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Malaria

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    Malaria

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      Wie ist euer Umgang mit der Malaria-Gefahr, welche Erfahrungen habt ihr schon gemacht?
      Ich gebe zu dass dies ein Grund ist, wieso ich bisher einen Bogen um den Amazonas gemacht habe. Schon in Bahia Inland kann man den Moskitos kaum entgehen, einige Stiche kriegt man immer.
      Damit kein falscher Eindruck entsteht: Malaria ist eine lebenslange, wirklich schlimme Krankheit! Die Frage Chemoprophylaxe ja oder nein bei Aufenthalt in Malariagebieten stellt sich also nicht!!
      cheers, Marco
      Reisemeddizin-Infos:
      http://fit-for-travel.de/reisemedizi...iele/l0023.htm
    • #2

      Hallo Marco,

      also wegen einer möglichen Malaria-Gefahr solltest Du auf keinen Fall auf eine Reise in diesen faszinierenden Teil Brasiliens verzichten!

      Ich war bisher dreimal in Amazonien (Belém, Santarém, Manaus und jeweils auch dortige Umgebung), immer im Januar und Februar, also in der Regenzeit und habe eigentlich wenig 'Moskito-Erfahrungen' gemacht.

      Was habe ich wg. Malaria unternommen? Auf jeden Fall fleissig mit Repellents geschmiert, zumindest wenn ich irgendwo ausserhalb der Städte war, Hemdärmel heruntergekrempelt, lange Hosen getragen. Wenn es möglich war in der Zeit vor der Dämmerung, wenn die Biester in grossen Schwärmen unterwegs sind, nicht im Freien aufgehalten. Ansonsten immer darauf geachtet, daß in den Unterkünften die Fenster mit Moskito-Gittern geschützt sind. Nützlich sind auch die Ventilatoren in den Zimmern, die Moskitos mögen den dadurch erzeugten Luftstrom überhaupt nicht.

      Zur Prophylaxe habe ich Lariam genutzt, ich hatte keine Probleme damit, aber das ist individuell sehr unterschiedlich. Ich denke, da solltest Du Dich am besten von einem Tropenmediziner beraten lassen.

      Wie es in der Trockenzeit mit der Moskito-Plage aussieht, kann ich nicht sagen, dürfte eventuell ganz anders sein, auch wie man sich schützen soll und kann, wenn man so richtig und tagelang im Regenwald unterwegs ist,
      kann ich nichts beibringen. Aber für eine 'normale' Reise z.B. nach Manaus und Umgebung dürften die obigen Tips langen.
      Gruss
      Heino

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      • #3

        Was machen eigentlich die Bewohner in diesen Gebieten? Kriegen die nicht zu grossen Teilen Malaria?

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        • #4

          war zwar nur 4 Tage am 'amazonas', davon eine nacht in manaus und drei am rio negro, aber da war von mosquitos so gut wie nichts zu sehen (war im februar dort). vor allem am rio negro gibts eher weniger mosquitos wegen des ph-werts des selbigen, nach dem zusammenfluss mit dem rio solimoes siehts wieder anders aus, und auch wenn man mehr vom ufer weg geht. aber nicht jeder mückenstich heisst gleich malaria! cool bleiben, wie heino sagt sollte man ein paar verhaltensregeln beachten, vielleicht etwas prophylaxe betreiben (je nachdem wo man hin will).

          wieviele menschen(!) sterben eigentlich jedes jahr durch grippe, oder wg. unser aller so schönen autos, oder durch aids, oder durch's rauchen... jeweils im vergleich zur malaria, würd' mich mal interessieren, so nebenbei bemerkt.

          was ich sagen will ist: sich informieren, prophylaxe wo's notwendig ist, aber keine panik, auch malaria ist kein todesurteil. panik bringt nix, auch mit prophylaxe kann's einen erwischen...

          just do it! empfiehlt:

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          • #5

            dengue

            Ola
            noch gefährlicher als Malaria ist in letzter Zeit Dengue! Ich hatte es schon einmal! Es soll aber jetzt 3 Arten von Dengue geben die tödlich sind!
            Nach meinen Erkundigungen wird dengue und malaria nur am Tag übertragen! Von den Moskitos! Die die in der Nacht stechen nennt man "marisocas" soviel wie bei uns die Gelsen, die stechen zwar aber übertragen keine Krankheiten !

            tchao

            winni
            http://www.investment-portal.net/imm...forum.php?f=11

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            • #6

              Dengue und Malaria sind nach wie vor ein Problem in Brasil. Die Gefahr ist grundsätzlich vorhanden.
              Allerdings sollte man keine Panik bekommen. Meine Frau kommt aus Amazonien und hatte noch nie eine der beiden Krankheiten.

              Infos für Reisende:
              http://www.cives.ufrj.br/informacao/dengue/den-iv.html
              http://www.cives.ufrj.br/informacao/malaria/mal-iv.html

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              • #7

                Malaria

                Zitat von Marco_CT
                Was machen eigentlich die Bewohner in diesen Gebieten? Kriegen die nicht zu grossen Teilen Malaria?
                Ja, was machen die? Sie leben einfach damit und rubrizieren eine Erkrankung unter dem Begriff 'gripa'.

                Es gibt insgesamt 4 Malariaformen, von denen die gefährlichste die Malaria tropica darstellt. An ihr kann man recht schnell eingehen, wenn keine rechtzeitige Behandlung erfolgt. Nach einem interessanten Artikel (Spektrum der Wissenschaften, 2004, März, S. 82-89) ist es die am weitesten verbreitete Tropenkrankheit, die vor allem unter den Kindern bis zu 5 Jahren die meisten Todesopfer fordert, in Schwarzafrika allein sollen täglich schätzungsweise 3000 Kinder dieser Krankheit erliegen. Ob solche Zahlen für Brasilien vorliegen, weiss ich nicht. In dem gleichen Artikel heisst es weiter, daß offensichtlich mit zunehmenden Alter eine gewisse Immunität erworben wird, auch seien in den Verbreitungsgebieten viele Menschen durch genetische Faktoren gegen sehr schwere Malaria geschützt. Deswegen können die Menschen dort (über)leben, ohne sich täglich mit Repellents einzuschmieren oder sich durch eine lebenslange (und teure) medizinische Prophylaxe schützen zu müssen. Das heisst aber auch andererseits, daß es durchaus sinnvoll ist, wenn ein Reisender aus Mitteleuropa, dem vermutlich diese Schutzfaktoren fehlen, sich nach den Regeln der medizinischen Kunst schützen sollte.
                Oder man fährt - wie in einem anderen Beitrag schon erwähnt - nur in die Gebiete der Schwarzwasserflüsse, wo es auf Grund der natürlichen Gegebenheiten sehr wenig Moskitos gibt. Aber wer kann sich sicher sein, daß es nicht unter den wenigen dort den einen gibt, der den Erreger der Krankheit (Plasmodium falciparum) mit sich trägt und sich mit Lust und Wonne auf den 'gringo' stürzt.
                Gruss
                Heino

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                • #8

                  Eine Frage nochmal zu dem Thema, ich bin von Juli bis Ende September in Brasilien. Amazonasgebiet ist nicht geplant, aber eventuell würde ich mir Belém und Manaus schon gerne anschauen für ein paar Tage. Die Planung diesbezüglich ist aber sehr schwammig, weshalb ich mir auch nicht wirklich gleich ne Malaria-Prophylaxe mitnehmen wollte.

                  Kann ich in Brasilien bei jedem Arzt so etwas bekommen, ist es qualitativ das Gleiche und mit welchen Kosten muss ich dort rechnen (verglichen mit Deutschland)? Oder herrscht zu der genannten Jahreszeit gar keine Malaria-Gefahr in diesen Gebieten?
                  Que distancia vai guardar nossa saudade
                  Que lugar vou te encontrar de novo
                  Fazer sinais de fogo
                  Pra você me ver

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                  • #9

                    Zitat von Gata
                    Eine Frage nochmal zu dem Thema, ich bin von Juli bis Ende September in Brasilien. Amazonasgebiet ist nicht geplant, aber eventuell würde ich mir Belém und Manaus schon gerne anschauen für ein paar Tage. Die Planung diesbezüglich ist aber sehr schwammig, weshalb ich mir auch nicht wirklich gleich ne Malaria-Prophylaxe mitnehmen wollte.

                    Kann ich in Brasilien bei jedem Arzt so etwas bekommen, ist es qualitativ das Gleiche und mit welchen Kosten muss ich dort rechnen (verglichen mit Deutschland)? Oder herrscht zu der genannten Jahreszeit gar keine Malaria-Gefahr in diesen Gebieten?
                    das auswaertige-amt rät dazu folgendes:

                    http://www.auswaertiges-amt.de/www/d...t/malaria_html

                    che...
                    Chechel

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                    • #10

                      Impfschutz:


                      Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amts empfiehlt Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch Hepatitis B. Bei besonderer Exposition (Landaufenthalt, Jagd, Jogging u.a.) kann Impfschutz auch gegen Tollwut, Typhus sehr sinnvoll sein. Im persönlichen Beratungsgespräch mit dem Tropenarzt bzw. dem Impfarzt mit tropen- und reisemedizinischer Erfahrung sollen diese und andere Fragen entschieden werden.
                      Eine gültige Gelbfieberimpfung wird bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet verlangt und ist bei Reise in das Amazonasgebiet sehr sinnvoll.


                      HIV / Aids ist im Lande ein großes Problem und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches lebensgefährliches Risiko bergen.


                      Prophylaxe:


                      Durch hygienisches Essen und Trinken (nur Abgekochtes, nichts lau Aufgewärmtes) können die meisten z.T. auch gefährlichen Durchfälle und durch einen konsequenten Mückenschutz (Repellentien, Mückennetz, bedeckende Kleidung, Verhalten) können viele andere Tropen- und Infektionserkrankungen ganz vermieden werden. Dazu zählen auch das Denguefieber, das massiv - auch in den Städten -zugenommen hat, und die Malaria. Man sollte nicht in Süßwasser baden (Gefahr der Bilharziose; andere Erkrankungen; Krokodile?). Weitere Tropen- und Infektionserkrankungen kommen vor, allerdings in sehr unterschiedlicher Gefährdung der Reisenden.



                      Medikamente zur Prophylaxe gegen Malaria sind in einigen Landesteilen sinnvoll, sie müssen im Beratungsgespräch vor der Reise mit dem Tropenarzt individuell festgelegt werden!


                      Medizinische Versorgung im Lande ist, soweit es sich um die größeren Städte handelt, mit der in Europa zu vergleichen. Sie ist auf dem Lande - besonders im Amazonasgebiet - jedoch vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch problematisch. Oft fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch/Französisch sprechende Ärzte. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen. Eine individuelle Reiseapotheke sollte in die Peripherie mitgenommen und unterwegs dann den Temperaturen entsprechend geschützt werden (Kühlkette?). Auch hierzu ist individuelle Beratung durch einen Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll.



                      Die Kosten für ärztliche Behandlungen und Krankenhausaufenthalte sind z.T. erheblich höher als in Deutschland. Sie werden von deutsche Krankenversicherungen oft nicht oder nur teilweise abgedeckt. Rücksprache mit dem zuständigen Krankenversicherungsträger vor Reisebeginn bzw. Abschluss einer Reisekrankenversicherung sind deshalb ratsam.


                      Die deutschen Auslandsvertretungen vor Ort stellen auf Wunsch Listen deutschsprachiger Ärzte zur Verfügung.


                      Erlass der brasilianischen Gesundheitsbehörden vom 29. Oktober 1999 (gilt immer noch): Zur Erteilung eines Einreisevisums müssen Staatsbürger nachstehender Länder den Nachweis über eine erfolgte Gelbfieberimpfung vorlegen: Afrika: Angola, Benin, Burkina Faso, Gabun, Gambia, Ghana, Kamerun, Kongo, Guinea, Kamerun, Liberia, Nigeria, Sierra Leone, Sudan. Südamerika: Bolivien, Kolumbien, Ecuador, Guyana, Peru, Venezuela Personen, die sich in den letzten drei Monaten vor der Einreise nach Brasilien in diesen Ländern aufgehalten haben, müssen ebenfalls eine Gelbfieberimpfung nachweisen. Eine Impfung gegen Gelbfieber und Malaria-Prophylaxe werden bei Einreise in nachstehende Bundesstaaten der Föderativen Republik Brasilien empfohlen: Acre, Amazonas, Amapá, Bundesdistrikt (Distrito Federal), Goiás, Maranhão, Mato Grosso, Mato Grosso do Sul, Pará, Rondônia, Roraima, Tocantins.


                      quelle: http://www.topreiseinfos.com/brasilien.html
                      Chechel

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