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  • #71
    Hi Neto,

    scheinbar hast Du wie so viele eine besondere Vorliebe für unseren Kanzler. Dieser hier ist speziell für Dich:

    Was ist der Unterschied zwischen einem Telefonhörer und dem Bundeskanzler?

    Den Telefonhörer kann man aufhängen wenn man sich verwählt hat!

    Ansonsten noch ein spassiger Tip: Schon mal diese Seite angeklickt:

    www.nutzlos.com
    Abracos e beijos

    Brasilbahia

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    • #72
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      Salü mitenand

      Es wird öfters gefragt, wieso nicht mehr Leute, welche in Brasilien wohnen, aktiv im Forum schreiben.
      Die Forenschreiber, welche in Brasilien leben und eventuell sogar ein Geschäft betreiben, laufen die Gefahr, dass sie mit zu vielen persönlichen Geschichten ihre Anonymität verlieren. Man muss immer genau überlegen was man schreibt, also kein loses Geschwätz, weil wir so schnell erkennbar sind. Sagen wir was falsches, verlieren wir vielleicht einen Kunden. Wir können uns richtig Schaden antun, wenn wir unsere Klappe nicht im Griff haben. Sagen wir was kritisches über Brasilien, heisst es sofort, wieso bist du denn dort etc.


      Heute schiffts so richtig. Es macht den Anschein, dass die Brasilianer sich nicht an den Regen gewöhnen. Einen Unfall nach dem Anderen. Beim Fahren muss man aufpassen wie ein Schwein, da jede Pfütze vielleicht ein Riesenloch verbirgt. Auch fahren beinahe alle hier mit nackten Reifen, was sich natürlich auf nassen Strasssen rächt. Aber es regnet ja selten, da lohnt es sich gar nicht für die paar Regentage gute Reifen zu haben.
      Ich trage heute meine Winterjacke im Büro drin. Ist gerade so um die 15 Grad. Die Arbeiter kommen alle zu spät, die Busse müssen sich ja auch, wie alle anderen, durch das Chaos durchkämpfen. Wir wollten heute eigentlich eine Betonplatte gieesen, aber daraus wird wahrscheinlich nichts. Gehts heute nicht, gehts vielleicht morgen. Aber die gleiche Einstellung hat unser Fabrikbesitzer. Unsere Löhne sind immer verspätet. 10 Tage manchmal mehr. Dadurch bezahlen wir unsere Rechnungen auch mit Verspätung.

      Gruss

      Felix

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      • #73
        dass gefahren wird wie es Gott verboten hat kann ich nur nachvollziehen! Auf den Landstrassen im mittleren Westen werden Manöver vollzogen, die jegliche Leichtsinnsgrenze überschreiten, und das ist leider überhaupt nicht zum Lachen! Ich fand, dass dagegen im Bundesstaat São Paulo relativ gesittet gefahren wurde; die Leute aus dem Süden regen sich auch über den hiesigen Fahrstil auf! (Muss allerdings zugeben, dass auch ich heute morgen einem Mitverkehrsteilnehmer krass die Vorfahrt genommen habe, weil ich am telefonieren war - dafür gäb's eigentlich eine Strafe und 7 Punkte von 21, wenn ich erwischt worden wäre!)

        Dass es kaum regnet kann ich eigentlich nicht nachvollziehen: ab November setzt doch die Regenzeit ein, und es regnet täglich in strömen. Hier hat's wochenlang nur geregnet, jetzt hat sich das Wetter einigermassen stabilisiert und es regnet eigentlich täglich, aber mindestens einmal am Tag, mit wachsender Wahrscheinlichkeit am Nachmittag. (Heute war es den ganzen Tag bewölkt, kühl -> ca. 26°C und 84% Luftfeuchtigkeit mit isolierten Regenschauern sowie Sonnenlöchern.) Trockenzeit herrscht im Winter von April bis Oktober - dann ist jeder Regenguss eine Erleichterung! Diese Verhältnisse verschieben sich aber, je weiter man im Süden ist, wo immer mehr Südpolare Kaltluftvorstösse wetterbestimmend werden, sowie an der Küste (Maritime Einflüsse), und im Norden, wo immer mehr tageszeitliche Schwankungen wetterbestimmend sind.

        Leider kann ich mich der Meinung Neto´s "echten Stress gibt´s hier nicht" oder Felix' Aussage "Wenn's heute nicht geht, dann vielleicht morgen" oder "Bezahlung verpätet nach 10 Tagen oder mehr" nicht anschliessen! Das sieht ja fast so aus als ob Brasilien ein unseriöser Arbeitsplatz wäre. Unseren Lohn bekommen wir pünktlichst zu den gesetzlich vorgeschrieben Terminen - ausnahmslos!!! Rechnungen werden grundsätzlich termingerecht beglichen. Das versteht sich von selbst! Jegliches Thema oder gar Misstand, der die Personalabteilung oder Finanzabteilung beträfe, wird umgehendst erledigt bzw. behoben - wenn´s überhaupt erst soweit kommt! Ein gewisser Stress gehört leider zu einem aktiven Berufsleben dazu, das ist in Brasilien absolut nicht anders wie in der Bundesrepublik! Ich werde bspw. am Grad der Aufgabenerfüllung, an erreichten Zielvereinbarungen, an erreichten Firmenerfolgen gemessen! Oft ist das Pensum je nach Jahreszeit nur innerhalb einer 60 - 65 Stundenwoche zu schaffen, und wenn man gegen 21:00 in der Firmenzentrale anruft, sind fast alle Vorgestezten noch zu erreichen! Auch unsere Kunden oder unserer Supply arbeiten in diesem Rhytmus - Viele haben über die Feiertage fast durchgearbeitet. Das kann dann auch in Brasilien schon mal ganz schön stressig werden: bestimmte Aufgaben müssen einfach termingerecht erfüllt weren, - "botar fé" - es muss einfach klappen, Ja oder Ja!!!

        Man kann auf jeden Fall sagen, dass die Uhren in Brasilien anders ticken als in Deutschland, aber auf keinen Fall langsamer!!!!

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        • #74
          Das Autofahrerchaos kann ich nur bestätigen.
          Hier sind viele Besoffene unterwegs, da lenkt scheinbar der Schutzengel.
          Nach dem Motto, wenn ich nicht mehr stehen kann, kann ich wenigstens autofahren.
          Ich werde mich hüten, meiner Kleinen ein Fahrrad zu kaufen.
          Bei den vielen Polizeikontrollen sah ich jedoch noch nie eine Alkoholkontrolle.

          Vor mir lag schon mal nachts ein Hackedichter in dunkler Kleidung quer auf der Strasse.
          Mit Glück fuhr ich ihm nicht über den Schädel.
          Eine Mund zu Mund Beatmung wäre nicht mehr möglich und auch nicht mehr notwendig gewesen.
          Einmal wählte ich den Weg in´s Gebüsch.
          Der Fahrer hatte scheinbar an seiner Beifahrerin rumgefummelt und die Orientierung verloren.
          Fahrradfahrer haben natürlich kein Licht, die lassen den Geist leuchten.
          Reflektoren haben sie auch nicht, so ein Ding kostet 1,50 Reais.
          Schon mehrmals hatte ich einen dieser Strampler fast auf der Motorhaube.
          Manche wurden auch schon von Autos erwischt, teilweise mit engültigen Folgen.
          Ich finde die Sparmassnahme von 1,50 Reais fehl am Platz.

          Dann stehen natürlich auch noch die Pferde herum, ebenfalls unbeleuchtet.
          Die Schlaglöcher machen diese Fahrten speziell nachts zum absoluten Abenteuer.
          Manchmal komme ich mir vor wie einem Videospiel, wo man den Hindernissen ausweichen muss.
          Ein sehr guter Gag war mal eine Palme, die nachts quer über der Strasse lag.

          Nicht mal das Autofahren ist hier langweilig.

          Den Kampf von Salvador City will ich gar nicht beschreiben.
          Mein Rezept ist, etwas schneller als die Kollegen zu fahren, dann passen die auf mich auf.
          Neto

          www.itacare.com.br/pousada/encontrodasaguas

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          • #75
            .... erst gestern hat es wieder gekracht. Ein Beteiligter wird kein Eis mehr
            bei Neto essen können.
            Hier kann man sich über Internet ( TV Bahia und ca. 9 Zeitungen ) ein ganz gutes Bild über Salvador und Bahia machen.

            Kommentar


            • #76
              Es geht rund!

              Wieso bevorzugen brasilianische Frauen deutsche Männer?

              Jetzt im Stammtisch !!!!!

              :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

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              • #77
                Salü Takeo von Tucher

                wie ich sehe hast du in Brasilien noch nie in einer Kleinfirma gearbeitet.
                Ich stelle die Behauptung auf, dass viele Kleinfirmen den Lohn,Weihnachtsgeld etc zu spät bezahlen. Schau mal sogar die Staatsbeamten müssen um ihren Lohn bangen. Es gibt ein Sprichwort : die Ausnahme bestätigt die Regel.


                Mit den Regenschäden geht es doch so : sobald April also Trockenzeit da ist, vergisst man das leckende Dach und Fenster, die Strassen werden ja wieder befahrbar bis im November, wenn die Scheisse wieder anfängt.
                Genau das Gleiche mit der fehlender Isolierung und Heizung, es sind ja nur ein paar kalte Tage.
                Aber Kopf hoch, in Südafrika und Australien sind sie genau so eingestellt.

                Felix

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                • #78
                  es ist tatsächlich etwas schwierig geworden, im Forum Themen bei den Themen zu lassen.

                  Ich kann mich an einen Beitrag erinnern, wo ein Freund ernsthaft eine Sekreträrin suchte,
                  um in Brasilien zu arbeiten.Die Konditionen waren hervorragend.
                  Der Beitrag wurde sofort in´s Lächerliche gezogen.
                  Er bekam eine Sekretärin, aber nicht über das Forum.
                  Zudem wollte er mehr Tipps über ´Arbeiten in Brasilien´ geben,
                  er liess die Finger weg.

                  Wenn Zwitscherer schreibt, ´Neto´s Team´
                  und es sollte ´Neto und sein Team´ heissen
                  zweifle ich am Verstand des Schreibers, einfach lächerlich.

                  Ein weiterer Gast liest meine Beiträge gerne, nicht mit Neid,
                  sondern mit Mitleid.
                  Da hatte ich herzlich gelacht, ich weiss nicht, was die traurige Kreatur damit meint.

                  Als ich mal das Postsystem von Jacuipe erklärte, hiess es,
                  mein Gott, was sollen die Leute von Brasilien denken.
                  Es ist ganz einfach so im Landesinneren, na und?

                  Schreibt man Gutes über Brasilien, heisst es, in Deutschchland sei alles schlecht.
                  Logisch ist das nicht so, aber man kann nicht alles in einen kurzen Bericht fassen.
                  Tatsache für mich ist, dass Brasilien seit ca. 11 Jahren einen Aufschwung erlebt,
                  in Deutschland ist genau das Gegenteil.
                  Wer das nicht mitbekommt, träumt, oder lebt von Erbschaften.

                  Hier bekommt man nichts geschenkt, wer überleben will, muss aufpassen.
                  Ich habe noch nichts geschafft, denke jedoch, auf dem richtigem Weg zu sein.

                  Brasilien von Rio de Janeiro abwärts ist anders organisiert wie aufwärts.
                  SC ist wie Deutschland, Blumenau war schon immer blitzblank sauber,
                  mit Blumenkästen auf den Balkonen.
                  Wie Reit im Winkl, OHNE Arbeitslosligkeit, schon vor über 20 Jahren.
                  Dafür klebt aber auch ein ´Knöllchen´ an der Windschutzscheibe,
                  wenn man falsch parkt und die Mädels haben nicht den lieben Blick
                  und den aufrechten Gang, wie im Norden.
                  Ich hoffe, dass dieser Satz nicht wieder falsch verstanden wird.
                  Zudem sind im Norden die ganzährig angenhemen Temparaturen.


                  Felix hat recht, man sollte nicht zu viel über sich selbst schreiben.
                  Tipps werden nicht anerkannt, ein Beispiel, wie mein´s,
                  wie man hier vorwärtskommen kann, wird mit primtiven Beiträgen
                  beantwortet.
                  Allerdings, lieber Felix, bezahle ich mein Personal pünktlich,
                  aber das liegt daran, dass ich der Chef bin und nicht auf die Zahlungen
                  eines Häuptlings angewiesen bin, sondern auf Kundschaft.
                  Die Zahlungsmoral ist jedoch im allgemeinen unter aller Sau.
                  Als wir das Sitio renovierten, bezahlte der Baumeister seine Helfer und Materialen zum Schluss nicht mehr.
                  Es gab hier eine Riesenversammlung und aufgrund meiner Belege konnte ich nachweisen,
                  dass ich nicht Schuld hatte.
                  Der Holzdeckenbauer wollte die Holzdecke wieder herausrreissen,
                  er liess sie drin, wir verabschiedeten uns mit Handdruck.


                  Unsere Gessellschaft ist krank, fürchterlich krank, das spiegelt sich hier im Forum ganz klar und deutlich.
                  Ich hoffe, dass Kippe dadurch nicht das Handtuch wirft.
                  Zum Glück gibt es tolle, brasilieninteressierte Forumsteilnehmer, die Anzahl ist jedoch gering.

                  Gestern hat sich etwas ereignet, was ich in meinem letztem Beitrag beschrieben hatte:

                  Ein Fahrradfahrer wurde von einem Auto auf die Hörner genommen.
                  Der Idiot bremste nicht mal, der Fahrradfahrer wurde heute beerdigt.
                  Er war der Neffe der Familie vom Restaurante am Fluss, wo ich beteiligt bin.
                  Der Autofahrer wird nicht gesucht und zur Verantwortung gezogen.
                  Hoffentlich wird der Autofahrer nie den Aufprall vergessen, ich wünsche ihm die schlimmsten Alpträume.

                  Mein Job hat meine Schlafzeiten etwas verändert.
                  Teilweise sind Gäste bis 4 Uhr früh da,
                  trotzdem habe ich genug Zeit für meine Tochter,
                  es ist hier ganz einfach etwas anders, als in Deutschland.
                  Neto

                  www.itacare.com.br/pousada/encontrodasaguas

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                  • #79
                    Finger weg vom Forum!!!

                    Lieber Neto,
                    dein Kumpel, der damals den Posten für eine Chefsekretärin hatte, könnte jetzt u.a hier im Forum publizieren, dass in einer "befreundeten" dt-bras. Firma mit Sitz im Staat SP ein dt. Produktionsleiter mit 5000 Euro Gehalt fieberhaft gesucht wird. Könnte mir allerdings nicht vorstellen, wer hier aus dem Forum diese Stelle besetzen sollte, ausser vielleicht einer, aber der ruft mich sowieso ab und zu an, so dass er bald sein Vorstellungsgespräch haben wird.
                    Ansonsten hast du Recht. Ich rate dir nur dich auf deine Geschäfte zu konzentrieren anstatt deiner wertvolle Zeit in diesem unsinnigen Forum zu vergeuden. Du siehst ja, gedankt wird dir es sowieso nie - eher das Gegenteil.

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                    • #80
                      mach weiter

                      Hallo Neto,

                      ich möchte mich an dieser Stelle für deine Berichte bedanken.
                      Meine Frau (Brasilianerin) und ich haben ein zwiespältiges Verhältnis zu Brasilien. Sie möchte z.B. nie wieder in Brasilien leben, obwohl sie aus dem Mittelstand stammt und ihre Familie ein ausreichendes Einkommen hat. Vor dem nächsten Urlaub im Nordosten hat sie jetzt schon panische Angst.
                      Ich habe in Brasilien überwiegend negative Erlebnisse gehabt, ausser natürlich das ich meine Frau dort vor vielen Jahren kennengelernt habe.
                      Vielleicht sehe ich alles auch zu sehr kritisch was ich aus Brasilien von der Familie/Bekannten und aus der Presse erfahre.
                      Eine Auswanderung ist und bleibt bei dieser Entwicklung in Deutschland nach wie vor eine Option für mich, trotzdem ich einige Leute kenne die nach dem Sprung gescheitert sind, oder die es ein weiteres Mal in Brasilien versuchen.
                      Deine Bericht sind interessant und realistisch, also bitte weitermachen. Wir freuen uns schon heute über deinen nächsten Beitrag.

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