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Verkabelung im Haus - Erdung - FI - Diverses

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      Hallo aus Frankfurt.

      Eine Frage an Elektrotechniker und begabte Bastler:

      Angeregt durch die "Duschkopf" Diskussion stellt sich mir als altem Elektro-Bastler eine Frage:

      In Deutschland waren zur der Zeit als ich Elektrotechnik studiert habe (...vor 20Jahren...) die 5 Leitungen in etwa so bezeichnet:

      L1 (Außenleiter 1 - Farbe: schwarz)
      L2 (Außenleiter 2 - Farbe: schwarz)
      L3 (Außenleiter 3 - Farbe: braun)
      N (Neutralleiter - Farbe: blau)
      PE(Schutzleiter - Farbe: gelb/grün)

      Nun habe ich schon aus Neugier die eine oder andere Steckdose in NordOst Brasilien aufgeschraubt und z.B. an einer eigentlich 3poligen Steckdose nur ein rotes und ein weisses Kabel entdeckt. Ich hatte keinen Phasenprüfer dabei und wollte auch nicht mit einem nassen Finger improvisieren, aber ich vermute mal Rot ist "Saft" und Weiss is "nix" und Erdung ist offensichtlich nicht bei der Ausbildung des Installateurs vorgekommen...klassische Nullung offensichtlich auch nicht...

      Gibt es in Brasilien "genormte" Bezeichnungen und Farben für die Leitungen? Genormte Querschnitte (3*1,5², 5*2,5² usw.) Gibt es eigentlich Vorschriften ob man Kupferkabel mit einem Mindest-Querschnitt oder wie hier im Bild Litze verwenden darf/soll/muss/kann.

      Wenn die Leitungen nicht in fliegender Verdrahtung unter den Dachziegeln als Wäscheleine mißbraucht werden sondern "unter Putz" bzw. irgendwo im Mauerwerk versteckt liegen: Hält man sich in Brasilien daran nur horizontal und vertikal zu verlegen mit Mindestabständen zu Tür, Decke, Wand usw. ?

      Ich glaube, wenn ich wirklich mal selbst ein Haus baue würde ich mir die alte VDE01000 nochmal durchlesen und NYM und FI-Schalter aus Deutschland importieren und selbst installieren...
      Wobei ich mich dann natürlich frage, ob meine Nachbarn aufgrund der eventuell auftretenden Schrittspannung um meinen Erdungspunkt vor dem Haus herum reihenweise umfallen... )

      Ralf
      Angehängte Dateien

    • #2
      Hallo Ralf 1963.

      Es gibt sicherlich Normen und Vorschriften - die kennt aber keiner und erst recht hält sie keiner ein. So wie auf Deinem Foto ist es Standard.

      3x1,5 oder ähnliches habe ich noch nicht gesehen. Es werden immer einadrige Kabel in Leerrohren verlegt, dabei wird meistens ein Querschnitt von 2,5mm verwendet. Das ist auch gut so: Bei dem, was ab und zu so an einer einzigen Dose dranhängt, würde es bei nur 1,5mm wohl ganz schön rauchen.

      Wenn es tatsächlich mal eine Erdung gibt, wird dafür ein x-beliebiges Kabel verwendet, obwohl es eigentlch grün sein müsste (an den besagten Duschköpfen ist das Erdkabel auch grün). Ansonsten sollte tatsächlich das rote Kabel der Leiter sein. Für Null wird oft weis aber auch oft schwarz verwendet.

      Man braucht sich auch nicht zu wundern, wenn das Kabelflickwerk auf dem Weg vom Zähler bis zum Stromabnehmer aus mehreren Farben besteht, durch Isolierband miteinander verbunden. Es wird eingebaut, was gerade zur Hand ist.

      Bei Unterputzverkabelung musst Du durchaus damit rechen, dass die Leerrohre den kürzesten Weg nehmen, also kreuz und quer über die Wand verlegt sind.

      Bei mir steht der Kauf einer Waschmaschine an. Bei der Suche nach einem geeigneten Gerät fiel mir auf, dass die Händler bei allen Brasilianischen Geräten eine eindringliche Warnung aussprechen: "Nach dem Waschgang eine Stunde warten und erst dann öffen, ELEKTROSCHOCKGEFAHR".
      Lediglich bei ausländischen Herstellern, z B. Elektrolux, Bosch, fehlt dieser Hinweis.

      Offensichtlich ist elektrische Sicherheit in Brasilien ein Fremdwort.

      Gruss Flips :exclamat: :idea:

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      • #3
        Ja, Danke! So ungefähr hatte ich es mir auch vorgestellt. Nun, das macht es eben ein bisschen "Spannender" wenn man was anschließen will...

        Ich such übrigens auch gerade eine Waschmaschine (Nein, keine Empregada...).

        Ich hab mir die LAVAROUPA ELECTROLUX LE750 ausgesucht...allerdings nur, weil das die einzigste ist, die bei Bompreco.com.br im Onlineshop interessant aussieht.

        Wenn du eine gute Waschmaschine gefunden hast, dann lass es mich bitte wissen. Frontlader bevorzugt.

        Ich bin ab Dienstag auch in Jaboatão und habe vor im März eine Maschine in Recife zu kaufen und dann mitzunehmen nach Triunfo/PE (rund 400Km auf der BR-232). In der Hoffnung dass die Drähte in den Wänden nicht anfangen zu glühen...

        Ralf

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        • #4
          Oi Ralf,

          wir haben uns und vor etwas mehr als 2 Jahren, eine BOSCH Professional für R$ 730,00 bei "Arapuã" zugelegt und sind
          damit sehr zufrieden.

          Gruss
          Jarbas
          Angehängte Dateien
          sigpic

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          • #5
            Zitat von Ralf1963
            Ja, Danke! So ungefähr hatte ich es mir auch vorgestellt. Nun, das macht es eben ein bisschen "Spannender" wenn man was anschließen will...

            Ich such übrigens auch gerade eine Waschmaschine (Nein, keine Empregada...).

            Ich hab mir die LAVAROUPA ELECTROLUX LE750 ausgesucht...allerdings nur, weil das die einzigste ist, die bei Bompreco.com.br im Onlineshop interessant aussieht.

            Wenn du eine gute Waschmaschine gefunden hast, dann lass es mich bitte wissen. Frontlader bevorzugt.

            Ich bin ab Dienstag auch in Jaboatão und habe vor im März eine Maschine in Recife zu kaufen und dann mitzunehmen nach Triunfo/PE (rund 400Km auf der BR-232). In der Hoffnung dass die Drähte in den Wänden nicht anfangen zu glühen...

            Ralf
            Hallo Ralf....

            Diese Waschmaschine kann ich Dir nur bestens empfehlen!!!! Habe diese mir vor 2 Jahren gekauft und bin BESTENS damit zufrieden.... Als Beispiel, bei uns laeuft diese Elektrolux in der Pousada jeden Tag mindestens 6-7 Stunden im Dauereinsatz und das schon 2 Jahre ohne Problem....

            FI Schutzschalter und elektrische Duschkoepfe funktionieren in Brasilien nicht zusammen....


            Liebe Gruesse aus Canoa Quebrada....

            Mani

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            • #6
              Moin.
              Mit der Dusche hatte ich noch keine Probleme.
              In Brasilien gibt es übrigens auch FI Schalter von Siemens.
              Allerdings habe ich nur 0,3A Schalter gesehen.
              Das ist für Personenschutz nicht ausreichend, diese Art wir zum Brandschutz eingesetzt.

              Zum Personenschutz braucht man Schalter die bei 0,03A auflösen. Ist bestimmt ein gutes Mitbringsel. Dazu muss aber das ganze Netz 3 adrig sein. Eine Nullung ist nicht drin.

              Bei Waschmaschinen kann ich noch keine Erfahrung weitergeben. Ich habe mir letztes Jahr verschiedenen angesehen aber noch keine gekauft.
              Aber die Bosch hat mir auch am besten gefallen.
              Die Top Lader sind wohl durchweg nicht zu gebrauchen

              Christian
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              • #7
                Also im Prinzip kann ich Ralf 1963 nur recht geben: am einfachsten dürfte es tatsächlich sein, bei einem Neubau von der Zuleitung zum Haus her alles "richtig" zu installieren:

                - Fette und lange Erdungsstäbe, um vernünftige Erde zu bekommen,
                - einen anständigen Verteilerkasten im Haus mit Sicherungsautomaten, FI-Schalter und allem was so - in D - üblich ist,
                - Dann ab der Einspeisung alles mit dreipoligen Unterputzleitungen und passenden Steckdosen/Schaltern

                Die entsprechenden Installationsmaterialien gibt es inzwischen in den Baumärkten der Großstädte, auf dem Landbleibt nichts anderes übrig, als den Baumarktheini seine Kataloge rauskramen zu lassen und die entsprechenden Materialien über den Baumarkt zu bestellen.

                Ist so gut wie alles erhältlich, nur "braucht" das hier anscheinend keiner (Kosten und komplizierter als das übliche "gypsy wiring"!

                Bei einer Waschmaschine mit Heizung sollte man aufjeden Fall die Installation an der Anschlussstelle prüfen (Drahtquerschnitt), denn sonst bringt die Heizung so gut wie nichts, weil diese Steckdose meistens jene ist, die am weitesten von Einspeisepunkt des Hauses entfernt liegt und somit der Spannungsabfall beim Einschalten der Heizung die Spannung erheblich in die Knie zwingt. Dann hilft nur ein getrenntes "Kabel" (zwei Drähte) größeren Querschnitts direkt zwischen Maschine und Enspeisepunkt verlegen zu lassen.

                Und was Normen angeht: Norm ist das, was der Elektriker schon seit etlichen Jahren macht und die sind verdammt schwer davon zu überzeugen, dass es auch anders - und besser/sicherer - geht!

                Grüße aus dem Süde Bahias

                Hebinho

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                • #8
                  Ich danke euch!

                  Werde wohl nächste Woche mit Jarbas zusammen einkaufen gehen und mir auch diese Waschmaschine ansehen falls es sie vorrätig gibt. Und dann werd ich mir die Kabel in dem Haus in dem ich wohnen will (und das ich bis jetzt noch gar nicht kenne, weil meine Freundin es gerade erst mietet...) ansehen und ggf. unter Umgehung aller Deutschen VDE/DIN Vorschriften mit dicken bunten Kabeln improvisieren )
                  Ich denke auch, dass ein FI mit 30mA in dem "Altbau" nicht einsetzbar ist. Aber nur wegen dem FI ein neues Haus bauen ) Das überleg ich mir dann vielleicht doch noch mal ) ...

                  Obrigado

                  Ralf

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                  • #9
                    Salü mitenand

                    alles raus geworfenes Geld. Wemm ihr die Hütte wieder verkaufen wollt kriegt ihr keinen Cent mehr.

                    Grsuu

                    Felix

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                    • #10
                      Ein FI-Schutzschalter löst aus, wenn es nur den kleinsten Kontakt zwischen Erdung und Null gibt.
                      In einem Brasi-Duschkopf ist dieser Zustand permanent gegeben, also spätestens beim Aufdrehen des Wasserhahns schaltet der FI aus.

                      Einen FI-Schalter kannst Du folglich vergessen, funktioniert nicht.

                      Zudem, wenn Du ein Haus mietest, solltest Du nicht zu viel investieren. Es sei denn, Du kannst das von der Miete abziehen. So habe ich das immer praktiziert - Material kaufen, dem Hauswirt den Kaufbeleg präsentieren und nur die Differenzmiete zahlen. Die meisten Eigentümer sind froh, wenn der Mieter im Haus etwas macht, es in Stand hält.

                      Flips

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