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Fortbewegung in Brasilien?

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  • Fortbewegung in Brasilien?

    Wir (ein Pärchen) haben vor im August/September im Nordosten Brasiliens zu reisen. Ausgangspunkt wird Fortaleza sein.

    Wir haben noch überhaupt keine Erfahrung mit Ländern wie Brasilien. Wie bewegt man sich am besten von einem Ort zum anderen: Flugzeug, Bus, Mietauto?

    Bisher (=in Europa und Nordamerika) haben wir uns meistens ein Auto gemietet, aber bei Brasilien haben wir Bedenken wegen des Straßennetzes und der Kriminaltiät in den Städten.

    Über aufklärende Beiträge würde ich mich freuen.

  • #2
    gelöscht!
    ::::::::::::::::::::::::::::::::

    SYNDIKAT Jazz Bar & Café
    www.syndikat-sp.com

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    • #3
      Zitat von Floriano
      Moin Moin,

      ich weiß, das einige Leute kräftige Vorbehalte haben, aber ich habe mir stets ein Auto gemietet, da ich so einfach flexibler war und mich nicht nach dem Bus richten mußte.
      hi Ronald789,

      um das auto zu benutzen, sollte man einigen brasilianischen
      transit-gewohnheiten vertraut sein, wie:

      1. pol. kontrollen (abzocke und willkür der militär polizei)

      2. beschaffenheit der straßen (löcher, eingest. brücken etc.)

      3. verhaltensweisen bei nachtfahrten etc. (nicht stehen bleiben am
      straßenrand, immer nur dort, wo sich viele menschen aufhalten usw.)

      4. fahrverhalten der einheimischen, besonders bei lkw-fahrern, usw.

      den bus würde ich im moment auch nicht empfehlen da
      überfälle auf busse extrem zur mode werden.

      mein tipp hierzu, bzw. in eurem speziellen fall: das land, sprache
      und die menschen (mentalität) nicht zu kennen, benutzt das
      flugzeug, etwas teurer aber für euch am sichersten keine
      unangenehmen urlaubs-pannen zu erleben !

      aus rio,

      chechel
      Chechel

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      • #4
        gelöscht!
        ::::::::::::::::::::::::::::::::

        SYNDIKAT Jazz Bar & Café
        www.syndikat-sp.com

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        • #5
          Oi,

          das Problem für Ortsfremde ist auch eher die schlechte Beschilderung, fehlendes Kartenmaterial und der Strassenzustand, der einem vor allem bei Fahrten in der Dunkelheit zu schaffen macht.

          Kosten für (ordentliche) Mietwagen belaufen sich auf ca. 100 R$ / Tag (ohne km-Grenze) oder 30 R$ / Tag + 50 Centavos/km. Empfehlenswert sind auf jedenfall die Autos von Localiza (grasegrüne Läden).

          Busfahren ist in Brasilien komfortabel, billig und vor allem ein sehr pünkliches Reisemittel. Man kommt damit in jede Ecke Brasiliens. Wer lange Strecken zurücklegen muss, sollte auf jeden Fall nachts einem sogenannten Onisbus Leito benutzen. Durch die reichlich vorhandenen Quebra molas wird man perfekt in den Schlaf geschaukelt.

          Die Fliegerei ist in Brasilien relativ teuer. Es gibt eine Art Preiskartell zwischen den Fluggesellschaften Varig und TAM. Von der Gesellschaft VASP rate ich persönlich ab. Veraltetes Equipment. Viele mechanische Probleme. Am besten und billigsten fliegt man mit GOL. Alles neue Flieger (Boeing 737-700 und 800). Die haben auf ihrer Homepage desöfteren Sonderangebote (Promoção). Im Moment fliegt man z.B. von Belo Horizonte nach Rio für 99 R$, B.H. - Salvador für 129 R$ oder B.H. - Maceio für 139 R$. Diese Billigtarife sind nur an bestimmten Tagen und Abflugzeiten im begrenzen Masse verfügbar und sollten deshalb 1-2 Wochen im Voraus gebucht werden.
          Man sieht sich,
          in der Unterschicht.


          http://lemi-buecher.de

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          • #6
            Zitat von Floriano
            Oi Chechel,



            Ronald, vielleicht schreibst Du uns ja mal, wie ihr denn überhaupt gerne euren Urlaub verbringt und was ihr gerne machen "würdet".

            Floriano
            Hallo Ronaldo....
            Das waere sicher eine gute Idee die Floriano hier gepostet hat...
            Hier in Ceara kann ich Dir sicher sehr weiterhelfen... Ist schliesslich schon seit einigen Jahren meine Heimat geworden....

            Sonnige Gruesse aus Canoa Quebrada...

            Mani

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            • #7
              Zitat von Floriano
              Oi Chechel,

              das ist sicher richtig, allerdings können wir ihn ja auch hier etwas aufklären (bzw. die Recherche in älteren Beiträgen hilf ja auch schon weiter) über die Gegebenheiten.

              Du musst doch aber auch zugeben, dass das Reisen nur mit dem Flugzeug kaum möglich ist. Dann stehen für Tagesausflüge auch wieder
              nur Busse zur Verfügung - und der Spaß bleibt häufig auf der Strecke.

              Ronald, vielleicht schreibst Du uns ja mal, wie ihr denn überhaupt gerne euren Urlaub verbringt und was ihr gerne machen "würdet".

              Floriano
              flori,

              ich ging jetzt mal von dem fall aus, das mit dem bus oder auto,
              da das flugzeug nicht ausgeschlossen wurde, ronald eine längere
              reisestrecke geplant hatte. und da habe ich halt meine o.a. bedenken !

              sicher ist es, wie du wohl auch meintest, angebracht sich für
              kurzstrecken, einen wagen zu mieten, um die nähere umgebung zu
              erkunden. das ist ja auch praktischer als einen bus zu nehmen, wobei
              man sich auch der gefahr ausliefert sich zu verfahren, und plötzlich
              mitten in der valachei landet !?

              (es hat eben auch hier alles seine vor- und nachteile, bei
              einem erstbesuch in brasilien) !

              chechel
              Chechel

              Kommentar


              • #8
                Seh ich nicht so. Erfahrung sammelst du nämlich nicht im
                Flugzeug sondern nur auf der Piste.

                Autofahren ist gut für kürzere Strecken oder um die Gegend
                auszuforschen. Die Strassen sind schlecht, das Klima heiß,
                die Tage kurz, deshalb besser keine Tages-Etappen mit mehr als
                300 km einplanen.
                Autofahren ist m. E. problemlos möglich und das Chaos in den
                Städten mit Rom oder Paris vergleichbar. Weil die Städte
                meistens kleiner sind und es nicht soo viele Strassen gibt,
                funktioniert die Orientierung auch ganz gut.
                Gegen die willkürliche Polizei hat bei mir JEDESMAL doof
                stellen geholfen, nach dem Motto ich spreche kein Wort
                portugiesisch und verstehe nicht was er will. Dazu der
                deutsche Pass, eine mit 10 Real gefüllte Brieftasche
                (die muss man ggf. abschreiben), Restgeld gut im Auto
                versteckt und max. 20 Minuten Palaver. Ende. Weiterfahren.

                Absolut nicht empfehlen kann ich Nachtfahrten über Land.
                Nicht wegen vermeindlichen Überfälle, sondern wegen
                dem schlechten Strassenzustand, dem Viehzeugs auf der
                Strasse und oft schlecht oder gar nicht markierten
                Bodenwellen. Im besten Fall gibt es eine Beule am Kopf,
                im schlimmsten Achsbruch oder gar Salto.

                Bus fahren geht auch gut. Dazu bedarf es aber eines Mindestwort-
                schatzes, damit du den richtigen Bus überhaupt findest.
                Achtung auf den Busbahnhöfen, es wimmelt von Eierdieben,
                Hookern und andern Verdächtigen. Vorteil beim Busfahren:
                Kontakt zu den Einheimischen und entspanntes Reisen über
                größere Strecken. Der brasilianische Buscomfort ist erstklassig.

                Wenn du an (Stip-)Visiten in den größeren Städten interessiert bist
                und dort dann auf die Touri-Infrastruktur (geführte Touren etc.)
                zurückgreifen möchtest, nimm den Flieger. Entscheidend für eine
                Fliegerempfehlung sollte die Distanz sein, nicht mögliche Sicherheits-
                bedenken. Du willst ja vermutlich deinen Urlaub nicht nur auf den
                Flugplätzen verbringen?!

                Und nicht verrückt machen lassen! Viel Spaß!

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                • #9
                  Hallo,

                  Ich bin Ronalds Frau und ich wollte mich auch bedanken für die vielen netten Antworten!

                  Ihr habt gefragt, was wir planen: Wir sind beruflich einige Tage in Fortaleza. Dies ist organisiert. Danach wollen wir gerne - da wir dann schon einmal da sind - den Nordosten besuchen, d.h. mindestens bis Belem, vielleicht auch bis Manaus. Über Manaus sind wir uns noch nicht sicher, aber das ginge ja sowieso nur mit Schiff oder Flugzeug, da entfällt also die Frage, ob Auto oder Bus. (Kann man auch von Belem aus schon den Regenwald erahnen?)
                  Und Salvador de Bahia würde uns auch noch sehr interessieren.

                  Wir sind bisher gewohnt, auf eigene Faust mit Rucksäcken unterwegs zu sein. Mit der Sprache haben wir uns bisher immer irgendwie arrangiert. Ich kann etwas Spanisch und mein Mann etwas Italienisch, beide können wir Französisch und Englisch - in Portugal jedenfalls konnten wir das passend zurechtmischen, ohne auf Englisch zurückzugreifen.

                  Aber die vielen Geschichten über Kriminalität, die erschrecken schon - zumal wir sie hier überhaupt nicht einordnen können. Ok, einem Polizisten 20 Reals abzudrücken, das ist dann wie Falschparken in München. Aber wir hören auch, dass man in Rio nachts nicht mehr an roten Ampeln halten soll - und das ist dann doch ein anderes Kaliber.

                  Jemand von Euch schreibt, dass inzwischen die Busse überfallen werden - ich habe das schon von einer Freundin aus Rio gehört. Betrifft das auch die Überlandbusse? Kann man tagsüber mit Gepäck in einer Stadt herumlaufen? (in Manaus, Belem, Bahia, St. Louis) - Oder würde jeder Insider darüber nur den Kopf schütteln und schleunigst ein Taxi vom Bahnhof (Flughafen) zum Hotel nehmen?

                  Wir wissen natürlich, dass es darauf keine 100-prozentigen Antworten geben kann und man auch in Frankfurt oder Hamburg überfallen werden kann - aber was ist so der normale Schutz, den ein Insider automatisch draufhat? Darauf noch eine Antwort zu bekommen (zwischen den Zeilen lese ich es natürlich schon heraus) - das wäre sehr nett!

                  Mit vielen Grüßen, Sabine+Ronald

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                  • #10
                    gelöscht!
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                    • #11
                      stimmt flori,

                      da gebe ich dir recht, man soll sich nicht verrückt machen, sondern so
                      eine reise locker angehen. die von mir geschriebenen sätze sind halt
                      tipps um solchen unangenehmen situationen entgenzuwirken und
                      waren nicht als panikmache beabsichtigt !!!

                      ...gute reise, sowie einen angenehmen aufenthalt in brasilien wünscht,

                      chechel
                      Chechel

                      Kommentar


                      • #12
                        Moin,
                        Ich würde mal sagen:
                        Für extrem lange Strecken den Fliegen, so ab 2000km.
                        Für die langen Strecken den Bus, da kann man in Ruhe aus dem Fenster schauen und muss sich nicht auf die Schlaglöcher konzentrieren. Mehr kann man gar nicht sehen.
                        Vor Ort einen Mietwagen um die einsamsten Stände zu erreichen.

                        Gruß
                        Christian
                        Das Brasil-Web verkauft keine Reisen - Die Gemeinschaft beantwortet Fragen und gibt Tipps für die Reise.
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                        • #13
                          Oi,
                          Ronald789 und Ronald789!

                          Trotz aller Panikmeldungen, solltet ihr keine Panik aufkommen lassen.
                          Gepäck am Besten ins nächste Schließfach (Rodoviária), Hotel suchen, Gepäck mit Taxi nachholen. Gutes Hotel in Belém direkt hinter dem Busbahnhof (Hotel Panorama). Könnt ihr zu Fuß mit Rucksäcken hingehen. Die Gegend (São Braz) ist ein wenig gewöhnungsbedürftig für das "Erste Mal", da ihr dort mitten im Leben seid, in jeder Hinsicht. Dafür ist das Preisniveau brasilianisch und nicht touristisch.

                          Wenn ihr in den NORDEN (Belém, Manaus) besuchen wollt, dann wählt Bus oder Flugzeug nach Belém und Flugzeug (oder Schiff) nach Manaus.
                          Von Belém aus kann man den Regenwald nicht nur erahnen, sondern man befindet sich bereits mitten drin. Ihr braucht nur auf die andere Flussseite zu fahren. Es gibt auch einen Ausflugsdampfer, der Ein- oder Mehrtagestouren anbietet. Info direkt an den Docas (Estação das Docas) neben dem Ver-o-Peso, dessen Besichtigung nach der Renovierung auch sehr empfehlenswert ist.
                          http://hkalegre.gmxhome.de/amazon/ilha1_amazon.jpg

                          P.S. Sehr schön ist die Sicht auf den Regenwald beim Anflug, das Flugzeug fliegt einen Bogen direkt an den Docas vorbei. Man erkennt die vielen (Neben)flüsse, braunes Wasser zwischen sattem Grün. Dann plötzlich taucht irgendwo eine Stadt auf, Hochhäuser, Hafen, Docas. Die Sicht geht weiter bis Icoaraci, dann taucht das Flugzeug herab und man landet auf dem Internationalen Flughafen Val-de-Cans von Belém. Der moderne kleine Flughafen wirkt sehr ruhig, obwohl dort Flüge rund um die Uhr abgefertigt werden. Nach dem Verlassen des Flugzeuges sollte man sich ein Cerpa gönnen - was das ist? ... ihr werdet es nicht übersehen (können).

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                          • #14
                            Oi,
                            wie Holger schon sagte:
                            Von Belém aus kann man den Regenwald nicht nur erahnen, sondern man befindet sich bereits mitten drin. Ihr braucht nur auf die andere Flussseite zu fahren
                            und seid aus einer Millionenstadt und dem 21. Jahrhundert um hundert Jahre zurückversetzt.
                            Je nachdem wieviel Zeit Ihr habt, ist eine Reise den Amazonas aufwärts bis Santarém sehr zu empfehlen, das dauert etwa 2-3 Tage und ist deswegen so interessant und spannend, weil die Schiffe flussaufwärts immer sehr nahe am Ufer fahren, also sehr viel zu sehen ist.
                            Santarém und Umgebung (z.B. Alter do Châo am Tapajos) lohnen auch einen Besuch.
                            Ein paar Bilder aus Belém und Santarém und von einer Reise auf dem Amazonas sind hier zu sehen:
                            http://www.staff.uni-marburg.de/~kru...nas-Reise.html
                            Viel Spass bei den Planungen und noch mehr bei der Reise
                            wünscht
                            Heino

                            Kommentar


                            • #15
                              Zitat von Heino
                              Oi,
                              wie Holger schon sagte:
                              Von Belém aus kann man den Regenwald nicht nur erahnen, sondern man befindet sich bereits mitten drin. Ihr braucht nur auf die andere Flussseite zu fahren
                              und seid aus einer Millionenstadt und dem 21. Jahrhundert um hundert Jahre zurückversetzt.
                              Je nachdem wieviel Zeit Ihr habt, ist eine Reise den Amazonas aufwärts bis Santarém sehr zu empfehlen, das dauert etwa 2-3 Tage und ist deswegen so interessant und spannend, weil die Schiffe flussaufwärts immer sehr nahe am Ufer fahren, also sehr viel zu sehen ist.
                              Santarém und Umgebung (z.B. Alter do Châo am Tapajos) lohnen auch einen Besuch.
                              Ein paar Bilder aus Belém und Santarém und von einer Reise auf dem Amazonas sind hier zu sehen:
                              http://www.staff.uni-marburg.de/~kru...nas-Reise.html
                              Viel Spass bei den Planungen und noch mehr bei der Reise
                              wünscht
                              Heino

                              deine Belem-Bilder aus den 50/60 sind echt stimmungsvoll, schade das sie so klein sind.

                              grüsse, Marco

                              Kommentar

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