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      Dieser Satz gilt meiner unwesentlichen Meinung nach wahrscheinlich weltweit, aber insbesondere in Brasilien.

      Man hätte auch den Titel wählen können “Wie lege ich eine Supermarktkasse zur Rush-Hour lahm”.

      Heute Nachmittag beim wöchentlichen Einkauf in der Reihe der Putzmittel einiges an “Haushaltschemikalien” mitgenommen und kurz vor Verlassen der “Putzmittelgasse” noch ein Sonderangebot gesehen: die gleichen Putzmittel, die wir eben 3 Meter weiter zurück mitgenommen hatten plus ein drittes der selben Firma im Dreierpack zum Zweierpreis:

      Sonderangebot: "Nimm 3 mit, bezahle nur 2"

      Na ja, kann ja nichts schief gehen, wenn man für das gleiche Geld der zwei Putzmittel, die man sowieso mitnehmen wollte, noch ein drittes geschenkt bekommt (so steht es auch klein im schwarzen Feld unter dem Aufkleber).
      Da ich aber die brasilianischen Pappenheimer schon kenne (da sieht man Packungen, da steht ganz groß drauf “NEU!! Jetzt neue Verpackung!” und winzig klein dann darunter “Jetzt statt 95 Gramm nur noch 76 Gramm (-20%)!” und das Ganze auch noch so aufgemacht, dass es aussieht, als würde der Kunde noch ein großes Schnäppchen machen, obwohl er bei gleich gebliebenem Preis im Prinzip eine Verteuerung um 20% heimlich untergeschoben bekommt!), mit der Packung ab zum Kontroll-Scanner (den der Laden nach viel Maulerei und mit fast einem Jahr Verspätung nach der gesetzlichen Frist dann doch mal anschaffte). Und noch Glück gehabt, denn meistens steht da im Display “IP address not recognized”, weil wieder einer den Stecker zum Netzwerk gezogen hatte.

      Piep…. R$ 6,69….. Moment!!! Wenn EIN 500 ml Pack dieser Putzmittel R$ 2,79 kostet, wie kommt dann dieser Preis zustande??

      Der Plan war gefasst: Mitnehmen und an der Kasse Terror machen. Schnell noch bei Frauchen Rücksprache gehalten, damit die nicht wieder vor Scham – weil der Männe es mal wieder wagt, das System “Brasilien” ad absurdum zu führen – und mitgenommen.

      An der Kasse dann die Putzmittel bis zuletzt aufgehoben und als die Kassiererin den 3er Pack am Scanner vorbeizog und schon die Summentaste gedrückt hatte, meinte ich, da wäre doch etwas bei dem letzten Artikel mit dem Preis nicht in Ordnung!

      Ein Gesicht spricht Bände: Der Kassiererin entgleisten so ziemlich sämtliche Gesichtszüge, als da ein Kunde die teure Elektronik der Scannerkasse zu bezweifeln wagte, und wollte natürlich wissen, was denn bitte nicht in Ordnung sei?

      Ich meinte darauf ganz ruhig “Na ja, der Preis! des letzten Artikels. Der Dreierpack würde doch mit dem Preis von ZWEI Artikeln angeboten, und EIN Artikel würde R$ 2,79 kosten, das wäre dann ein Preis von R$ 5,58 für ZWEI und damit für den Dreierpack, oder?”

      Das war zu hoch für sie, denn für sie gälte der Preis den der Computer gespeichert hätte.

      Inzwischen wurden die Kunden in der Schlange hinter mir langsam unruhig und die Kassiererin rief die Kassenaufsicht. Die kam dann auch prompt und nun durfte ich das ganze nochmals von vorne erklären. Die Kassenaufsicht dachte da schon etwas weiter, denn sie holte einen Taschenrechner heraus, gab 6,69 ein, teilte es durch 3 und zeigte mir stolz das Ergebnis: R$ 2,23 und das sei doch wesentlich preisgünstiger, als der Einzelpreis von R$ 2,79.

      Jetzt entgleisten mir so langsam die ersten Gesichtszüge und ich meinte, sie möge doch bitte den Marktleiter rufen, denn hier geht es doch darum, dass dem Kunden etwas vorgegaukelt würde, was er letzten Endes nicht bekommen würde.

      Das Volk maulte immer stärker in der Schlange hinter mir, die nächste Dame meinte, ich solle doch endlich den geforderten Preis bezahlen, damit es endlich weiterginge. Darauf setzte innerhalb der Schlange eine heiße Diskussion darüber ein, ob man denn nun alles kontrollieren solle, ob denn jeder Kunde übers Ohr gehauen würde usw.

      Der Marktleiter war dann allerdings nicht im Haus, der war “zu Mittag” (um 14:45 Uhr), aber sein Vertreter tanzte dann doch an. Wieder die Geschichte erklärt und ihm nur das Werbeetikett auf dem Dreierpack gezeigt und gefragt, warum man sich nicht an das halten würde, was als schriftliche Erklärung auf der Ware stehen würde. Man merkte, dass er irgendwie nervös war, denn offensichtlich war es doch peinlich, wenn an der Kasse vor etlichen Kunden ein offensichtlicher Beschiss auffliegt.

      Er meinte dann, natürliche bräuchten wir nur R$ 5,58 zu bezahlen, das sei bestimmt ein Eingabefehler gewesen, als der Preis in den Computer aufgenommen wurde. Also musste er mit seiner “Mastercodekarte” an die Kasse, und gab – man sah förmlich, dass es ihm unangenehm war – wieder R$ 1,11 ausbuchen.

      Ich möchte nicht wissen, wie viele Male dieses “Sonderangebot” und ähnliche von anderen Kunden gekauft wurden und werden, OHNE zu überlegen und nachzurechnen!

      Kann aber auch sein, dass die meisten genauso gut rechnen können, wie die Kassenaufsicht!

    • #2
      AW: Achten Sie bei Sonderangeboten auf den wirklichen Preis!

      So langsam verstehe ich, warum so viele Deutsche in Brasilien ermordet werden.

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      • #3
        AW: Achten Sie bei Sonderangeboten auf den wirklichen Preis!

        Leider lassen sich die Brasilianer viel zu viel gefallen, das gilt in jeder Hinsicht. Diese Preisbetruegereien in den Supermaerkten sind nur das geringste.

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        • #4
          AW: Achten Sie bei Sonderangeboten auf den wirklichen Preis!

          wo wird den in BR nicht beschissen????? In DE übrigens auch, abgesegnet
          von der EU Bürokratie - Verpackungen mit "krummen" Füllmengen, zum Glück gibt es aber winzigklein zB den Kilo/Literpreis am Regal... da müßte
          man auch mal nachrechnen....
          Probleme sind auch keine Lösung

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          • #5
            AW: Achten Sie bei Sonderangeboten auf den wirklichen Preis!

            Aber auch ALLES gegen den Willen des Volkes und für die Wirtschaft. Danke EU!

            Preiserhöhungen - Nachrichten Wirtschaft - WELT ONLINE
            Rio de Janeiro ist eine Drecksstadt...

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            • #6
              AW: Achten Sie bei Sonderangeboten auf den wirklichen Preis!

              Ich finde hebinhos Vorgehen nicht ungewöhnlich. Wie oft stand ich an einer Kasse und wegen fehlender oder falscher Preise mußte man ewiglich warten, allerdings hat nie jemand in der Schlange hinter mir oder anderen lautstark gemeckert, auch wenn das manchmal nötig wäre.

              Was mich mehr nervt ist der Zirkus mit den Schecks und Karten die immer wieder Zeit kosten, ich zahle ja bar, aber bisher sah ich erst in einem einzigen Supermarkt in BR Kassen nur für Barzahler.

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              • #7
                AW: Achten Sie bei Sonderangeboten auf den wirklichen Preis!

                Das mit den Barbezahlerkassen faende ich auch super. Leider hab ich in 17 Jahren Maceió noch keine gesehen.

                Wenn dann vor dir der Einkaeufer fuer R$ 8,69 seine Hipercard zueckt, sich natuerlich auch weigert seine 3 Artikel selbst in einen Einkaufsbeutrel zu packen, den es noch umsonst gibt, schieb ich einen meiner Riesenhaelse.

                Aber dann erinnere ich mich doch irgendwann, bevor ich gaenzlich explodiere, an Hebinhos Spruch: "Brasilien ist nicht tropisches Deutschland"...

                Bei der Kartenzahlorgie der Brasilianer denke ich sofort an das teuerste Handy, obwohl kein "Futter" im Kiehlschrank ist oder an die Anhaengerbox, die mein Haus mitbeschallt. Penisverlaengerungen allesamt...
                Gruss aus Maceió
                Thomas

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                • #8
                  AW: Achten Sie bei Sonderangeboten auf den wirklichen Preis!

                  Barbezahlerkassen??

                  Inzwischen ist doch schon fast jeder Tante-Emma-Laden an das RedeCard-System angeschlossen! Natuerlich nimmt jede Kassiererin neben der Karte auch noch Bargeld an, aber beispielsweise finde ich es immer ganz gut, mit der "cartão débito" egal wo bezahlen zu koennen.

                  Und in eigentlich allen Laeden bekomme ich den gleichen Rabatt, wie mit Bargeld, denn mit der Buchung in der Maschine ist das Geld auf dem Empfaengerkonto. Und die Gebuehren fuer den Ladeninhaber sind bei den Zahlungen mit der "cartão débito" wesentlich geringer, als bei Kreditkarten.

                  Einige Banken haben darueber hinaus sogar ein Punktesystem, wenn man per Bargeldkarte bezahlt, so kamen bei uns auf die Weise mit der BdB-Karte in 2009 gratis fuer eingeloeste Punkte ins Haus: 1 Dreimann-Iglozelt, 1 Entsafter und zwei 2-GB-USB-Sticks. Warenwert wesentlich ueber dem, was die BdB fuer die Karte an Gebuehr verlangt.

                  Um wieder auf die Sonderangebote zurueckzukommen:
                  Was viele Erstmals-Brasilien-Aufschlaeger auch nicht wissen, ist die Tatsache, dass in den brasilianischen Supermaerkten die groessere Ausfuehrung eines Artikels nicht unbedingt billiger ist!

                  Waschpulver: 2 Packungen zu je 500g sind billige, als eine zu 1kg
                  Toddy (Kakaopulver): zwei 400g-Dosen sind billiger, als eine mit 800g (nur die 2kg-Packung ist in der Regel wieder billiger, als fuenf 500g-Dosen).

                  Ich koennte ja noch eine nette Geschichte bringen, ueber die roten Markierungen in den Tiefkuehltruhen und was die fuer brasilianische Supermarkt-Angestellte bedeuten, aber dann bekomme ich gleich zur Antwort "Hebinho, es ist ein Wunder, dass du noch nicht erschossen wurdest".

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                  • #9
                    AW: Achten Sie bei Sonderangeboten auf den wirklichen Preis!

                    Wer wird sich denn wegen der paar centavos aufregen? Bei meiner Lieblingskassiererin zahle ich immer bar. Sie hat mir mal auf einen R$20 Schein R$35 herausgegeben. Ich habe sie natürlich darauf hingewiesen.
                    Inzwischen reklamiere ich nur noch, wenn sie sich zu meinen Ungunsten irrt. Ich meine, ich muss mich ja nicht mit Gewalt als Gringo outen.

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                    • #10
                      AW: Achten Sie bei Sonderangeboten auf den wirklichen Preis!

                      wer profitiert von den "Millionen"?

                      Auch so eine Sache die mir aufgefallen ist.... 1 - 2 Centavos gibt es nicht
                      als Wechselgeld zurück.... nicht einmal mehr Kamellen gab es zum Ausgleich. Vielleicht ein kleines Zubrot für die Kasse am Tagesschluß?
                      Probleme sind auch keine Lösung

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