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Auswandern, warum nicht?

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  • #51
    Zitat von Aussteiger
    Takeo v. Tucher schreibt:" Ich kenne niemanden, der von
    300 Rindern und v. 350 ha leben kann."
    Wieviel Fazendeiros kennst du denn überhaubt so gut, dass
    du sogar Einblick in ihre Bücher hast?
    Sou Engenheiro Agrônomo - formado na TU München, trabalho no suleste de Goiás para uma das maiores empresas agrícolas do mundo. Ando diáriamente nas fazendas - algo mais?

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    • #52
      Hallo Günter, Kopf hoch!!!

      Dass Deine Fazenda eingebettet ist in das land Deiner Familie hattest Du nicht erwähnt, damit sieht die Sache ja auch schon ganz anders aus, ausserdem scheinst Du ja eine Teilhaberschaft mit Deinem Schwager (?) anzustreben und es scheint Dir ja auch Spass zu machen... vielleicht klappt´s so ja doch?

      Vielleicht solltest Du unter diesen Umständen noch nichtmal so lange warten...

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      • #53
        die letzten Tage hatte ich einiges zu tun und ein bisschen den Faden zu den Beiträgen verloren.

        Günter S., schmeiss das Forum nicht hin, trotz einiger Pappnasen ist hier eine wichtige Anlaufstelle
        für tolle Infos.

        Irgendwer wollte wissen, wer mir das Auswandern ermöglicht hat.
        Die Antwort ist watsch´n einfach:

        meine Eltern!

        Die haben mich in die Welt gesetzt und ich hoffe, sie hatten an diesem Tag viel Spass.
        Zudem gaben sie mir eine gute Erziehung und Ausbildung.
        Pubertätsmässig interessierte mich mehr für Motorräder, Mädels und Bier,
        wer so eine Phase nicht erlebt hat, hat was versäumt.

        Diese 3 Interessen spielen immer noch eine wichtige Rolle in meinem Leben,
        das kann nicht falsch sein, zudem ist alles unter Kontrolle.

        In der Eisdiele lief nicht alles nach Wunsch.
        Mal fehlte Wasser, dann der Strom.
        Wir haben uns durchgewurschtelt und letztendlich waren es tolle Tage mit wenig Schlaf.

        Manche unterschätzen den Rio Jacuipe, wollen bei Flut zum anderen Ufer schwimmen
        und unterschätzen die Strömung mit Strudel.
        Fische haben damit kein Problem, wir Menschen schon.
        Genau an mein Stück Strand trieb es früh morgens eine Wasserleiche,
        von den Krabben angefressen, zumindest fehlten die Augen
        und einige Weichteile.
        So lag er der arme Tropf da, zugedeckt.
        Die Gäste kamen, tranken Bier und hatten Spass, was ich nicht ganz verstehe.
        Mir fehlte der Mut, ihn zum Nachbarsrestaurante zu legen.
        Nachmittags wurde er per Blechkiste abgeholt, Angehörige hatte er scheinbar nicht.
        14 Tage wird er im Kühlschrank aufbewahrt, wenn er dann nicht abgeholt wird,
        kommt er in eine Sammelkiste und wird verschaufelt.

        Ich pendelte die letzten Tage täglich zwischen Jacuipe und Camaçari, wegen Eisnachschub.
        Gestern war ein Riesenpolizeiaufgebot auf der Strasse.
        Irgendwer hatte ein Auto gestohlen, wichtige Teile ausgebaut
        und dann die Kiste angezündet.
        Alles kein Problem, aber er hatte den Fahrer im Kofferrraum
        gelassen und das ist selbst hier der Polizei zu viel.
        Mit 2 Kumpels fuhr ich mal eine Lehmpiste nach Camaçari,
        da standen mehrere abgefackelte Autos am Strassenrand,
        ich werde mich hüten, jemals in den Kofferraum zu schauen.

        Bei den Gesprächen mit Gästen fällt mir auf,
        dass niemand über Geld und Arbeit spricht.
        Die haben ganz einfach Spass und ob ein Auto Servolenkung,
        oder Seitenaufprallschutz hat, interessiert kein Schwein.
        Die Hauptthemen aus Deutschland sind hier nichtig,
        hier wird gelebt, zumindest wer schwimmen kann und das Auto nicht an der falschen Stelle stoppt, überlebt.

        Die angesprochene Nachbarschftshilfe ist nicht zu unterschätzen.
        Ich war hier einige Zeit wegen ungedeckter Schecks blank wie eine Kirchenmaus.
        Essen fehlte nicht, selbst 5 Reais bekam ich mal von pudelarmen Nachbarn, um Benzin zu tanken.
        Das Benzin reichte reichte zur Tankstelle und zurück,
        geändert hatte sich nichts.

        Unser deutsches Sicherheitsdenken mit Geld, Lebensversicherungen,
        Hausratversicherungen, Sterbeversicherungen ,
        Rentenversicherungen ( der mittlerweile Hauptbetrug am Bürger ),
        ist hier fehl am Platz.

        Wer mitdenkt, überlebt hier,
        in einem Land, das vor Lebensfreude strahlt, trotz aller Krisen und Greueltaten,
        die es überall gibt.
        Neto

        www.itacare.com.br/pousada/encontrodasaguas

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        • #54
          Hallo mein Freund

          Und nachdem man alle Punkte fein akribisch auseinander genommen hat , ist man alt genug , dem Leben lebewohl zu sagen ! Wir werden hier für Dich beten
          Ciao Zwi

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          • #55
            @Oberlehrer:
            Lassen wir nun mal das tolle Wetter, schöne Frauen, etc. ausser Betracht. Das ist für einen greisen, kranken, zahnlosen und bettlägerigen Mann nicht mehr von grosser Bedeutung.
            Da lebt es sich natürlich in der Altersheim-Wohnzelle wesentlich gemütlicher, nicht wahr?

            Schönen Urlaub, Zwi :!:

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            • #56
              Was bringt es wenn man stinkreich ist, das halbe Leben geizig gelebt hat, und ein kleines Vermögen angesammelt hat, die Kinder sind gut versorgt, Rente hat mann mehr als genug + eine private Krankenversicherung

              Eigentlich alles besten, dann stellt der Arzt einen Krebstumor oder Herzleiden durch den vielen Stress vom arbeiten und geizsparen fest...

              Was bringt einem dann das viele Geld und die tolle Versicherung?
              Lieber jetzt leben als von später träumen, kann ich nur sagen...

              Oder als Sprichwort:
              Besser arm dran als Arm ab

              Kommentar


              • #57
                Hallo Oberlehrer

                Wann fangen wir mit der Entziehungskur an ??? Ich werde dann einige Forumsfreunde bitten , mich bei diesem Schritt zu begleiten )
                Ciao Zwi

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                • #58
                  ich meine das in bezug auf deutsche die erst sicherheiten haben wollen, um dann auszuwandern.
                  wer sich solche gedanken um seine sicherheit macht, sollte lieber nicht die grenzen von europa verlassen...
                  dieses sicherheitsdenken gibt es so ausgeprägt wohl auch nur in wenigen ländern.

                  Ich Kinder? Nein, bin doch selber noch eins :roll:

                  Zitat von oberlehrer
                  ich habe den Eindruck, Du hast überhaupt nichts verstanden. Was Du schreibst mag vielleicht auf jemanden in Deutschland zutreffen. In Deutschland hat selbst der Obdachlose bei einem Krebstumor oder Herzleiden gute Chancen dieses zu überleben. In Brasilien kann für Dich eine einfache Lungenentzündung tödlich sein wenn Du nicht das genügende Kleingeld hast.

                  Hast Du eigentlich Kinder? Zumindest für mich ist es sehr wichtig, dass meine Kinder sehr gut versorgt sind …

                  Kommentar


                  • #59
                    Zitat von Zwitscherer
                    Wann fangen wir mit der Entziehungskur an ??? Ich werde dann einige Forumsfreunde bitten , mich bei diesem Schritt zu begleiten )
                    "hicks"!..., da werden sich aber die Güllegruben und Teppiche freuen!

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                    • #60
                      Worauf ich hier wirklich keine Lust habe, ist ein Autounfall in der Prärie.
                      Das dauert Stunden, bis ein Krankenwagen kommt, dessen Ärzte dann lediglich feststellen,
                      das man einen Leichenwagen braucht.

                      Hier wurde mal ein Motorradfahrer angefahren, die Verletzungen waren nicht schlimm.
                      Die Schürfwunden waren jedoch erheblich und er hatte nicht genug Blutreserven, um lebendig in´s Krankenhaus zu kommen.
                      Spätestens nach 7 Litern ist ein für allemal Schluss.

                      Solche Fälle sind jedoch unabhängig von einer noch so teueren Krankenversicherung.

                      Die letzten 20 Jahre hat sich jedoch die Krankheitsversorgung erheblich verbessert.
                      Ich habe schon oft Kinder und Erwachsene in öffentliche Krankenhäuser
                      nach Arembepe und Camaçari gefahren.Die Wartezeiten waren nicht schlimm, alle sind noch am Leben.

                      Bei schlimmen Krankheiten nehme ich an, dass man mit viel Geld das Ableben etwas verlängern kann.Ob es sich lohnt, muss jeder selbst entscheiden.
                      Ein Geschäftspartner meiner Heimatstadt bekam mit 48 Jahren einen bösen Herzinfarkt.
                      Ausser in seinem Geschäft war er mal 2 Wochen in Canada, das war sein Lebenstraum.
                      Mit 50 wollte er einen 4 wöchigen Kanuurlaub dort verbringen.
                      Er bekam ein neues Herz, sah jämmerlich aus, blass und schwach,
                      konnte nie wieder arbeiten und starb mit 50.

                      Ich weiss nicht, ob so eine Lebensverlägerung anstrebsam ist.

                      Einer meiner besten Freunde aus der Schweiz hatte einen Gehirntumor,
                      mit 35 Jahren.
                      Vor dem Operationstermin erkundigte er sich nach den Folgen.
                      50% Rollstuhl, zu 90% fängt er mit dem ABC wieder an.
                      Er entschied sich, die geschätzten 2 Jahre normales Leben, die ihm die Ärzte gaben,
                      auszunützen, denn er wollte keinem zur Last fallen.
                      Nach 2 Jahren starb er, logisch viel zu früh, aber er hatte das Leben verstanden.

                      Meine Oma wurde mit 97 Jahren im Bauch operiert.
                      Jetzt liegt sie im Altersheim und hat nur noch einen Wunsch, sie will sterben.
                      Hoffentlich geht der Wunsch bald in Erfüllung.
                      Sie wollte nie in so seinen Schuppen,
                      wo man durch die Eingangstür warm reinkommt und kalt und starr durch die Kellertür rausgeschoben wird.

                      Wir ALLE haben was gemeinsames vor uns, den Tod, der unwiderruflich zum Leben gehört und ich hoffe, dass die Schlechten nachher büsen müssen.
                      Ich finde jedoch, man sollte das Leben ausnützen und sich dadurch nicht verrückt machen.
                      Viel Zeit haben wir dafür nicht, auch wenn es uns als Kindern unendlich lang erschien, erwachsen zu werden.

                      Wenn mich mal der Lungenkrebs packt, bin ich selber schuld.
                      Ansonsten ist hier in Bahia die Gefahr gering, einen ´Kolbenfresser´zu bekommen, sofern man die Mentatlität versteht.
                      So lange das Hirn funktioniert und man an Faulheit nicht stirbt,
                      kann man hier ganz gut leben.

                      In Deutschland kenne ich viele bestausgebildete, hochintelligente Jugendliche bis 25 Jahre.
                      Was fehlt, ist ein Job nach der Ausbildung.
                      Ein Freund hat einige Restaurantes in Deutschland,
                      Er hatte noch nie so viele Bedienungen mit Abitur, zumindest die letzten Jahre, Tendenz steigend.

                      Man muss nicht auswandern, um glücklich zu sein, Heimat ist Heimat.
                      In Deutschland, wo ich mich sehr wohl fühlte, ist es jedoch schwer geworden, glücklich zu sein.
                      Ich kenne wenige, eigentlich niemanden, alle jammern.
                      Ausnahme sind natürlich die Politiker, die für sich retten, was zu retten ist.
                      Bei Gerhard´s Lächeln wird mir ganz einfach nur schlecht, fehlt nur noch,
                      dass er wiedergewählt wird.

                      Selbst zahnlose ´Wesen´ laufen mittlerweile in Deutschland herum,
                      weil der Zahnersatz zu teuer ist.
                      Gerhard zeigt mit dem Pferdegebiss namens Doris, wie man sich so was noch leisten kann.

                      Übrigens leben laut irgendeiner Stastik in Berlin 15.000 Menschen auf der Strasse,
                      überwiegend Jugendliche.
                      In Salvador sind es angeblich 6.000 Menschen.
                      Neto

                      www.itacare.com.br/pousada/encontrodasaguas

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