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Malaria

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  • #11
    Zitat von Gata
    Kann ich in Brasilien bei jedem Arzt so etwas bekommen, ist es qualitativ das Gleiche und mit welchen Kosten muss ich dort rechnen (verglichen mit Deutschland)? Oder herrscht zu der genannten Jahreszeit gar keine Malaria-Gefahr in diesen Gebieten?
    ...also

    impfungen dieser art sind nicht bei jedem normalen arzt
    zu bekommen, da muss man sich an spezielle einrichtungen
    in brasilien wenden, was die kosten einer solchen impfung
    betrifft konnte ich selbst bei unseren kliniken hier im dorf
    nicht ermitteln (typisch), da keiner der hier ansässigen
    ärzte eine solche impfung anbietet !

    ich würde auf alle fälle empfehlen, solltest du einer der
    oben beschriebenen reiseziele auswählen, eine solche
    vorsorge bereits in deutschland durchführen lassen !!!

    siehe: http://www.brasilien.de/ReiseService...n/kliniken.asp

    gute reise und einen angenehmen aufenthalt in brasilien,

    chechel
    Chechel

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    • #12
      Danke, Chechel...

      Ich geh nächste Woche zum Tropenarzt für meine Gelbfieber-Impfung, werde einfach da nochmal fragen. Mein Problem ist je eher, dass ich nicht weiß, ob ich in Malaria-Gebiete fahre, mir die Option aber gerne offenhalten will.
      Que distancia vai guardar nossa saudade
      Que lugar vou te encontrar de novo
      Fazer sinais de fogo
      Pra você me ver

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      • #13
        Impfungen

        Oi gata,

        nach allen Beratungen, durch unseren Hausarzt, blieb uns erstmal die Luft
        weg, denn uns wurde gesagt, was man alles machen könnte, aber nicht
        muss. Letztendlich bekamen wir vom Hausarzt auch gesagt, dass die
        Impfungen alle überflüssig seien und er selbst (viel in fremden Ländern
        unterwegs) grundsätzlich gegen nichts geimpft ist und wir sollten uns das
        Geld lieber sparen....

        Ja, da ist dann erstmal Staunen angesagt gewesen und weiter
        nachforschen... Letztendlich hatten wir uns endschieden, dass wir uns alle
        (vor allem wegen unserer 6-jährigen Tochter), gegen Gelbfieber, weil
        vorgeschrieben, Hepatitis A, Diphterie, Typhus und Tetanus (lag noch vor)
        impfen liessen.

        Die Malariaprophylaxe haben wir mitgenommen und wollten uns dann vor
        Ort entscheiden, falls wir doch kurzfristig in die entsprechenden Gebiete
        fahren. Falls Du dann nach Belem oder Manaus fährst, kannst Du noch
        drei Tage vorher mit der Einnahme anfangen. Obwohl sogar behauptet
        wurde, dass man in den Städten die Prophylaxe nicht nehmen braucht,
        weil da angeblich keine Viecher sind. Wir hatten die Prophylaxe dann doch
        nicht nehmen müssen und haben die Tabletten hier in Deutschland
        weiterverkauft - sogar für's gleiche Geld.

        Allerdings werden wir für die nächste Reise dann auch noch die Tollwut-
        Impfung nachholen, denn alles anderen Impfungen halten ja 10 Jahre.
        Und die Tollwut-Impfung hatten wir ganz einfach vergessen.

        Die Informationen hatten wir uns über das Net bei den verschiedenen
        Tropeneinrichtungen geholt und dann ganz einfach selbst abgewogen....
        Jeder sollte eben selbst entscheiden, wieviel Risiko er bereit ist,
        einzugehen.

        Zum Thema Malaria kann ich nur noch anfügen, dass die Krankheit
        lebenslang besteht, wenn man sie erst einmal hat, aber eine Bekannte
        von uns, erkrankte auf einer Reise an Malaria und ist dann sofort ins
        Tropeninstitut nach Bonn gegangen und hat sich da mit einem
        Medikament, welches nur im Ausland (ich glaube Schweiz) erhältlich war,
        behandeln lassen können. Wie sie allerdings da rangekommen ist, weiß
        ich nicht und auch nicht, ob es in jedem Fall klappt.

        Es war zwar viel Geld, was wir für die Impfungen in die Hand genommen
        haben, aber sicher ist sicher...

        Gruß belinda

        Kommentar


        • #14
          Belinda,
          noch einmal kurz eine Anmerkung, damit das hier klipp und klar dargestellt wird:
          Es ist völlig egal, ob Prophylaxe ja oder nein, Malaria bekommt man/frau auch, wenn man die Prophylaxe eingenommen hat. Die Prophylaxe ist kein 100%iger Schutz, da die Viecher alle gegen die Malaria-Mittel resistent sind. Das verschweigen die meisten Tropeninstitute, weil sie an dem Verkauf verdienen und die Leute bewußt unsicher machen (jedenfalls mein Eindruck).
          Günter

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          • #15
            Hallo Günter,

            stimmt auch wieder, der Verkauf aller Medikamente dient doch immer nur
            der Pharma... Trotzdem sollte man vielleicht für sich selbst entscheiden,
            ob man sich das teure Zeug kauft oder nicht....

            Aber ich glaube, dass das auch nicht die Frage war, ob man Malaria auch
            mit Prophylaxe bekommt...

            Gruß belinda

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            • #16
              Hallo,

              man sollte die Gefahr einer Malaria-Infektion nicht ganz so auf die leichte Schulter nehmen, wie der oben erwähnte Arzt. Der weiß als "Fachmann" sicherlich, wie er im Falle eines Falles sich medizinisch zu versorgen hat, was uns Normalreisenden nicht so gegeben ist.

              Man muß sich nicht gleich einer Prophylaxe unterziehen, wenn man in Malariagebiete reist, es gibt auch die Möglichkeit einer Akutbehandlung, wenn zu vermuten ist, daß man an Malaria erkrankt ist, aber eine medizinische Untersuchung und Behandlung ist dann auf jeden Fall angesagt. Außerdem wer weiß denn schon bei einer fiebrigen Erkältung gleich zu entscheiden, ob es sich um einen grippalen Infekt oder um Malaria handelt. Letzendlich lässt sich nur durch eine Blutuntersuchung feststellen, ob man die Erreger (Plasmodien) erwischt hat oder nicht.

              In den Städten wie Manaus oder Belem ist die Gefahr sicherlich nicht so groß, aber im Interior kann es anders aussehen. Ich habe im Januar 2000 in Manacapuru (ca. 100 km westlich von Manaus) , Gesundheitsbeamte getroffen, die dort mit einem kleinen Laborboot unterwegs waren, mit Kerosinnebelwerfern den Mückenlarven den Garaus zu machen versuchten und die Caboclos auf Malariainfektion untersuchten, indem sie all denen, die an einer 'gripa' litten, etwas Blut abzapften und dies auf die Plasmodien untersuchten, sie zeigten mir unter dem Mikroskop die Erreger und erzählten, daß sie etwa 60 neue Fälle gefunden hätten.

              Im "Spiegel" wurde kürzlich (17.5.) über ein neues, anscheinend sehr effektives Mittel gesprochen (s.u.), hat jemand hier im Forum schon etwas Näheres darüber gehört?


              "Spottbillig und effektiv"

              Hans Dieter Nothdurft, 55, Oberarzt am Tropeninstitut der Universität München, über Malaria-Mittel auf Basis von Artemisinin, einem Inhaltsstoff des Einjährigen Beifußes. Die Uno erhofft sich durch vermehrten Einsatz von Artemisininen Fortschritte im Kampf gegen die Tropenkrankheit.
              Hier klicken!
              SPIEGEL: Wann helfen Artemisinine?

              Nothdurft: Sie wirken gegen den Erreger der Malaria tropica, die hauptsächlich im tropischen Afrika und in Asien auftritt. Im Falle eines Malaria-Schubes nimmt der Patient ein Artemisinin-Präparat drei Tage lang zusammen mit einem anderen Malaria-Medikament, zum Beispiel Chloroquin. Dadurch werden alle Erreger im Blut abgetötet, der Patient ist nach der Therapie vollständig geheilt. Zur Prophylaxe eignet es sich jedoch nicht.

              SPIEGEL: Was sind die Vorzüge gegenüber bisher gängigen Medikamenten?

              Nothdurft: Artemisinine sind hochgradig und rasch wirksam. Gegen die meisten anderen Malaria-Mittel sind mittlerweile viele Erreger resistent. Gegen Artemisinine gibt es solche Resistenzen noch überhaupt nicht.

              SPIEGEL: Was kosten diese Präparate?

              Nothdurft: Sie sind spottbillig. Eine Behandlung kostet nicht einmal einen Dollar, also nur ein Zehntel einer Mefloquin-Therapie. Dadurch eignen sich diese Mittel besonders für die Behandlung der breiten Bevölkerung in Entwicklungsländern.

              SPIEGEL: Noch immer sterben jährlich eine Million Menschen an Malaria. Warum wird der Wirkstoff des Beifußes erst jetzt in großem Stil propagiert? Schließlich ist er seit Jahrzehnten bekannt.

              Nothdurft: Zum einen könnten pharma-politische Gründe eine Rolle gespielt haben. Zum anderen wurde erst kürzlich ein Verfahren entwickelt, um ein Artemisinin halbsynthetisch zu produzieren. Dadurch kann es erst jetzt in viel größerer Menge auf den Markt gebracht werden.
              http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,300933,00.html

              Gruss
              Heino

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