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      Nach der Doktorarbeit in Brasilien hängen geblieben
      Der frühere Regenwald-Sprecher des Heidelberger BUND setzt sich in Südamerika für den Verzicht auf Tropenholz ein

      Von unserem Redaktionsmitglied Tobias Grauheding

      Als er bei der Heidelberger Ortsgruppe des Bunds für Umwelt- und Naturschutz (BUND) in jungen Jahren noch Briefe an Baumärkte mit der Bitte schrieb, auf Tropenholz zu verzichten, ahnte Klemens Laschefski nicht, welche grundlegenden Veränderungen in seinem Leben dieses Engagement nach sich ziehen würde. Der tropische Regenwald hat den Neckarhausener nie wieder los gelassen und bestimmt mittlerweile am anderen Ende der Welt seine Arbeit. Seit Jahren setzt er sich in Brasilien für den Erhalt des artenreichen Lebensraumes ein und hat als Doktor der Geographie mit Lehrauftrag an der Universität von Minasgerais vor allem der Agrar- und Holzindustrie den Kampf angesagt.

      Als Zivildienstleistender beim Heidelberger BUND organisierte und begleitete er Anfang der 1990er Jahre noch diverse Umweltaktionen auf regionaler Ebene und wurde daraufhin zum bundesweiten Regenwald-Sprecher gewählt. "Unsere erfolgreiche Aktion gemeinsam mit Greenpeace Rhein-Neckar, den 'Bauhaus'-Konzern zum Verzicht auf Tropenholz zu bewegen, ließ mich erkennen, dass man als Umweltaktivist vor Ort viel erreichen und vor allem lostreten kann. Einige Zeit später hatten schon sechs weitere Baumarkt-Ketten ihren Tropenholz-Ausstieg erklärt", erzählt Dr. Laschefski rückblickend.

      Als BUND-Sprecher für den Regenwald war es ihm vergönnt, in Deutschland viel Aufmerksamkeit auf den Raubbau an der Tropennatur zu lenken. Und bei einer Veranstaltung der europäischen Waldbewegungen lernte er seine heutige Frau kennen. Die brasilianische Soziologin wollte für ihr Doktorarbeit herausfinden, was europäische Umweltschützer dazu bewegt, sich für Regenwälder, die tausende Kilometer entfernt sind, einzusetzen. "Vom Interviewopfer wurde ich zum Langzeitstudienobjekt", erzählt Laschefski. Die Soziologin nahm den in Heidelberg studierten Geographen mit nach Brasilien, wo er seinerseits Forschungen für eine Doktorarbeit unternahm - natürlich über den Regenwald. Herausgekommen ist ein Werk über den Sinn und Unsinn von Öko-Zertifikaten für Holz. Von 1999 an blieb Laschefski ganz in Brasilien und heiratete. Zwei Jahre später sprach er fließend portugiesisch.

      Als Dozent für politische Ökologie leitet der 42-Jährige an der Universität von Minasgerais - neben seiner Hochschultätigkeit - gemeinsam mit seiner Frau eine interdisziplinäre Arbeitsgemeinschaft, die sich um Machtverhältnisse bei Konflikten um die Landnutzung sorgt. "Zum Beispiel haben wir Menschen, deren Dörfer von einem Staudamm-Projekt bedroht wurde, in das Planfeststellungsverfahren eingebunden und es so geschafft, dass die Baupläne auf Eis gelegt wurden", erzählt Laschefski.

      Wie Umweltaktionen und Organisationsstrukturen funktionieren, konnte er beim BUND lernen: "Die Erfahrungen aus Heidelberg kann ich in Brasilien eins zu eins umsetzen." Während Laschefski einmal jährlich seine Familie in Neckarhausen besucht, ist er ein gefragter Referent. Zuletzt sprach er an Heidelberger Schulen über das Projekt "Heidelberger Wäldchen" im Süden Brasiliens, das er vor einigen Jahren startete. In einer Gemeinschaftsaktion mit einer brasilianischen Umweltorganisation forsten der BUND und das Agenda-Büro der Stadt Heidelberg einen dem Raubbau zum Opfer gefallenen Wald wieder auf. Pro 50-Cent-Spende wird ein Baum gepflanzt, verspricht der BUND. "Bislang wurden 50 Hektar aufgeforstet", berichtet Laschefski.

      Mannheimer Morgen
      6. November 2006

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