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  • #11
    Ich kann mich nur wiederholen: Hammer, was du für ein Wissen hast und das hier mit uns teilst. Schonmal an Consulting gedacht? rsrs

    Zitat von Ecoon Beitrag anzeigen
    Also vorneweg: Das ist keine konkrete ANlageberatung, nur meine eigenen Erfahrungen. Und alles bei mir schon so durch die Steuer gebracht mithilfe eines Steuerberaters. Abgesegnet von der RF. [...]
    Ist ok. Disclaimer muss sein Meine Steuerberaterin hat mir ebenfalls eingebläut, bloß alle Dokumente bei eventuellen Trades und (Ver)käufen aufzubewahren und monatlich meine Steuer abzuführen.
    Beides mache ich von Haus aus sowieso für meine MEI und persönlichen Finanzen. Excel ist dein Freund.

    Zitat von Ecoon Beitrag anzeigen
    Gemeinsam:
    Steuern müssen selbst ermittelt und spätestens am Ende des Folgemonats abgeführt werden. Dabei ist die Art der Berechnung des Capital Gains anders. Es wird im Prinzip ein gewichteter durchschnittlicher Anschaffungspreis ermittelt und bei einem Verkauf dann gegengerechnet. Also nicht das First-In-First-Out Prinzip wie in D. Es ist auch egal, ob du das gleiche Produkt/Aktie in unterschiedlichen Depots liegen hast um das FIFO-Prinzip zu umgehen/beeinflussen.
    Ok, das Carnê Leão kenne und nutze ich bereits. Das mit dem durchschn. Anschaffungspreis ist interessant. Danke. Das FIFO-Prinzip in D habe ich nie genutzt.

    Zitat von Ecoon Beitrag anzeigen
    Brasilien:
    Aktien (und damit ist immer der Capital Gain gemeint) werden bei Daytrade mit 20% und ansonsten mit 15% besteuert. Andere Produkte (wie beispielsweise Fonds) werden gestaffelt nach Haltedauer besteuert (im besten Fall nach 3 Jahren eben 15%). Pro Monat darf man steuerfrei bis zu 20.000R$ Verkaufsumsatz haben, ohne dass man darauf Steuern abführen muss.
    Verkauft man für 20.001 R$ Aktien unterliegt der gesamte Verkauf der Kapitalertragssteuer!
    Dividenden aus Aktien sind komplett steuerfrei.

    "Ausland":
    Es wird nicht zwischen verschiedenen Anlageformen unterschieden, alles mit einem "Sachwert" ist Anlagevermögen. Also Gold, Autos, Uhren, Aktien oder eben auch ETFs. Der Capital-Gain wird pauschal mit 15% versteuert.
    Einnahmen im Ausland, also Einkommen aber auch Dividenden oder Zinserträge werden wie Einkommen behandelt und mit dem persönlichen Steuersatz verrechnet. Interessant dabei ist, dass es ja auch in Brasilien eine Steuerprogression gibt und scheinbar jede Einkommensart ihre "eigene" Progression bekommt. Sprich für dein Gehalt (D und BR gemeinsam!) kannst du einmal diese Progression geltend machen, für deine Einkünfte aus Dividenden noch ein weiteres Mal und das bedeutet, dass die ersten 1903R$ in Dividenden pro Monat quasi auch Steuerfrei sind Darüber sind es dann 7,5% usw (halt nach der Einkommensteuertabelle).

    Wie in Brasilien sind im Ausland 35.000R$ pro Monat Verkaufsumsatz steuerfrei. Hier muss man bei der Berechnung etwas aufpassen, weil die Anschaffung und der Verkauf mit dem jeweiligen Tagesgültigen R$-USD Handelskurs berechnet werden muss. So schöpfen die Brasis auch Gewinne durch "versteckte" Devisengeschäfte mit ab.
    Ok, zusammenfassend mit der Ergänzung von Vincent weiter unten:
    Anlagevermögen Monatlicher Umsatz Capital Gain nach Haltedauer
    ETF/Fond in BR Ab dem ersten Real Von 22,5% (6m) bis 15% (3a)
    ETF/Fond in D Bis R$35.000 steuerfrei Ab R$35.001 15% auf alle Anlageformen
    Aktien in BR Bis R$20.000 steuerfrei 20% Day-Trade, sonst ab R$20.001 mit 15%
    Aktien in D Ab dem ersten Real* Ab dem ersten Real* mit 15% auf alle Anlageformen
    Dividenden in BR - Steuerfrei
    Dividenden in D - Bis R$1903 steuerfrei*; dann nach Bras. Progessionstabelle
    *Berechung über Umrechnung über US$

    Jede Einkommensklasse hat Ihre eigene Steuerprogression:
    1. Gehalt in BR und aus D (umgerechnet über US$)
    2. Einkünfte aus Dividenden

    Keine Verlusttöpfe zwischen Anlagevermögensarten sowie BR und D
    Verluste in BR kann man nicht mit Gewinnen in D verrechnen und vice-versa
    Anlagevermögen von vor 2017 ist für immer Steuerfrei
    ---
    Richtig?

    Zitat von Ecoon Beitrag anzeigen
    Anlagestrategisch bietet sich für D also an:
    1. ETFs auf verschiedene Indizes oder Themengebiete, dabei ausschüttende ETFs nehmen, da Dividenden bis 1903R$ im Monat (und die muss man erstmal bekommen) ja steuerfrei sind. Würde man thesaurierende ETFs nehmen, dann müsste man am Ende ja auch auf die reinvestierten und im ETF "verbuddelten" Dividenden 15% Steuern bezahlen.

    2. Pro Monat knapp unter 35.000R$ deines ETFs mit der besten Performance umschlagen. Dabei Firma A verkaufen und Firma B wieder kaufen (Also beispielsweise einen Nasdaq ETF von iShare verkaufen und wieder einen von Amundi kaufen). Hintergrund ist die Art der Berechnung des Gewinns. Der Wiederkauf des gleichen ETFs würde technisch gehen, man müsste dann aber den neuen gemittelten Anschaffungspreis als Referenz nehmen und das wurde den möglichen steuerfreien Gewinn mindern
    Davon abgesehen rechnet es sich leichter.
    Hast du einen komplett verkauft, kannst du es je wieder umgedreht machen, also Firma B verkaufen und Firma A kaufen.
    Auch umgeht man das Problem, dass man nicht gleichzeitig eine Verkaufsorder und Kauforder über das gleiche Papier offen haben sollte. Das kann schnell Ärger geben (Kursbeeinflussung und so -> strafbar).

    3. ALLES haarklein in Tabellen führen, dabei zwischen D und BR unterscheiden. Ich nehme an, du hast einen Steuerberater. Nicht vergessen, dass du Gewinne quasi Monatsweise versteuern musst.
    Die Berechnungen der Brasilianischen Broker auf deren Websiten (Gewinn/Verlust) kannst du komplett vergessen, die stimmten bei mir nie. Nur auf eigene Unterlagen verlassen!
    Die Brasis führen das ALLES in GCAP-Programm. Such da mal nach, lade dir das runter und schau dir das an. Dein Steuerberater wird das auch nutzen.
    Die Steuern werden über DARFs bezahlt, das sind eine Art Boletos. Man kann das unter Angabe der Nummer in Banking Apps bezahlen, oder GCAP generiert diese DARFs auch, aber auch hier aufpassen. GCAP rechnet manchmal bissi komisch, vor allem wenn man Aktien in mehreren Tranchen gekauft hat und nun nur einen Teil verkaufen will. Mais complicado

    Auch Dinge die Steuerfrei sind, müssen über das GCAP angegeben werden und dann später in der Steuererklärung.
    1. Ok, macht Sinn und ist interessant. Ich bin in meinem Alter noch dabei, Kapitel aufzubauen und das erst in der Rente anzufassen. Die rund 7% p.a. Zuwachs beim MSCI World möchte ich auch für die Dividenden nutzen, daher, denke ich, dass ich mit einem Thesaurierenden ETF besser fahre. Ob ich dabei am Ende gegenüber der Dividendenstrategie dann absolut mehr Geld rausbekomme muss ich noch durchrechnen.

    Als Alternative könnte man aber nebenbei einen ausschüttenden ETF in D besparen und in Abhängigkeit zum Wechselkurs "voll machen", bis ich die monatlichen steuerfreien R$1903,00 (~310,00€) rausbekomme.

    2. Wenn ich das richtig verstehe kann man damit Gewinne "in R$35k-Stücken" zwischen verschiedenen ETFs steuerfrei bekommen. Dazu bräuchte es aber dann monatliches Monitoring der Performance und kein Buy-and-Hold mit simpler Sparrate. Richtig? Das bräuchte ich aber erst, wenn ich das Geld mittelfristig nach Brasilien transferieren möchte, oder?

    3. Guter Tipp, danke. DARFs kenne ich schon. GCAP nicht. Schaue ich mir auf jeden Fall an.

    Zitat von Ecoon Beitrag anzeigen
    Ich muss halt tagesaktuell dran kommen. Poupanca ist halt steuerbefreit, CDB wird da regressiv besteuert und lohnt nur, wenn man auf lange Sicht fährt. Wie gesagt, mein Plan ist, die Knete aus BR zu ziehen und halt den Teil zu behalten, den ich hier fürs Leben brauche/will.
    Das verstehe ich natürlich. Jeder nach seinen Bedürfnissen. Für mich ist der CDB als vor Inflation geschützter Notgroschen, falls ich schnell an Reais kommen muss.

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    • #12
      Gerade gelesen. Sieht so aus, als ob sich jetzt viel ändert. Unter anderem: Besteuerung von Dividenden von großen Unternehmen
      A Câmara dos Deputados aprovou nesta quarta-feira (1º), com 398 votos favoráveis e 77 votos contrários, o texto base da reforma do IR (Imposto de Renda). A proposta reduz os tributos para empr

      Kommentar


      • #13
        Das FIFO-Prinzip in D habe ich nie genutzt.
        Das hat die Bank für dich gemacht, kommt nämlich immer zu Anwendung. Man konnte das nur in gewisser Weise beeinflussen, indem man das über verschiedene Depots führt. Wie gesagt, im BR Steuerrecht keine Relevanz, Im Deutschen teilweise, wenn man beispielsweise Aktien angeschafft vor 2009 halten will aber auch welche danach hat, etc. etc.

        Aktien in D Ab dem ersten Real* Ab dem ersten Real* mit 15% auf alle Anlageformen
        Aktien in D werden als Anlagevermögen betrachtet und zählen damit zu diesen 35.000 R$ Freigrenze. Also du kannst auch ETFs und Aktien gemischt verkaufen, solange du unter 35.000 R$ bleibst, sind die steuerfrei.
        Es gibt noch eine Einschränkung, die wohl gilt, wenn man Aktien "direkt" (es sind wohl OTC-Geschäfte gemeint) verkauft. Ich bin da nicht 100%ig sicher, mein Steuerberater meinte, es wäre egal, die 35.000 R$ gelten immer. Ich handel aber immer die "normalen" Handelsplätze, also hat das auch für mich persönlich keine Relevanz.

        Jede Einkommensklasse hat Ihre eigene Steuerprogression:
        1. Gehalt in BR und aus D (umgerechnet über US$)
        2. Einkünfte aus Dividenden
        Ich sag mal vorsichtig ja, hier gibts was Brasilianisches dazu:
        https://www.infomoney.com.br/minhas-...e-ir-dos-bdrs/
        Unter Dividenden.
        Ich kann aus der Praxis berichten, dass ich einmal rund 100€ Dividenden bekommen hatte und diese auch deklariert hatte und mein Steuerberater meinte, ich müsste dafür keine Steuern abführen, weil Dividenden aus dem Ausland eben erst ab 1903 R$ besteuert werden.
        Ich habe mir den Rest dann zusammenkombiniert. Aber wie gesagt, ist auch genau so durch die Steuererklärung gegangen.

        Anlagevermögen von vor 2017 ist für immer Steuerfrei
        Das hatte ich wohl falsch ausgedrückt. Anlagevermögen (und darunter fallen Aktien und ETFs und so) die du vor deinem Zuzug NACH Brasilien und damit deiner Brasilianischen Steuerpflicht besessen hast, sind steuerbefreit. Also auch alle Kursgewinne auf genau diese Anteile auch wenn diese quasi nach deinem Umzug anfielen.
        War in deinem Fall halt 2017, aber de gehts um das genau Datum und eben der Übergang der Steuerpflicht.

        Die rund 7% p.a. Zuwachs beim MSCI World möchte ich auch für die Dividenden nutzen, daher, denke ich, dass ich mit einem Thesaurierenden ETF besser fahre.
        Kannst du ja, musst halt das Geld wieder in den gleichen Fonds anlegen. Nur hast du so eben einen zusätzlichen steuerfreien Betrag, wobei es da nicht um Umsatz sondern eben Gewinn geht. Bei wiederanlegenden Fonds wird das Geld dann ja Fondsintern wiederangelegt und deine Anteile bleiben in der Zahl gleich, mit dem Effekt, dass du bei einer Veräusserung eben auch auf die zusätzliche "Performance" durch die reinvestierten Dividenden 15% Steuern abführen musst.
        Das sparst du dir, wenn du <1900R$ bleibst und das "von Hand" anlegst.

        Dazu bräuchte es aber dann monatliches Monitoring der Performance und kein Buy-and-Hold mit simpler Sparrate. Richtig? Das bräuchte ich aber erst, wenn ich das Geld mittelfristig nach Brasilien transferieren möchte, oder?
        Du kannst schon nach dem Prinzip des Buy-and-Hold eben long gehen, nur wälzt du zwischenzeitlich eben immer etwas um, aber das hat ja prinzipiell nichts mit der Anlagestrategie sondern mit steuerlichen Gegebenheiten zu tun.
        Du kannst natürlich auch einfach einen ETF nach dem anderen Umschlagen, das ist letztendlich egal. Der Effekt macht sich aber wegen dem Limit im Umsatz und nicht im Gewinn eben besonders bei den Highperformern bemerkbar, weil dort ja der Gewinnanteil höher ist und damit auch der Anteil, den man eben an Steuern nicht abführen muss.

        Keine Ahnung, warum das mit einem Transfer nach BRasilien zu tun haben soll. Meine deutschen Depots werden NIE nach BR gehen, aber von mir gemonitored und eben so umgewälzt. Ich bin ja in BR steuerpflichtig und nicht mehr in D.

        ACHTUNG: Solltest du kurzentschlossen nach D zurück gehen und wieder in D steuerpflichtig werden wollen, DANN gilt für den deutschen Fiskus der "historische Anschaffungskurs". Denen ist egal, ob du beim Kauf in Brasilien steuerpflichtig warst, deswegen vor einem Rückzug das komplette Depot liquidieren und die 15% auf den dann anfallenden Gewinn bezahlen. Natürlich nur für die ETFs die du während deiner Zeit in BRasilien angeschafft hast, die anderen waren ja ohnehin steuerfrei.
        Wenn man dann wieder in D ist, kann man alles neu kaufen und dann geht der Zähler von neuem los.

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