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Fragen zu Brasilien-Rundreise mit einem Kind

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  • #11

    Verkehr: wir Erwachsenen können uns umsichtig bewegen und Gefahren abschätzen. Kinder laufen nun mal auf die Straße. Zone30 oder Zebrastreifen gibt's (in meinem) Brasilien nicht. Der Autofahrer ist der Stärkere und waltzt alles nieder, was im Wege ist.
    Genauso Gefahren im Haushalt: können Erwachsene im Allgemeinen auch abschätzen. Was die Verarbeitung in und ums Haus angeht, oder auch auf den Straßen, ist (in meinem) Brasilien ein stets vorhandenes Gefahrenpotential. Nicht vergleichbar mit Dland.
    Für die Kakerlaken kann (mein) Brasilien nichts. Muss Kind nur lernen nicht zu essen ;-)

    Aber vielleicht bin ich da auch zu vorsichtig. Unsere Kindheit war auch gefährlicher und wir haben's überlebt...

    ##################Internetfund#################

    Eine launige Generationengeschichte, die mit den Worten beginnt:
    „Wenn du nach 1978 geboren wurdest, hat das hier nichts mit Dir zu tun ... Verschwinde!
    Kinder von heute werden in Watte gepackt ..."
    Geholfen hat alles
    Eine Kindheitserinnerung

    Wenn du als Kind in den 50er, 60er oder 70er Jahren lebtest, ist es zurückblickend
    kaum zu glauben, dass wir so lange überleben konnten! Als Kinder saßen wir in Autos
    ohne Sicherheitsgurte und ohne Airbags. Unsere Bettchen waren angemalt in
    strahlenden Farben voller Blei und Cadmium. Ganz zu schweigen vom Tapetenleim,
    dem Kleber des Linoleums oder den PVC-Dämpfen des Spannteppichs.
    Die Fläschchen aus der Apotheke konnten wir ohne Schwierigkeiten öffnen, genauso
    wie die Flasche mit Bleichmittel. Steckdosen, Schranktüren und Schubladen waren noch
    nicht kindersicher. Messer, Schere, Gabel und Licht wurden uns zwar verboten, aber
    meistens mussten wir uns erst einmal daran verletzen, um es zu glauben. Unsere
    Fahrräder, Roller und die Rollschuhe fuhren wir ohne Knie- und Armschützer und ohne
    Helm.
    Wir tranken Wasser aus Wasserhähnen und nicht aus Flaschen. Wahnsinn!
    Wir aßen fettige Schmalznudeln und frischgebackenes Brot mit fingerdick Butter drauf,
    dazu gab es überzuckerte Limonaden oder künst
    liches Sirupwasser. Übermäßig dick
    geworden sind wir deswegen nicht, weil wir immer draußen herumtobten. Wir haben zu
    fünft aus einer Limoflasche getrunken - und es ist tatsächlich keiner daran gestorben!
    Wir bauten Wagen aus Seifenkisten und entdeckten während der ersten Fahrt den Hang
    hinunter, dass wir die Bremsen vergessen hatten. Damit kamen wir nach einigen
    Unfällen klar. Wir verließen nach den Schularbeiten das Haus zum Spielen. Höchstens
    unterbrochen von Essenspausen kamen wir erst wieder heim, als es dunkel wurde und
    man den Fußball nicht mehr richtig sehen konnte.
    Wir waren nicht zu erreichen. Keine Handys. Unvorstellbar!
    Wenn es regnete, spielten wir bei Freunden Monopoly oder Mensch ärgere dich nicht,
    Mühle und Dame und ließen Matchbox-Autos in selbstgebastelten Städten fahren. Wir
    hatten keine Playstation, Nintendo, X-Box, Videospiele, 64 Fernsehkanäle, Filme auf
    Video oder DVD, Surround-Sound, eigene Fernseher, Computer, Internet-Chat-Rooms.
    Wir hatten Freunde.
    Wir gingen einfach raus und trafen sie auf der Straße. Oder wir marschierten einfach zu
    deren Heim und klingelten. Manchmal brauchten wir gar nicht klingeln und gingen
    einfach hinein. Ohne Termin und ohne Wissen unserer gegenseitigen Eltern. Keiner
    brachte uns und keiner holte uns. Wie war das nur möglich?
    Wir haben Fußball gespielt mit allem, was sich kicken ließ. Und wenn einer einen echten
    Lederball hatte, war er der King und durfte immer mitspielen, egal, wie schlecht er war.
    Um im Verein mitspielen zu dürfen,
    gab es Aufnahmeprüfungen, die nicht jeder
    bestanden hat. Wer es nicht schaffte, lernte mit der Enttäuschung umzugehen. Wir
    spielten Völkerball bis zum Umfallen. Manchmal tat es weh, wenn man abgeworfen
    wurde. Wir sind von Bäumen und Mauern gesprungen, haben uns geschnitten,
    aufgeschürft und haben uns den Arm gebrochen, manchmal sogar Zähne
    ausgeschlagen.
    Wir hatten Unfälle!
    Es waren einfach Unfälle, an denen wir schuld waren.
    Es gab niemanden, den man dafür verantwortlich
    machen konnte und vielleicht sogar noch vor den
    Kadi brachte. Wer erinnert sich noch an Unfälle?
    Unsere Knie und Knöchel waren von Frühjahr bis
    Herbst lädiert. Ein Schienbein ohne blaue Flecken
    gab es nicht.
    Wenn wir uns an Brennnesseln gebrannt oder uns
    eine Mücke gestochen hatte, haben wir entweder
    draufgespuckt oder des Nachbars Hund drüber
    lecken lassen oder draufgepinkelt. Geholfen hat alles.
    Wir haben gestritten, gerauft und uns geprügelt.
    Damit mussten wir leben, denn es interessierte die
    Erwachsenen nicht. Wir haben Spiele erfunden - mit
    Stöcken und Tennisbällen. Mit Ästen haben wir
    gefochten, und wir haben Würmer gegessen. Und die
    Prophezeiungen trafen nicht ein: Die Würmer lebten
    nicht in unseren Mägen für immer weiter, und mit den
    Stöcken stachen wir nicht besonders viele Augen aus.
    Manche Schüler waren nicht so schlau wie andere. Sie rasselten durch Prüfungen und
    wiederholten Klassen. Das führte nicht zu emotionalen Elternabenden oder gar zur
    Änderung der Leistungsbewertung. Unsere Taten hatten manchmal Konsequenzen. Und
    keiner konnte sich verstecken. Wenn einer von uns gegen das Gesetz verstieß, war klar,
    dass die Eltern ihn nicht aus dem Schlamassel herausholten. Im Gegenteil: Sie waren
    der gleichen Meinung wie die Polizei! So etwas!
    Unsere Eltern trauten uns zu, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Meistens hat es
    geklappt. Die paar Mal, die daneben gingen, zählen wir zu unseren Lebenserfahrungen.
    Unsere Generation hat eine Fülle von innovativen Problemlösern und Erfindern mit
    Risikobereitschaft hervorgebracht. Wir hatten Freiheit, Misserfolg, Erfolg und
    Verantwortung. Mit alldem wussten wir umzugehen.
    Und Du gehörst auch dazu.
    Herzlichen Glückwunsch!
    Rio de Janeiro ist eine Drecksstadt...

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    • #12

      Das Gute ist, dass mein Brasilien, bzw mein Maceió sich was Zebrastreifen und Respektieren des Zebrastreifen angeht, sich um 180° gedreht haben.

      Wenn man jetzt am Strand von Maceió Langläufer und die Stdassenseite wechseln will, muss man max. 100 m laufen, um einen Zebrastreifen zu erreichen. Noch vor 15 Jahren gab es zwei bis drei auf einer Strecke von vielleicht 4 km. Heute 20 - 30.
      Die sind mit Orangen Blinklicht gekennzeichnet und ich behaupte, dass 80% aller Autofahrer, zumindest an der Strandprolmenade, den Zebrastreifen respektieren.
      Aber immer noch, machen sie den Warn Blinker an, weil sie Schiss haben, dass ein Anderer - pleite und ohne Versicherung - hinten reinrauscht.
      Gruss aus Maceió
      Thomas

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      • #13

        Ich muss über die Rennstrecke Av. Lúcio Costa in Barra (RJ). Da bin ich ja alleine schon immer froh, heile rüber zu kommen.
        Und zuhause in der Baixada fahren sie eh wie Sau und nach Gefühl. Wie erwähnt: das Recht des Strärkeren...
        Dazu noch die latente Gefahr von Überfällen bzw. arrastões...
        Aber was soll man machen: wir müssen halt die Familie besuchen.
        Rio de Janeiro ist eine Drecksstadt...

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        • #14

          Der TE hat geschrieben, dass es sich um eine organisierte Reise über einen Veranstalter handelt. Da kann man sich diese Horrorszenerios getrost sparen, denn der Fahrer wird ganz sicher nicht seine Familie in der Baixada besuchen.

          Genau wegen solcher Threads überlegen Touristen dreimal, bevor sie nach Brasilien kommen und fliegen dann lieber nach Thailand oder auf die Kanaren.
          Man sieht sich,
          in der Unterschicht.


          http://lemi-buecher.de

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          • #15

            Zitat von Lemi Beitrag anzeigen
            dass es sich um eine organisierte Reise über einen Veranstalter handelt. Da kann man sich diese Horrorszenerios getrost sparen
            Einspruch... der Veranstalter wird sie ja wohl nicht 24 Stunden am Tag pampern. Ansonsten hätte er sich ja auch die Frage sparen können. Das heisst, dass sie wohl auch mal dem Straßenverkehr oder einer fliegenden Verdrahtung im Hotel ausgesetzt sein werden.
            Und ja: fragte man mich, ob ich mit Familie lieber nach Thailand oder Brasilien fliegen wollte, würde ich jetzt Thailand vorziehen. Ich fliege mit einem mulmigen Gefühl nach Br (RJ), gerade weil ich Verantwortung für meine Familie habe. Alleine habe ich keine Probleme mit Abenteuer & Co.
            Rio de Janeiro ist eine Drecksstadt...

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            • #16

              Brasilien ist eben nicht nur Rio. Ich habe soeben auch eine kleine Rundreise mit Freunden gemacht. Foz do Iguacu, Pantanal, Chapada dos Guimaraes, Pipa. Dabei habe ich nicht das geringste Gefühl von Unsicherheit gehabt. Zu keiner Zeit.

              Und wer vergreift sich schon an der Verkabelung der Dusche? Das Kind bestimmt nicht. Wohl nicht einmal der Vater. Warum auch?
              Man sieht sich,
              in der Unterschicht.


              http://lemi-buecher.de

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              • #17

                Damit meinte Ursinho die teils desaströsen Installationen in Bezug auf die Dusche, die das warme Wasser erzeugen soll.
                Und damit hat er natürlich Recht.

                Den Stromstoss holt man sich ja nicht in 2 Meter Höhe bei der fantasievollen Verkabelung, all zu oft ganz ohne Erdung, sondern am Wasserhahn.
                Gruss aus Maceió
                Thomas

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                • #18

                  Thomas, ich lebe nun schon fast 25 Jahre in Brasilien und bin schon kreuz und quer durch das Land gereist. Ich kenne Hotels und Pousadas in jeder Preislage, aber einen Stromstoß habe ich noch nirgendwo bekommen.

                  Warum sollte man den TE auf solche extrem unwahrscheinlichen Ereignisse hinweisen? Womöglich untersucht er jetzt vor jedem Bezug seiner Hotelzimmer die Verkabelung im Bad und holt sich dabei tatsächlich einen Stromschlag!?!?!?

                  Dann müsste man ihn auch darauf hinweisen, dass Brasilien mit ca. 8 Mio. Blitzen pro Jahr die höchste Blitzdichte der Welt hat und er natürlich von einem dieser 8 Mio erschlagen werden könnte.

                  Noch wahrscheinlich ist es, dass er im Amazonas von einem Piranha gefressen wird. Warum weißt niemand darauf hin?
                  Man sieht sich,
                  in der Unterschicht.


                  http://lemi-buecher.de

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                  • #19

                    Deine 25 Jahre und Dein "nie" erschlagen mich ja fast.

                    Ich bin 1993 Low Budged gereist, und hab einige Male in den entsprechenden Low Budget Pousadas eine "gewischt" bekommen. Natürlich nicht annähernd tödlich.
                    Gruss aus Maceió
                    Thomas

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                    • #20

                      Da bin ich bei Thomas, ist mir auch schon passiert, insbesondere wenn ich am Duschkopf von kalt auf warm oder umgekehrt stellen wollte, da haben die Dinger so einen vertikalen Schieberegler der meistens etwas klemmt und da bekommt man dann eigentlich regelmäßig einen geklatscht

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