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Leben in Brasilien - wie anfangen?

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    Leben in Brasilien - wie anfangen?

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      Hallo,
      ich (39) war die vergangenen Monate in Brasilien unterwegs und bin begeistert von den Menschen und den Möglichkeiten, die das Leben dort bietet. Weil ich als Journalistin in Deutschland momentan schwere Zeiten durchlaufe, überlege ich, für einige Zeit nach Brasilien zu gehen. Als Lebensort könnte ich mir Curitiba oder Umgebung aber auch die Gegend zwischen Rio und Sao Paulo vorstellen. In Stadtnähe sollte es sein. Zwecks Arbeit. Eigentlich habe ich vor, als freiberufliche Journalistin weiterhin tätig zu sein (für deutsche Blätter) und zusätzlich für Firmen PR Arbeit zu übernehmen. Fernziel ist aber eine eigene Pousada. Mein Freund ist Brasilianer. Trotzdem brauche ich aber Hilfe. Wie komme ich an eine Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung, ohne heiraten zu müssen? Wenn ich nicht um eine Heirat herum komme, wie funktioniert das in Brasilien (im deutschen bürokratischen Heiratsdschungel mit Ausländern kenne ich mich bereits aus)...
      Am liebsten würde ich so schnell wie möglich die Segel hier streichen, spätestens aber bis Jahresende. Wer kann mir Tipps geben?
      beijos
      Elise
    • #2

      Re: Leben in Brasilien - wie anfangen?

      Gähn.

      Gruss Yenz

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      • #3

        Investiere doch einfach mal schnell 200 000US$ in eine eigene Firma (z.B. PR- Agentur) :idea:

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        • #4

          Oi Elise,
          ich glaube die Leute wollen andeuten, dass zu diesem thema hier schon viel geschrieben wurde, hast du mal die Suchfunktion benutzt? Im Wiki gibts dann auch noch Infos.
          cheers, marco

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          • #5

            Hallo Elise !

            Dazu gibt es ein paar Möglichkeiten !

            Entweder du heiratest, wie das vor sich geht kannst du sehr leicht vor Ort herausfinden, kommt auch drauf an wo du heiratest, entweder in einem kleinen Dorf oder ner grossen Hauptstadt, normalerweise müsstest du dort heiraten wo dein Freund wohnhaft ist.
            Was die Papiere dazu betreffen, so kommt es wie schon zuvor gesagt drauf an wo geheiratet wird, bei manchen Städten musst du sogar Führungszeugnis aus Deutschland bringen, bei anderen wiederrum nicht, normalerweise ist ein solches aus Brasilien nötig, sprich du musst dir so einen ausdrucken lassen und zwar das du bisher nichts in Brasilien angestellt hast, etc... ach ja auch ein beweis das du ledig oder geschieden, verwitwet bist etc... könnte notwendig werden... (in Brasilien ist dies halt immer relativ zu sehen, manchmal wird es verlangt und wenn man es in letzter Minute doch nicht dabei hat, wird halt ein Auge zugedrückt, vorsicht, nicht immer...)
            Da du ja einen brasil. Freund hast, denke ich das er dir hier sicher weiterhelfen kann, zumal er sich für dich schon mal vorab informieren kann.

            Nun, da du ja auch nachgefragt hast, wie du zu deinen Papieren (Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung) kommst und zwar ohne Heirat, na da gibt es auch mehrere Möglichkeiten.

            Zum einen das du als Investor auftrittst und mindestens 200.000 Dollar im Land investierst, genauer gesagt in deine Firma als Grundkapital.

            Oder aber, das du Schwanger wirst und dein Kind auf brasil. Boden zur Welt kommt, dann hast du als Mutter ebenfalls das Recht zur Aufenthaltsgenehmigung und im Anschluss der Arbeitsgenehmigung.

            Der schnellste Weg zur Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung zu kommen ist wenn man als Investor nach Brasilien geht, dafür braucht man aber mindestens 200.000 Dollar.
            Noch schneller geht es wenn man die Arbeitsgenehmigung durch einen Arbeitsplatz in Brasilien bekommt, dies ist jedoch ein recht schwieriger Weg, zumal man erst ne Firma suchen muss die einen auch gebrauchen kann und fÜr dessen Stelle kein Brasilianer in Fragen kommen kann.

            Wünsch dir auf jedenfall viel Glück und Erfolg in Brasilien.

            Bei weiteren Fragen stehe ich dir jederzeit zur Verfügung.

            Bis dann
            Alexander

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            • #6

              hallo elise,

              in brasilien gibt es schon die erfahrenen korrespondenten/journalisten jens glüsing, matthias mattussek, carl d. goerdeler, die für alle große deutsche zeitungen und zeitschriften artikel über südamerika verfassen. mit denen als konkurrenz wird es sehr schwierig werden, vor allem braucht man ja connections.
              die idee mit der pousada hatten schon hunderte. man braucht geld und glück und muss das land, leute und mentalität kennen. bist du sicher, dass du brasilien und das leben dort wirklich kennengelernt hast ?
              es ist nicht böse gemeint aber für eine 39jährige klingt das a bisserl naiv ;-)
              .vasco

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              • #7

                Zitat von vasco
                in brasilien gibt es schon die erfahrenen korrespondenten/journalisten jens glüsing, matthias mattussek, carl d. goerdeler, die für alle große deutsche zeitungen und zeitschriften artikel über südamerika verfassen. mit denen als konkurrenz wird es sehr schwierig werden, vor allem braucht man ja connections.
                Hahaha, gerade Matussek, der nach einigen Jahren immer noch kein Portugiesisch kann und der sich sein Material sehr offensichtlich aus den Fingern saugt, ist das beste Beispiel dafür, daß es eigentlich jeder Hempel schaffen kann... vorausgesetzt man hat entsprechende Kontakte zu Redaktionen. Matussek ist eine solche Lachnummer, daß sich schon mehrfach die brasilianischen Medien mit seinen tollen Texten beschäftigt haben. Glüsing und Goerdeler sind schon ein anderes Kaliber.

                Aber großen Hoffnungen würde ich mich an Elises Stelle auch nicht hingeben, weil südamerikanische Themen bei deutschsprachigen Zeitungen auf eher geringes Interesse stoßen.

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                • #8

                  @jorginho: die haben ihre themen fast immer aus den brasilianischen medien, das ist nichts neues. irgendwann ist mattussek mal interviewt worden und hatte bei dem interview einige portugiesisch-fehler gemacht, wahscheinlich beziehst du dich darauf. aber ich habe bis heute praktisch noch keinen deutschen kennengelernt, der perfekt portugieisisch spricht.
                  trotzdem geht es ja weniger um die qualität der artikel (über die man hier sicherlich streiten kann) sondern darum diese überhaupt an zeitschriften/zeitungen verkaufen zu können oder einen auftrag für eine reportage zu kriegen. und da sind die drei eben zur zeit ausser konkurrenz.
                  .vasco

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                  • #9

                    Zitat von vasco
                    die haben ihre themen fast immer aus den brasilianischen medien, das ist nichts neues.
                    Das ist wohl weitgehend richtig. Im Prinzip könnte man den Job mit Internetanschluß und vernünftiger Sprachkenntnis auch von Deutschland aus erledigen.

                    Zitat von vasco
                    irgendwann ist mattussek mal interviewt worden und hatte bei dem interview einige portugiesisch-fehler gemacht, wahscheinlich beziehst du dich darauf. aber ich habe bis heute praktisch noch keinen deutschen kennengelernt, der perfekt portugieisisch spricht.
                    Das stimmt nicht. Ohne seinen Sprachlehrer Antônio kann Matussek wahrscheinlich heute noch nicht selbständig Brötchen kaufen. Von Brasilianern, die ihn persönlich kennen, weiß ich, daß er immer wieder aufs Englische ausweicht. Und es gibt durchaus genug Deutsche, die sehr gutes bis perfektes Portugiesisch sprechen und schreiben.

                    Zitat von vasco
                    trotzdem geht es ja weniger um die qualität der artikel (über die man hier sicherlich streiten kann) sondern darum diese überhaupt an zeitschriften/zeitungen verkaufen zu können oder einen auftrag für eine reportage zu kriegen. und da sind die drei eben zur zeit ausser konkurrenz.
                    Das ist allerdings der Dreh- und Angelpunkt, da hast du Recht. Und da gebe ich Elise auch wenig Chancen, obwohl wir natürlich beide nicht wissen, über welche beruflichen Erfahrungen und Kontakte sie letztendlich verfügt. Journalist ist aber keine geschützte Berufsbezeichnung, so kann sich im Prinzip jeder nennen, der schon mal ein Aufsätzchen für eine Schüler-Postille verfaßt hat. Wäre interessant zu wissen, für welche Medien sie schon in welchem Bereich gearbeitet hat. Aber wenn sie schon in Deutschland "schwere Zeiten durchläuft", dann scheint der Wechsel nach Brasilien reine Illusion zu sein.

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                    • #10

                      @jorginho: ich habe brasilianer kennengelernt, die in d leben und fast akzentfrei und perfekt deutsch sprechen. deutsche, die in brasil leben habe ich bisher nur mit gebrochenem portugiesisch oder zumidnest sehr starkem akzent kennengelernt. in d habe ich noch nie einen deutschen getroffen, der richtig gut portugiesisch kann. auch hier im forum schreibt keiner ansatzweise fehlerfrei, ganz zu schweigen von den auswanderwilligen oder mit brasilianerinnen verheirateten, die ihre posts mit "gran abraco" oder "gracias" beenden. man kann sich doch wenigstens bemühen ;-)
                      .vasco

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