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4 Wochen Brasilien mit Mietwagen machbar?

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  • #11

    Zitat von frankieb66 Beitrag anzeigen
    ... nur mal so als konkretes und superaktuelles Beispiel: meine Frau und ich moechten heute nacht noch eine Strecke ca. 800km reisen. Meine Frau, Eingeborene, haelt mich fuer verrueckt, ....

    Mit dem Auto ? Selber fahren? Oder wie, Bus, Flugzeug ???


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    • #12

      Ich hab die angeführten Strecken so ziemlich alle mit dem Auto zurückgelegt, allerdings mit einem eigenen komfortablem SUV und hab das natürlich nicht alles in eine Reise gepackt, hab schließlich in Brasilien, Belo Horizonte gewohnt und 20 Jahre Zeit gehabt.
      Z.B. Minas - Pantanal einschl. Chapada Guimarais, Pantaneira Nord, eine Fazenda im Pantanal-Süd und Bonito. Das sind so 2500 km in 3 Wochen. Grade das Pantanal braucht seine Zeit, wenn man was sehen will.

      Auto fahren in Brasilien ist schon was besonderes, wie in Botswana aber mehr Autos und LKWs. Die Tagesleistung in Brasilien ist begrenzt, nach 500 km ist man normalerweise kaputt, auch auf Autobahnen ist 110 km das Limit und einige Autobahnen sind in Wirklichkeit Landstraßen und einige Landstraßen Schlagloch-Pisten. Und keine Nachtfahrten, wobei die Tage sehr kurz sind.
      Die Frage nach einem 4X4 stellt sich erst gar nicht, weil man die kaum zu bezahlbaren Preisen mieten kann. Und mit 3 Leuten wird euch auch keim Kompaktwagen reichen, wegen dem Gepäck. Ich war jetzt grade wieder drüben in Urlaub, ich hab für einen Hyundai HS20 für 27 Tage bald 1500 Euro bezahlt. Aus D auf eine Europäischen Seite gebucht, weil man dort eine Zusatzversicherung für die immens hohen Selbstbeteiligungen in Brasilien mit abschließen kann. Das geht beim Kleinwagen so mit 3000 Reais los und geht auch schnell auf 10.000 Reais + hoch. Und die Mietwagenfimen kassieren euch ab. Und als Ausländer bist du an jedem Kratzer oder gar Unfall schuld wobei der Gegner meist verschwindet. Und auch das Risiko eines Diebstahls ist immer da. Uns haben sie das Reserverad vom Heck geklaut (hatten eine Eco-Sport bekommen) und schon wollte die Localiza 900 Reais dafür berechnen. Auf dem Schwarzmarkt hätte ich das Teil für 150 Reais zurück kaufen können.

      Ich würde mich also dem Rat meiner Vorgänger anschließen und die Streckem mit dem Flieger oder Bus machen und evtl. vor Ort im Pantanal einen Mietwagen nehmen, damit man mehr sieht. Im September ist das Pantanal auch trocken, da kann man mit dem normalen Auto fahren.

      Amazonas-Reisen sind immer so eine Sache. Klar, klingt gut wenn man sowas auf der Trophäen-Liste hat. Aber von der Reise selber erzählen tun die Leute dann wenig. Meist von Hitze, Mücken und Kaimanen.........Dagegen hat man im Pantanal die ganze Palette der Tierwelt bis hin zum Jaguar in freier Wildbahn. Und das mit ziemlicher Sicherheit. Dafür würde ich Zeit reservieren 3 Tage Nord, 4 tage Süd und 2-3 Tage für die Fahrt von Nord nach Süd (Porto Jofre-Mirande 1200 km)

      Wenn Salvador nicht grade auf der Flugroute liegt würde ich das für die nächste Reise vorsehen und dann die Küste hochfahren.

      Wenn ich baden will würde ich halt ein paar Tage in der Nähe von Rio verbringen. (Buzios)
      Und spart ein bisschen, Brasilien ist teuer geworden.

      Viel Spaß
      Tiradentes
      Jedes Volk hat wohl doch die Regierung und die Politiker, die es verdient

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      • #13

        Ich war 1993 auch im Nordpantanal und in Manaus und, und, und... Hätte aber 2 Monate Zeit und einen Airpass mit 5 Flügen.

        Eine der Gründe das ich überhaupt nach Brasilien gereist bin, war der Amazonas. Ich wollte das Gebiet besuchen, bevor es sie in der Form nicht mehr gibt. Große Rodungen gab es natürlich damals auch schon. Es hieß, dass VW mit seiner 50.000 Hektar Rinder Farm mehr Geld verdient, als mit Autos.

        Leider hatte ich nur 2 Nächte, aber einen Kontakt von anderen Touris aus dem Flieger.
        Abends bin ich mit ihm zum Hafen und hab eine Bootstour für den nächsten Morgen klar gemacht, die dann ca. 7 Stunden dauerte. In den 7 Stunden haben wir das Aufeinandertreffen des Rio Negro und Amazonas, Botas, einen wirklich riesigen Urwaldriesen, etc. gesehen und eine Gruppe Indianer besucht, die einige Tiere gefangen hielten.

        Viel mehr Tiere gab es so nah an Manaus und dem Hauptstrom des Amazonas nicht zu sehen. Da war das Pantanal tatsächlich ein ganz anderes Kaliber.

        Der Flug nach Manaus (genauso wie der von Iguaçu nach Brasília) war beeindruckend.
        Gruss aus Maceió
        Thomas

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        • #14

          Die Sache mit den Mietwagenkosten möchte ich doch ein wenig relativieren: Zunächst mal beginnt die Selbstbeteiligung für Kleinwagen bei 2.000 RS (zumindest bei AVIS und bei Localiza). Dann ist bei einer entsprechenden deutschen Kreditkarte (z.B. der milesandmore-Businessgoldkarte) eine Vollkaskoversicherung für Mietwagen (Mietdauer bis 4 Wochen) mit 230 Euro Selbstbeteilung, aktuell also um die 850 RS, inbegriffen.

          Bucht man nun direkt über die Website des Vermieters, nimmt dessen Vollkasko raus und dafür eine Haftpflichtversicherung mit rein, kommt man bei Localiza bei einem Kleinwagen mit Klima auf so 1800 RS, also ca. 500 Euro, und ist gut abgesichert. Rechnet man dann noch die 230 Euro Selbstbeteiligung und die 110 Euro Jahresgebühr mit drauf, kommt man auf ca. 830 Euro Maximalkosten, ohne Schäden (die aber tatsächlich gerne mal anfallen) sind es nur 600 Euro. Finde ich jetzt nicht so teuer.

          Deutlich schwerwiegendere Argumente gegen Mietwagen in Brasilien sind auf jeden Fall der Stress, die Straßenverhältnisse, der Ärger wenn mit dem Auto was ist, die Fahrweisen der Verkehrsteilnehmer. Wir mieten jedes Jahr ein Auto in Brasilien, fahren alle 2 - 3 Jahre etwas weitere Strecken (bis 500 Km), bleiben ansonsten eher in unserem Gebiet, aber ich kann nicht sagen, dass ich es genieße - ich finde Autofahren in BR ganz schön scheiße. Wäre ich alleine, wäre es mir wahrscheinlich egal, aber mit Frau und Kindern im Auto ist das nie ein gutes Gefühl.

          Als Tourist würde ich fliegen oder Busfahren - ist im ersteren Fall deutlich schneller, im zweiteren Fall deutlich komfortabler und wohl auch sicherer.
          Viva o povo brasileiro!

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          • #15

            Kurze Strecken (bis 300km und notfalls auch mal etwas mehr zwischen zwei Großstädten) kann man schon mit einem Mietwagen machen. Für alles darüber fliegt man oder fährt Bus.
            Man kann von einem Schnitt von 50km je Stunde ausgehen. Selbst bei Autobahnen ist da mal ein Unfall, eine Baustelle, eine Mautstation oder ein Checkpoint der Polizei. Ich bin schon mal Curitiba-Foz gefahren (ca. 700km) und habe es nicht an einem Tag geschafft. Und da war ich Anfang 30 und vor zehn Jahren war der Verkehr noch nicht so schlimm wie heute. Außerdem gibts an den Straßen auch viel zu sehen, da stoppt man öfter und gern mal.

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            • #16

              Ola,

              ich bin innerhalb der letzten Tage einmal 1000 hin + 800 rueck mit dem Auto gefahren, jeweils ohne Uebernachtung, 14 bzw. 13 Stunden gebraucht inkl. Kurzer Pausen. Und ich bin wirklich kein Langsamfahrer. Es war uebrigens die gleiche Ort-Ort-Strecke hin und szowie zurueck. Ok, bei der Hinfahrt hatte ich bei Nacht und Regen eine Popelausfahrt uebersehen und bin daher 200km Umweg gefahren. Im Nachhinein betrachtet war das sogar Glueck im Unglueck. Lieber mehr Bundesstrasse als bei Regen, Nacht und Nebel, in den einsamen Bergen in Nordbahia liegenzubleiben, ...

              Bei der Rueckfahrt kams fast noch schlimmer: habe gefragt ob die Strasse bis nach Fudelandia ok sei (ja, das waren Einheimische wie z.B. Lkw-Fahrer oder die 3 von der Tanke .. Ja, stimmte auf den ersten 10km, danach 60km Superschlaglochpiste.

              Gestern mit dem Bus 900km. Hat 14,5 Stunden gedauert. Also was die reine Fahrzeit betrifft hat man mit dem Auto keinen wesentlichen (Zeit-)Vorteil, natuerlich aber dann wenn man vor Ort ohne Mietwagen flexibel sein moechte. Von den Kosten ganz zu schweigen. Und von der Sicherheit ebenfalls (jetzt nicht im Sinne von Kriminalitaet). Mietwagen oder Taxi gibt es meist auch vor Ort recht guenstig.

              Frankie

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              • #17

                Moin, ich kann es sehr verstehen eine Tour mit dem Auto machen zu wollen.
                Allerdings ist das ganze Projekt unter Zeitdruck natürlich auch schnell stressig - das würde mir nicht gefallen.
                Wir planen für 2020 oder 2021 eine Tour mit Freunden von Natal / RN bis zur argentinischen Grenze. Allerdings werden wir eine kleine Karawane von mehreren Fahrzeugen sein, jeweils mit einem (Ehe)paar besetzt, nur SUVs - und zwar unsere eigenen, maximal 5 Stunden Fahrt pro Tag wobei wir bis auf einige MUSTSEEziele uns treiben lassen werden ohne jeglichen Zeitdruck ( 2 - 3 Monate ), mal hierhin mal dorthin, auf Tips reagieren werden, die wir unterwegs erhalten, jederzeit auf Veränderungen reagieren können ( klimatische und evtl. andere Probleme in den unterschiedlichen Regionen Brasiliens ). Wir werden niemals Nachts, bzw. in der Dunkelheit fahren und keinerlei Vorbuchungen in Hotels/Pousadas, pp. machen.
                Wird bestimmt eine sehr geile Tour und so werden wir Brasilien intensiv kennenlernen können.

                Und nun zu den Bedenkenträgern :

                - wir bereiten uns vor mit speziellen Fahrtrainings, erste Hilfe und Verhalten bei gesundheitlichen Notfällen
                - Trainees zur Thematik Überfälle, Deeskalation, pp.
                - das Fahren in einer Gruppe von 3 bis 5 Fahrzeugen potenziert unsere Sicherheit und vor allem auch das individuelle Sicherheitsempfinden
                - spätestens dann besuche ich auch den Käsetom in Maceio....... wobei ich aber glaube Tom, dass wir uns schon vorher in Pipa treffen werden

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                • #18

                  Zitat von Agnes47 Beitrag anzeigen
                  Vielen dank für eure Einschätzung!!!

                  Aber was ich nicht verstehe, wie Ursinho4711 bei unserer Reise auf 500 km pro Tag kommt?

                  Rio-Iguazu sind ca. 1500 km (davon mehr als die Hälfte Autobahn bzw. autobahnähnlich)
                  Iguazu-Campo Grande ca. 700 km (auf 2-3 Tage)
                  Campo Grande - Cuiaba knapp 800 km (auf 2-3 Tage)
                  ...
                  Mich reizt halt v.a. das Pantanal und der Amazonas.
                  ...
                  rio-foz würde ich auch nicht selbst fahren wollen.

                  Rio-Sao Paulo braucht schon einen guten Tag - und danach ist man matschig.
                  sp-Curitiba auch ungefähr einen Tag.

                  Busse sind in Brasilien wirklich gut: Sao Paulo - foz gibt es Klasse-Verbindungen. Stops nur zum Essen zwischendurch, alle paar Stunden.
                  In Foz selber benötigt man keinen Wagen: die Stadtbusse fahren sowohl durch zu den Fällen und auch rüber nach Paraguay.
                  ===

                  Zwischen den grösseren Städten allgemein kein Problem: es gibt immer direktbusse, auch nach C.grande, Cuiaba.

                  Wir Ihr von dort aus allerdings mit öffentlichen Verkehrsmitteln ins Pantanal kommen könnt, weiss ich auch nicht.

                  Vielleicht doch die grossen, langen Strecken im Bus - und vor Ort einen Wagen nehmen ?

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