene, auch schwere Erkrankungen haben dieses Wiederaufnahmerecht nicht eingeschränkt.

    Heute hat die Anwartschaft nur noch den Sinn, dass man bei Wiederaufnahme des Versicherungsverhältnisses zu alten Vertragsbedingungen wieder aufgenommen werden muss und nicht zum sog. Basistarif. Ob dieser Umstand sinnvoll ist, um die Anwartschaft weiterhin zu bezahlen, muss Jeder für sich selbst entscheiden, denn notwendig ist sie in Bezug auf eine Wiederaufnahme heute nicht mehr!
    Ich werfe hier nichts durcheinander und stelle auch keine falschen Behauptungen auf!!!
    Ich habe in meinem Beitrag nur klargestellt, was unter anderem als Voraussetzung gilt damit eine Anwartschaftsversicherung seinen nutzen erfüllt nämlich ohne erneute Gesundheitsprüfung wieder zu alten Versicherungsbedingungen die davor bestanden haben versichert zu werden.

    Kontrahierungszwang (Aufnahmepflicht) der privaten Krankenversicherer in Deutschland besteht bei den „Basistarifen“ die es ab dem 01.01.2009 geben wird. Der Leistungsumfang entspricht ungefähr einer gesetzlichen Krankenkasse.

    Die Anwartschaftsversicherung macht somit Sinn, wenn Du über dem Leistungsniveau eines Basistarifes versichert sein möchtest bzw. zu Deinen „alten“ Versicherungsbedingungen.
    Aber auch um Dein Eintrittsalter und Deine angesammelten Altersrückstellungen nicht zu verlieren.

    Infos gibt es hierzu beim VERBAND DER PRIVATEN KRANKENVERSICHERUNG

    abraco

    Einen Kommentar schreiben:


  • Tiradentes
    antwortet
    AW: Staatliche-, oder private Kv

    Zitat von Cheesytom Beitrag anzeigen
    Sorry, aber Du selber sagst, dass es auf "...die Verhaeltnisse vor Ort..." ankommt.
    Das ist genau der Pkt. warum der thread noch Recht auf Weiterfuehrung hat.
    Ich hab fuer Alagoas, Maceió, das Eingangsstatement geschrieben
    Thomas
    Um Gottes Willen, ich wollte den Thread doch nicht beerdigen (hättet auch wohl kaum das Recht dazu. War nur der Ansicht das alle Facetten der Problematik angesprochen wurden.

    Meine Warnung ging in die Richtung der Leute, die meinen, dass wenn man die teuren Prämien für die KV auf die hohe Kante legt, es wirtschaftlicher ist dann aus diesem Topf die Erkrankungen zubezahlen.
    Da Brasilien ein gewinnorientiertes privates Karnkensystem hat, ist sich so mancher über die echten Kosten nicht im klaren (Dazu werden wir in D ja auch nicht grade erzogen, ist ja alles umsonst :p).

    Ich glaube in keinem Bundesland Brasilienes ist das öffendliche Gesundheitssysten so gut, dass man sich alleine darauf verlassen würde. Wer was anderes sagt, war noch nicht ernsthaft krank. Sicherlich gibt die SUS ihr bestes. Im Vergleich zu D wird das aber manchen nicht reichen.

    Ich glaube nahezu jeder von uns würde sich irgendwie, per preiswertem oder teurem Plano Saude versichern, wenn er das Geld dafür übrig hat, nur wie Peixelua es offen geschrieben hat (mein Respect dafür) kann man Geld nicht zweimal ausgeben und irgendwann reicht's ebend nicht, vielleicht später mal (soweit zum Otimismus-Thread, es muss eben gesunder Otimismus sein, nicht kranker)

    Wenn ich finanziell über dem alles stehe, brauche ich natürlich keine KV, der wird uns aber leider auch wenig Ratschläge geben, außer hoffendlich wie er schnell in B reich geworden ist).

    Du hattest im Eingangsthread empfohlen, sich in deinem Staat nicht auf die SUS zu verlassen, sondern einen privaten Plano abzuschließen. Ich glaube so richtig hat dir niemand wiedersprochen. (puuhhhh, dafür habe ich den ganzen Thread nochmal gelesen). Ich würde das auf ganz Brasilien ausdehnen.

    Also bitte weiterdiskutieren

    Gruß und eine schöne Woche
    Tiradentes

    PS: mit deinem Plano hast du auch in der "Hauptstadt" das von mir geschilderte Horrorcenario nicht abgefedert. Du liegst röchelnd auf der Kreuzung und ruft: weg mit der Sus, ich habe die goldene Gesundheitskarte. Während du stirbst klaut die dir schnell noch einer. Pech.
    Und auf deinem Ausflug 50 km vor der Stadt stirbst du, während der klapprige Krankenwagen über 3 Quebre Molas rast.
    Das nennt man halt Restrisiko oder - No Risc, no Fun, das muss jeder für sich selber entscheiden. Optimist

    Einen Kommentar schreiben:


  • Alagomão
    antwortet
    AW: Staatliche-, oder private Kv

    Zitat von Tiradentes Beitrag anzeigen
    Ich glaube für die Grundfrage, was für eine KV, privat oder SUS oder Rückversicherung mit der guten alten KV in Deutschland, ist ausdiskutiert, Es gibt keine Ideallösung, die Verhältnisse vor Ort und die eigene Geldbörse werden uns immer zu Kompromissen zwingen.
    Sorry, aber Du selber sagst, dass es auf "...die Verhaeltnisse vor Ort..." ankommt.
    Das ist genau der Pkt. warum der thread noch Recht auf Weiterfuehrung hat.
    Ich hab fuer Alagoas, Maceió, das Eingangsstatement geschrieben und ausser von Santa Catarina und vielen Beitraegen zum Beibehalt einer deutschen PKV, kam leider ueber die anderen 24 Bundesstaaten Nichts.
    Keine Ahnung wieviel schon nach Brasilien Ausgewanderte diesen thread gelesen haben, aber Beispiele nur aus 2 Bundesstaaten sind, bei meiner Einschaetzung der Wichtigkeit dieses Beitrags - ich hatte im Eingangsstatement schon erwaehnt, dass ich denke, das es aehnliche threads schon vorher gab - mir zuwenig.

    Zitat von Tiradentes Beitrag anzeigen
    Ich wundere mich, dass diese Leute, die das deutsche Gesundheitssystem immer verteufeln, sich hier nicht mal zu Wort melden, Brasilienfreunde scheinen da realistisch zu sein.
    Abgesehen, dass ich D. auch noch in vielen anderen Sachverhalten als aeusserst attraktiv fuer Auswanderer halte , insbesondere aus Laendern wie Brasilien, hat dort die gesetzl. KV in meinem Fall immer funktioniert. Aber das ist wohl ein anderes Forum.

    Zitat von Tiradentes Beitrag anzeigen
    Leider ist Barsilien nicht das Land, dass einem verspricht, dass man mit Fleiß und Zupacken in angemessener Zeit sich eine so gesicherte Existenz aufbauen kann, dass man genug finanzielle Mittel zusammen hat, um das Gesundheitsproblem abzufangen.
    Hm...Mit meiner PKV, im 1. Monat nach Auswanderung abgeschlossen, hab ich, da ich in einer der Bundeshauptstaedte wohne, das Risiko "abgefangen". Klar, dass man nicht Alles im Leben versichern kann.
    Un dann moechte ich noch auf einen anderen thread von mir hinweisen: Gesunder Optimismus.
    Brasilien ist fuer mich unbedingt ein Land, wo das moeglich ist.

    Zitat von Tiradentes Beitrag anzeigen
    Ansonsten wäre da noch die Arbeitslosen- und die Rentenversicherung und was es sonst noch so gibt. Ach, wer wollte da grade noch auswandern


    Wer sagte das noch gleich? "Brasilien ist nicht tropisches Deutschland". Hat mir gefallen Hebinho .
    _________________________________
    Es gibt in Brasilien noch viel zu tun.
    Helfen wir doch dabei.

    Gruesse aus Maceió
    Thomas

    Einen Kommentar schreiben:


  • Tiradentes
    antwortet
    AW: Staatliche-, oder private Kv

    Ich glaube für die Grundfrage, was für eine KV, privat oder SUS oder Rückversicherung mit der guten alten KV in Deutschland, ist ausdiskutiert, Es gibt keine Ideallösung, die Verhältnisse vor Ort und die eigene Geldbörse werden uns immer zu Kompromissen zwingen.

    Wer auswandert, ganz oder temorär, wird immer ein gößeres Risiko für seine Gesundheit eingehen, von Außnahmeländern die ich gar nicht benennen könnte abgesehen, mit Familie dazu noch eine schwerere Entscheidung.

    Ich wundere mich, dass diese Leute, die das deutsche Gesundheitssystem immer verteufeln, sich hier nicht mal zu Wort melden, Brasilienfreunde scheinen da realistisch zu sein.

    Ich glaube, es gehört einfach dazu, die Gegebenheiten des Auswanderer-Landes anzunehmen, wie sie sind. Wenn es der Geldbeutel zuläßt, wird man sich bestmöglichst versichern oder halt weniger.

    Das man auch fürs beste Geld nicht vor Leiden und Tod sicher ist, zeigte mein Fall. Noch schlimmer ist das Beispiel, wenn man mit einem Herzinfakt auf der Kreuzung liegt oder wenn es einen bei einem Unfall 50 km außerhalb der Großstadt erwischt.

    Ich bin da Fatalist, habe mein Leben gelebt und meine das Risiko für mich selbst tragen zu können. Vom Alter her, wo ja die Wehwechen langsam kommen werden, ist das sicher nicht so vernünftig. Und wenn ich uralt werde, geht's vielleicht doch nach D zurück.

    Aber was ist das schon vernünftig. Leider ist Barsilien nicht das Land, dass einem verspricht, dass man mit Fleiß und Zupacken in angemessener Zeit sich eine so gesicherte Existenz aufbauen kann, dass man genug finanzielle Mittel zusammen hat, um das Gesundheitsproblem abzufangen.

    Ansonsten wäre da noch die Arbeitslosen- und die Rentenversicherung und was es sonst noch so gibt. Ach, wer wollte da grade noch auswandern

    Gruß
    Tiradentes

    Einen Kommentar schreiben:


  • peixelua
    antwortet
    AW: Staatliche-, oder private Kv

    Sicherheitsdenken und Sicherheitsrisiko - für viele in Brasilien Lebende dürften diese beiden Begriffe um die Gesundheitsversorgung kreisen.

    Es ist natürlich angebracht, dass Cheesytom darauf aufmerksam macht. Ganz sicher zeigt der laufende Thread aber auch keinen allgemeinen Lösungsweg.

    Ich kann auch nur unser persönliches Beispiel ergänzen.
    Wir sind als Ehepartner ein gutes Stück unter 30 und haben eine nicht ganz 2 - jährige Tochter. Alle erfreuen sich bester Gesundheit. Einen PdS können wir uns trotzdem nicht mehr leisten, seit wir von Minas Gerais nach Santa Catarina gezogen sind.

    Unsere finanzielle Situation ist im Hinblick auf das hier diskutierte Thema extrem beunruhigend (für das übrige Leben übrigens mehr als ausreichend).

    Aus genau diesem Grund werden wir wahrscheinlich 2009 wieder zurück nach Deutschland ziehen. Es sei denn es geschieht das Wunder und ich kann mich bois dahin doch noch beruflich irgendwo stabilisieren. Das Risiko ist mir einfach zu gross, darüber hinaus wäre es mir egal ob wir in B oder D leben.

    Möglicherweise ist das SUS in Joinville besser aufgestellt als in vielen Gegenden Brasiliens. Die positiven Erfahrungen von brasilresidente aus Blumenau sind sicher real und sehr erfreulich.

    Wer sich einen PdS leisten kann, sollte ihn unbedingt abschliessen.

    In diesem Sinne, bleibt Gesund!

    Einen Kommentar schreiben:


  • Alagomão
    antwortet
    AW: Staatliche-, oder private Kv

    Zitat von brasilresidente Beitrag anzeigen
    Gerade gestern habe ich mich mit einem unserer deutschen Bekannten über dieses leidige, aber leider notwendige Thema unterhalten. Wie gesagt hat keiner der Deutschen, die wir hier kennen, einen PdS und ich halte sie trotzdem nicht für blauäugig, wie es Thomas (Cheesytom) tut.

    Unser Bekannter hat mir gestern von den positiven Erfahrungen berichtet, die er in den letzten Wochen mit dem Posto de Saúde hier gemacht hat, vor allen Dingen in Bezug auf geringe Wartezeiten und qualitativ einwandfreie Beratung und Behandlung in Bereichen wie Zahn-, Herz- und Labormedizin. Er war absolut begeistert über seine Erfahrungen mit der kostenlosen, medizinischen Betreuung hier, die er bislang aufgrund seiner stabilien Gesundheit nicht in Anspruch nehmen mußte.

    Wir haben hier in Blumenau z. B. hervorragende Kliniken, selbst im Bereich der Hospitais do Estado. Ein Bekannter von uns, brasilianischer Geschäftsmann, hat z. B. ein Krebsleiden seiner Frau in einem dieser Hospitais do Estado behandeln lassen, obwohl sie einen PdS hat, weil er dort die medizinische Betreuung für effektiver hielt. Manche Kliniken hier haben sogar neben dem privaten Bereich auch den kostenlosen Bereich und man wird dort von den selben Ärzten behandelt. Lediglich die Unterbringung ist einfacher (große Mehrbettzimmer). Also gibt es auf jeden Fall mal hier in Blumenau keinen Grund zur Panik oder zu übertriebener Angst vor einem worst-case-szenario.
    Hervorhebung von mir.

    Ich hatte schon im Eingangsstatement und auch spaeter wieder erwaehnt, dass ich von Alagoas spreche und das es Bundesstaaten gibt, wo die SUS durchaus funktioniert. Santa Catarina gehoert wohl dazu, nach den Statements, die ich hier verfolgt habe.
    Mich wuerde interessieren, wo noch?

    Zitat von brasilresidente Beitrag anzeigen
    Im Gegensatz dazu möchte ich folgende, hypothetische Situation in den Raum stellen, die auf wohl manchen User hier aufgrund seines Wohnortes zukommen könnte und der sich deshalb vielleicht eher Gedanken über dieses Thema machen sollte.
    Typische, sehr akute Notfallerkrankungen sind ja bei Männern z. B. Herzinfarkt und Hirnschlag, bei denen jede Minute zwischen Krankheitseintritt und Behandlung zählt. Oder man hat einen schweren Verkehrsunfall außerhalb des oft kleinen Geltungsbereichs des entsprechenden PdS. Alles nicht weit hergeholte Szenarien.
    Was nützt Dir dann in einem solchen Fall Dein PdS, wenn die nächste Spezialklinik, mit der Dein PdS zusammenarbeitet, 100 oder 200 km oder gar noch weiter entfernt ist?? ...
    ...Da halte ich es doch eher für blauäugig, diese Form der Absicherung als probates Mittel (in allen Regionen Brasiliens) gegen den worst case zu sehen und genau hiervon reden wir ja, denn die nicht sofort behandlungsnotwendige, schwere Erkrankung, kann ich ja in Deutschland in einer Klinik meiner Wahl behandeln lassen und dazu noch kostenlos, wenn man mal von den monatlichen Versicherungsbeiträgen absieht.
    Na ja, statt 200 km 10.000 km entfernt von dem KrHs zu sein.....
    Meine KV gilt Brasilienweit. Eine Auslands KV wuerde ich abschliessen, wenn ich in´s Ausland reisen moechte.

    Zitat von brasilresidente Beitrag anzeigen
    Für mich ist und bleibt daher diese Form der brasilianischen Krankenversicherung eine sehr zweifelhafte Geschichte, die mit Sicherheit sinnvoll sein kann, aber nicht überall und nicht in jedem Fall. Da Brasilianerinnen ja größtenteils begeisterte "Ärztekonsultierer" sind, macht der PdS meiner Frau mit knapp über 200 R$ Monatsbeitrag natürlich auf jeden Fall Sinn !
    Genau so hab ich es gemeint . Blauaeugig bezieht sich auf die Bundesstaaten, wo die SUS nicht funktioniert und ich hoffe, dass noch Statements kommen, die die Bundesstaaten nennen, wo die SUS gut funktioniert und man vielleicht keine priv. KV braucht und die, wo es noetig ist, so wie in Alagoas.

    Zitat von brasilresidente Beitrag anzeigen
    @Thomas:
    Ich bin nach deutschen Kriterien sehr weit davon entfernt, als reich eingestuft zu werden; selbst der Begriff "wohlhabend" ist wohl aus deutscher Sicht nicht zutreffend. Trotzdem würde ich niemals auf die Schnapsidee kommen, meinen Ruhestand in einem Land wie Brasilien zu verbringen ohne einen gewissen, finanziellen Background zu haben, denn das wäre blauäugig und äußerst fahrlässig. Ein Minimum an Sicherheitsdenken ist mir als gutem Deutschen natürlich angeboren , gracas a deus!
    R$ 300.000,00 wuerde fuer mich eine Rueckwanderung nach D. bedeuten. Soviel Reserven habe ich nicht, aber eine gute private KV.
    _________________________________
    Es gibt in Brasilien noch viel zu tun.
    Helfen wir doch dabei.

    Gruesse aus Maceió
    Thomas

    Einen Kommentar schreiben:


  • Alagomão
    antwortet
    AW: Staatliche-, oder private Kv

    Zitat von Tiradentes Beitrag anzeigen
    Oi Gente,
    ist schon bald 4 Jahre her und ich hatte es schon mal zu einem ähnlichen Thread geschrieben. Heute bin ich wieder glücklich mit einer lieben Brasilianerin verheiratet.
    Das freut mich wirklich sehr .

    Zitat von Tiradentes Beitrag anzeigen
    ...stell dir vor, meine Frau hätte noch 6 weitere Monate im Krankenhaus gelegen mit weiteren Komplikationen. Irgendwann hätte dich dann das Krankenhaus gefragt, wie es weitergehen soll und ob du noch genügend Geld hast. Die normalen Planos haben übrigens Limits für den Aufenthalt in der Intensiv-Station, 10 oder 15 Tage (mal nachlesen) Da stellt sich die Frage schon früher.(Tagessatz 2.000 Reais+Spezialist+Nebenkosten)
    Ich hab mir die Blue Life, heutige AMIL ausgesucht, weil:
    "Internação por periodo determinado pelo médico assistente, sem limite de prazo, incluindo UTI ..." (Stationaerer KrHsaufenthalt der vom behandelnden Arzt fuer noetig erklaert wird, ohne zeitl. Limit, auch Intensivtherapie...).
    Waehrend stationaerem Aufenthalt werden Medikamente, die zu dieser Behandlung gehoeren, kostenlos zur Verfuegung gestellt. Ansonsten aber nicht, wie schon im thread erwaehnt.
    _________________________________
    Es gibt in Brasilien noch viel zu tun.
    Helfen wir doch dabei.

    Gruesse aus Maceió
    Thomas

    Einen Kommentar schreiben:


  • sfio
    antwortet
    AW: Staatliche-, oder private Kv

    Zitat von brasilresidente Beitrag anzeigen
    Damit wir uns nicht falsch verstehen. Deine Krankenkasse, bei der Du zuletzt in Deutschland versichert warst, muss Dich wieder aufnehmen, unabhängig von Deinem zwischenzeitlichen Gesudheitszustand.
    Hallo!

    Die Krankenversicherungspflicht für ehemalige PKV-Kunden gilt erst ab 1. Januar 2009. Bis zu diesem Termin müssen die PKV auch einen Basistarif anbieten.
    Und die Krankenversicherungspflicht für ehemalige Kassenmitglieder gibt es auch erst seit 1. April 2007.

    Gruß
    Thomas

    Einen Kommentar schreiben:


  • brasilresidente
    antwortet
    AW: Staatliche-, oder private Kv

    Gerade gestern habe ich mich mit einem unserer deutschen Bekannten über dieses leidige, aber leider notwendige Thema unterhalten. Wie gesagt hat keiner der Deutschen, die wir hier kennen, einen PdS und ich halte sie trotzdem nicht für blauäugig, wie es Thomas (Cheesytom) tut.

    Unser Bekannter hat mir gestern von den positiven Erfahrungen berichtet, die er in den letzten Wochen mit dem Posto de Saúde hier gemacht hat, vor allen Dingen in Bezug auf geringe Wartezeiten und qualitativ einwandfreie Beratung und Behandlung in Bereichen wie Zahn-, Herz- und Labormedizin. Er war absolut begeistert über seine Erfahrungen mit der kostenlosen, medizinischen Betreuung hier, die er bislang aufgrund seiner stabilien Gesundheit nicht in Anspruch nehmen mußte.

    Wir haben hier in Blumenau z. B. hervorragende Kliniken, selbst im Bereich der Hospitais do Estado. Ein Bekannter von uns, brasilianischer Geschäftsmann, hat z. B. ein Krebsleiden seiner Frau in einem dieser Hospitais do Estado behandeln lassen, obwohl sie einen PdS hat, weil er dort die medizinische Betreuung für effektiver hielt. Manche Kliniken hier haben sogar neben dem privaten Bereich auch den kostenlosen Bereich und man wird dort von den selben Ärzten behandelt. Lediglich die Unterbringung ist einfacher (große Mehrbettzimmer). Also gibt es auf jeden Fall mal hier in Blumenau keinen Grund zur Panik oder zu übertriebener Angst vor einem worst-case-szenario.

    Im Gegensatz dazu möchte ich folgende, hypothetische Situation in den Raum stellen, die auf wohl manchen User hier aufgrund seines Wohnortes zukommen könnte und der sich deshalb vielleicht eher Gedanken über dieses Thema machen sollte.
    Typische, sehr akute Notfallerkrankungen sind ja bei Männern z. B. Herzinfarkt und Hirnschlag, bei denen jede Minute zwischen Krankheitseintritt und Behandlung zählt. Oder man hat einen schweren Verkehrsunfall außerhalb des oft kleinen Geltungsbereichs des entsprechenden PdS. Alles nicht weit hergeholte Szenarien.
    Was nützt Dir dann in einem solchen Fall Dein PdS, wenn die nächste Spezialklinik, mit der Dein PdS zusammenarbeitet, 100 oder 200 km oder gar noch weiter entfernt ist??
    Und eben genau hier liegt doch die Krux im brasilianischen Gesundheitssystem. Zum einen keine mit Deutschland vergleichbare, flächendeckende Versorgung durch Krankenhäuser und dann noch diese abgespeckte Form der Krankenversicherung, wo Du vorgeschrieben bekommst, welchen Arzt und welches Krankenhaus Du konsultieren kannst!

    Da halte ich es doch eher für blauäugig, diese Form der Absicherung als probates Mittel (in allen Regionen Brasiliens) gegen den worst case zu sehen und genau hiervon reden wir ja, denn die nicht sofort behandlungsnotwendige, schwere Erkrankung, kann ich ja in Deutschland in einer Klinik meiner Wahl behandeln lassen und dazu noch kostenlos, wenn man mal von den monatlichen Versicherungsbeiträgen absieht.

    Für mich ist und bleibt daher diese Form der brasilianischen Krankenversicherung eine sehr zweifelhafte Geschichte, die mit Sicherheit sinnvoll sein kann, aber nicht überall und nicht in jedem Fall. Da Brasilianerinnen ja größtenteils begeisterte "Ärztekonsultierer" sind, macht der PdS meiner Frau mit knapp über 200 R$ Monatsbeitrag natürlich auf jeden Fall Sinn !

    @Thomas:
    Ich bin nach deutschen Kriterien sehr weit davon entfernt, als reich eingestuft zu werden; selbst der Begriff "wohlhabend" ist wohl aus deutscher Sicht nicht zutreffend. Trotzdem würde ich niemals auf die Schnapsidee kommen, meinen Ruhestand in einem Land wie Brasilien zu verbringen ohne einen gewissen, finanziellen Background zu haben, denn das wäre blauäugig und äußerst fahrlässig. Ein Minimum an Sicherheitsdenken ist mir als gutem Deutschen natürlich angeboren , gracas a deus!

    Einen Kommentar schreiben:


  • Tiradentes
    antwortet
    AW: Staatliche-, oder private Kv

    Oi Gente,
    ist schon bald 4 Jahre her und ich hatte es schon mal zu einem ähnlichen Thread geschrieben. Heute bin ich wieder glücklich mit einer lieben Brasilianerin verheiratet.
    Ich kenne aber in meinem näheren Umfeld Brasilianer, bei denen eine überaschende Krankheit (z.B. Kaiserschnitt/Fehlgeburt) die Finanzplanung der nächsten 10 Jahre durcheinandergewürfelt hat (120.000 R$).

    @BR: stell dir vor, meine Frau hätte noch 6 weitere Monate im Krankenhaus gelegen mit weiteren Komplikationen. Irgendwann hätte dich dann das Krankenhaus gefragt, wie es weitergehen soll und ob du noch genügend Geld hast. Die normalen Planos haben übrigens Limits für den Aufenthalt in der Intensiv-Station, 10 oder 15 Tage (mal nachlesen) Da stellt sich die Frage schon früher.(Tagessatz 2.000 Reais+Spezialist+Nebenkosten)

    Als unverbesserlicher Deutscher erlaube ich mir die Vollmitgliedschaft in der deutschen KV und in Brasilien einen Plano Saude, stehe aber nicht mehr soweit von der Frührente weg und lebe in beiden Welten und habe noch einen Sponsor.

    Gruß
    Tiradentes

    Einen Kommentar schreiben:

Unconfigured Ad Widget

Einklappen

Brasilien Forum Statistiken

Einklappen


Hallo Gast,
Du hast Fragen?
Wir haben die Antworten!
>> Registrieren <<
und mitmachen.

Themen: 24.777  
Beiträge: 184.023  
Mitglieder: 12.555  
Aktive Mitglieder: 40
Willkommen an unser neuestes Mitglied, cornmike.

P.S.: Für angemeldete Mitglieder ist das Forum Werbefrei!

Online-Benutzer

Einklappen

271 Benutzer sind jetzt online. Registrierte Benutzer: 1, Gäste: 270.

Mit 2.135 Benutzern waren am 16.01.2016 um 00:30 die meisten Benutzer gleichzeitig online.

Lädt...
X