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Auswandern, warum nicht?

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  • #61
    Oi Neto,


    Wie immer triffst Du den Nagel auf den Kopf mit deinen Beiträgen.So langsam packt mich wirklich die Blanke Wut was in diesem Land abgeht!
    Die Unterhaltungskosten werden immer teurer ganz zu schweigen von medikamenten,artzbesuchen,lebensmitteln,KFZ,Benzin ,etc.,etc.,etc.......
    Schuld daran kann man nicht nur der SPD geben.Die müssen lediglich das ausbaden was die CDU hinterlassen hat.Was bleibt uns arbeitnehmern den anderes übrig sollen wir wieder die CDU wählen?Dann hätten wir uns gewiß wieder ein Eigentor geschoßen :!: Zumindestens die Arbeiterklasse.
    Schon der Gedanke bis 67 zu arbeiten und keinen Pfifferling davon zu sehen ist ungemein motivierend.Jeder Tag ist ein vergeudeter Tag mehr hier!Ich lasse mich von niemanden vor den Karren spannen!Hier werde ich nicht alt das steht fest!Neto du hast das eigentlich richtige getan,du hast dich für das Leben entschieden.Ich habe großen Respekt vor Dir.Du bist ein toller Mensch :!:

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    • #62
      Ich kann mich den Worten meines "Vorschreibers" nur anschließen. Auch ich plane auszuwandern (jedoch noch nicht so schnell). Alternativen gibt es in Deutschland kaum. Egal, ob sie nun hinter dem Mantel der CDU, SPD oder sonst irgendeiner Partei versteckt sind. Deshalb lese ich immer wieder Netos Geschichten mit großem Genuß. Neto, ich wünsche dir weiterhin gutes Gelingen und viel Glück.
      Abracos e beijos

      Brasilbahia

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      • #63
        Soziale Sicherheit

        In dem Zusammenhang würde ich mal ganz gern erfahren, was mit Sozialer Absicherung hier in Deutschland gemeint sein soll?

        Gesundheitswesen - ist, wenn man nicht privat versichert ist, deutlich auf dem absteigenden Ast.
        Arbeitslosigkeit - wird verwaltet nicht abgeschafft. Und die Höhe des Arbeitslosengeldes ist ein Witz. Das würde bei mir für die Wohnung und ein paar Versicherungen reichen.
        Sozialversicherung - Sozialhilfe wird verwaltet und nicht als Überbrückung eingesetzt
        Soziale Flexibilität - gibt es in Deutschland fast nicht. Die Klassengesellschaft ist fest zementiert

        Ich finde das, was Neto anscheinend erreicht hat - ich war noch nicht dort - bewundernswert. Wir haben vor, auch in längstens 5 Jahren nach Brasilien zu gehen.
        Allerdings werden wir es beide mit einer relativ konservativen Unikarriere probieren und es nicht mit Selbständigkeit versuchen. Mal sehen, was geht....

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        • #64
          dass unsere SPD nicht alleine die Schuld hat, ist klar.
          Die müssen ausbaden, was Schnaps Willy ( Brandt ) begonnen hatte
          und anschliessend der Dicke jahrelang seinen Bauch pflegte, anstatt
          eine Richtung zum Wohle des Volkes zu bringen.

          Politische Diskussionen machen jedoch keinen Sinn.
          Enttäuscht bin ich lediglich von der Orientierungslosigkeit unserer Politiker
          und überrascht bin ich, wie weit der Verfall gehen muss,
          um richtig zu reagieren.
          Schwimmbäder werden geschlossen,
          Schulen sind in schlechtem Zustand,
          Jugendhäuser werden geschlossen,
          Ersatzlehrer der ´ausgebrannten´ Lehrer gibt es nicht mehr,
          Rentner, die 40 Jahre und mehr geschuftet haben, werden angezapft,
          die Liste wäre unendlich fortzusetzen, ich höre auf damit.

          Das Lachprogramm Dosenpfand ist hier einfach gelöst.
          Da kommt ein Blechsammler und kauft die Büchsen für 3 Reais pro Kilo ( ca. 70 Büchsen ).
          Ich sammle ( die kommen in einen bereitgestellten Sack )
          die Büchsen der Eisdiele und gebe das Geld den Kindern, in und rum um´s Sitio.
          Müllgebühren hatten sich in Deutschland in einem Jahr vervierfacht,
          die Müllmaffia hatte mit Unterstützung der Regierung Lunte gerochen.
          Hier kostet es nichts und es bleibt kein Müllsack mehr als 24 Stunden vor der Haustür.

          Brasilien hat schon viele Krisen überstanden,
          aber die deutsche Generation, die nach dem Krieg geboren wurde,
          kennt keine Krisen.
          Ich kenne lediglich die hochgespielte Ölkrise und hatte Spass dabei.
          Ich lief mit Langlaufski durch mein Dorf, da kein Auto fahren durfte.

          Brasilien ist nicht das Gelbe vom Ei.
          Ich glaube, so ein Land gibt es nicht mehr, wo alles klappt,
          wie früher in BRD, wo ich mich wohl und sicher, abgesichert fühlte
          und Fleissige die Chancen hatten, Geld zu verdienen.

          Der Mittelstand, jedenfalls in Bahia, wächst.
          Auf der Estrada do Côco fahren am Wochenende oft mehr Autos vorbei,
          als Salvador Einwohner hat, jedenfalls gefühlsmässig.
          Da fehlt kein BMW, Mercedes und Harley Davidson.

          Der Klein- und Mittelstand in Deutschland wird ausradiert.
          Basel 1, 2 und 3 gibt Selbstständigen keine Chance ( Bankensystem).
          Die Lohntüte vieler Arbeitnehmer reicht zum Essen, neben den Festausgaben, mit Glück.

          Nein Leute, nichts für mich, ich bin froh, hier zu sein.
          Geschafft habe ich noch gar nichts ( fast nichts ),
          aber hier macht es mehr Spass und reisse mir mal wieder den A.... auf,
          um zu überleben, glücklich, denn echten Stress gibt es hier nicht.
          Stress, unser Modewort, macht man sich.

          Seit mittlerweile einem Jahr Brasilien weiss ich, wie ich in Deutschland verarscht wurde.
          Jedenfalls vom Finanzamt und den Banken.

          Ich kann mich nur wiederholen, es freut mich, wenn Euch meine Beiträge gefallen.
          Ich versuche nur, meine Erlebnisse rüberzubringen, Zweiflern Mut zu machen.
          Ich kenne einige Forumsmitglieder, die auch den Schritt gewagt haben,
          leider schreiben die nicht mit.

          Es lohnt sich, wenn man gewisse Voraussetzungen mitbringt,
          das heisst u.a., die Mentalität zu verstehen, sonst kommen wir wieder
          zum Thema Krankenhäuser, Herzinfarkt.............

          Ausserdem sind wir Deutsche und Brasilianer sind Brasilianer.
          Ich hoffe, dass nie die deutsche Mentalität den Brasilianern
          aufgezwungen wird, sonst ist Brasilien nicht mehr Brasilien.
          Ich gebe mir Mühe ( bei der Arbeitsweise in der Eisdiele) und bei vielen Gags denke ich mir,
          vergiss es, ich habe das Glück, hier zu sein.
          Zudem hat sich bei bei vielen Gags nur die Sprache verändert,
          denn auch bei meinen Geschäften in Deutschland konnte ich
          Spässchen erleben, die mich fast zum weinen brachten.

          Ein weiterer wichtiger Beitrag zur Lebensqualität für Männlein und Weiblein ist hier das Sexualleben.
          Viele Motels sind zur Mittagszeit ausgebucht.
          In Deutschland braucht man das nicht, denn der Stress hat vielerorts die Oberhand.
          Dabei gehen viele nicht mit Prostituierten, sondern mit der Ehefrau,
          oder Feundin in diese Paradiese, um in´s Paradies einzutauchen.
          Neto

          www.itacare.com.br/pousada/encontrodasaguas

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          • #65
            Augen ganz weit zu!

            Ich sehe hier zu viele Menschen (Unterklasse), die alleine um´s BLANKE Überleben kämpfen, dabei dann aber oft brutal, herzlos und ungerecht zu ihren Mitmenschen sind, viele Taugenichtse, die im Suff ihre Kinder und Frauen verprügeln, ihre Nachbarn umbringen, und auch viele viele Menschen (Mittelklasse), die genau so hart arbeiten wie in Deutschland. Ich kann mich Eurer kritiklosen und vereinfachten Sichtweise der Dinge nicht anschliessen!

            Kommentar


            • #66
              Salü Neto

              ich lese deine Berichte gerne. Bewundere deinen Schreibstil. Ich schreibe nicht mehr viel persönliches ins Forum, da man mit der Zeit zuviel vom eigenen Leben freigibt. Ich finde das ist nicht gut. Unsere eigenen Worte werden manchmal von Alleswissern umgedreht und gegen uns verwendet. Ich sehe ja, wie du manchmal angegriffen wirst. Ich glaube, es sind einige alte Forenschreiber, welche aus diesem Grund nicht mehr schreiben.

              Ich sehe eigentlich nicht alles so einfach wie du es beschreibst. Aber ich denke, dass bei dir auch eine gewisse Provozierung eingebaut ist.

              Schreibe weiter und viel GLück.

              Felix

              Kommentar


              • #67
                Ich beneide und bewundere jeden, der den Entschluß gefaßt hat, auszuwandern.

                Wie heißt es doch so schön:

                Die Deutschen leben, um zu arbeiten
                die anderen arbeiten, um zu leben

                peter76

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                • #68
                  was neto so schreibt, klingt so als wär hier (in d) alles schrott und in br
                  alles super. ich weiss nicht.... wir jammern hier ja auf einem niveau, dass
                  es eigenlich kracht. sich über basel 2 aufzuregen, macht ja jeder
                  (mittlerweile), aber wisst ihr wirklich was dahinter steckt? es sollen 'nur' (u.a.) die kreditrisiken bei der vergabe von krediten berücksichgtigt werden.
                  ist erstmal ok, find ich. hohes risiko = hohe zinsen! such is live. der
                  kommunismus (oder das was sich als solcher ausgegeben hat) ist
                  gescheitert. und wer von euch/uns allen würde wirklich sich für lau
                  (sprich für die allgemeinheit) den arsch aufreissen. am nächsten (und das
                  find ich durchaus legitim) ist einem immer das eigene hemd.
                  der unterschied zwischen deutschen und brasilianern - find ich - ist
                  ziemlich treffend in dem artikel beschrieben:
                  [...]
                  Der gegenwartsbezogene Lebensstil
                  manifestiert sich in den kleinen Details
                  des brasilianischen Alltags, zum Beispiel
                  beim Geldverdienen und Geldausgeben.
                  Die deutsche Idee, Geld zu
                  verdienen, zu sparen und anzulegen, um
                  es später, wenn man tot ist, auszugeben,
                  hat hier nicht viele Freunde. Auch der
                  scheinbar hedonistische Plan, heute
                  Geld zu verdienen, um es gleich morgen
                  auszugeben, ist noch viel zu langfristig.
                  Brasilianisch ist eher, heute schon das
                  Geld auf den Kopf zu hauen, das man
                  noch gar nicht hat, sondern erst morgen
                  oder übermorgen verdienen will. So
                  kommt es, dass Brasilianer auch die
                  Zeitung am Kiosk gerne mit einem
                  vordatierten Scheck bezahlen. Die brasilianischen
                  Regierungen haben es in
                  größerem Stil nicht andersgemacht.
                  Deshalb ist es heute die Hauptbeschäftigung
                  des brasilianischen Finanzministers
                  Pedro Malan, die Schulden,
                  immer wieder neu umzuschichten und
                  die Zinszahlungen zu bedienen. Das
                  wiederum zeigt die Grenzen des brasilianischen
                  Ansatzes.
                  [...]
                  (Die Bandeira Brasileira, Dr. Jens Soentgen)

                  ich bewundere alle, die es wagen, hut ab, aber nicht alles
                  ist schlecht hier, nicht alles... gibt im übrigen auch andere
                  länder, wo alles anders ist, wirklich alles. hab 'nen verwandten der jetzt
                  seit zwei jahren in shanghai ist, und da geht wirklich die post ab,
                  in ganz (!!!!) china gab's die letzten 15 (!!!) Jahre immer über
                  10% wachstum, wenn die was wollen, die machen einfach, ist was
                  im weg, weg damit (siehe transrapid). und wenns einen selbst betreffen
                  würde, wärs dann immer noch gut????

                  jetzt geh ich aber schlafen... und träum' was schönes...

                  Kommentar


                  • #69
                    les jetzt gerade noch etwas mehr von den beiträgen hier, speziell netos.
                    hast ja einiges miterlebt hier, und ich kann das auch voll nachvollziehen,
                    alles was du sagst stimmt, z.B. (glaub ich jedenfalls, bin ja selbst noch
                    in d):

                    [...]
                    Unser deutsches Sicherheitsdenken mit Geld, Lebensversicherungen,
                    Hausratversicherungen, Sterbeversicherungen ,
                    Rentenversicherungen ( der mittlerweile Hauptbetrug am Bürger ),
                    ist hier fehl am Platz.

                    Wer mitdenkt, überlebt hier,
                    in einem Land, das vor Lebensfreude strahlt, trotz aller Krisen und Greueltaten,
                    die es überall gibt.
                    [...]
                    (neto)

                    aber (ja das berühmte wort) hilft 'mitdenken' wirklich bei einem
                    bandscheibenvorfall, ohne geld zum nächsten arzt zu gehen...
                    (ich kenn so jemanden)

                    jetzt geh ich aber wirklich schlafen...

                    Kommentar


                    • #70
                      Zitat von peter76
                      Ich beneide und bewundere jeden, der den Entschluß gefaßt hat, auszuwandern.

                      Wie heißt es doch so schön:

                      Die Deutschen leben, um zu arbeiten
                      die anderen arbeiten, um zu leben

                      peter76

                      und dann gibts noch die die tag und nacht arbeiten und trotzdem kaum geld zum überleben haben. Also nicht vergessen beim auswandern?
                      was auch ich am liebsten tun würde,aber eine paaar voraussetzungen müssen schon erfüllt sein. Klar alle Risiken kann man nicht ausschliessen.
                      Aber man sollte die Sache schon realistisch ansehen. Es gibt viele schöne Seiten,aber auch viele negative.

                      Bruno

                      Kommentar

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