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Randale in Salvador

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  • Randale in Salvador

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      Es begab sich im Jahre 2000, dass der kleine Yens einsam zur Karnevalszeit in Brasilien reiste und es ihn nach Salvador verschlug.

      Nach langer Busreise endlich in der Stadt angekommen, begab ich mich auf die Suche nach einem Quartier, was sich als umständlich erwies, da ich einerseits mein Gepäck schleppen musste, andererseits die Hotels völlig verrückte Preisvorstellungen hatten. Unter 1000 Reais pro Woche war nichts zu bekommen. Doch endlich, nach langer suche, fand ich quarto für 200 Reais fuer 7 Tage. Der Deal war wie folgt: Ein Restaurant (comer por qilo) hatte wohl einen Raum renoviert und dort zwei Doppel/Hochbetten rein gestellt. Bleibt noch anzumerken, dass das Zimmer von drei Personen belegt wurde. Von mir, einem völlig beklopptem Amerikaner, der fuer 6 Tage 500 Reais bezahlt hatte und von einem verrückten Holländer, der immerhin 300 Reais bezahlt hatte. Der Holländer gab später im Umkreis von 1 km sicher einem Dutzend Bierverkaeuferinnen 50 Reais und legte so "Bierdepots" an, damit er nicht trocken lief.



      Der 1. Tag
      Das Problem war, dass die Matratzen wirklich nagelneu waren und soviel Chemie (Formaldehyd?) ausgedünsteten, dass an ein Schlafen in dem engen Raum gar nicht zu denken war. Also musste die Tür konstant auf sein und der Deckenventilator konstant auf höchster Stufe laufen und selbst dann konnte man nur schwer atmen :roll: .

      Der 2 Tag. Nichts wirklich weltbewegendes betr. der Unterkunft zu berichten.

      Der 3. Tag. Es regnete, bzw. um genau zu sein: es goss in Strömen. Das fuehrte schon bald dazu, dass die Decke durchnässte und es konstant auf den Ventilator tropfte. Denn konnten wir, ihr erinnert Euch, wegen dem hundserbärmlichen Gestank nicht abschalten. Der Ventilator war das durchtropfende Wasser als schön an die Wand und auf meine Matratze (ich schlief oben in einem der Betten, da beide unteren Betten belegt waren).

      Der 4. Tag.
      Es wollte nicht aufhören zu Regnen. Schlafen wurde, neben dem Gestank, für mich noch schwerer, da meine Matratze nun an drei Stellen sehr feucht war (nicht das was ihr denkt, das war vom Wasser, welches der Ventilator da drauf geworfen hatte).

      Der 5. Tag. Eine Wand hatte nun langsam keine Tapete mehr, da diese sich nach und nach abgelöst hatte. Der Boden sah auch aus wie Sau, da ein ca. 20 cm grosses Stueck des Stucks sich gelöst hatte und am Boden in tausend Teile zersprungen war. Mein Gedanke war: was ist, wenn sich in der Nacht noch der Rest des Stucks löst und mir auf den Kopf fällt? :shock:
      Also, erst mal auf mein Bett geklettert und ein bisschen am Stuck "gewackelt", der dann auch prompt auf einer Länge von ca. 3 Metern runterkam. So flink habe ich den Holländer noch nie aus seinem Bett springen sehen. :lol: Der Raum sah nun wirklich aus, als wuerde hier eine Rockband hausen, völlig versaut, völlig am Ende, dazu noch der Scheiss Deckenventilator und der Gestank. Immerhin wurde ich im Laufe des Tages in einen anderen Raum einquartiert und die Qual hatte ein Ende.

      Von den Frauengeschichten wehrend des Karnevals erzähle ich ein anderes Mal.

      Gruss Yens

    • #2
      Eine wirklich günstige Unterkunft hattest Du da.
      Beneidenswert :lol:

      Lobomau

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      • #3
        Re: Randale in Salvador

        Zitat von Yenz
        Es begab sich im Jahre 2000, dass der kleine Yens einsam zur Karnevalszeit in Brasilien reiste und es ihn nach Salvador verschlug.

        Nach langer Busreise endlich in der Stadt angekommen, begab ich mich auf die Suche nach einem Quartier, was sich als umständlich erwies, da ich einerseits mein Gepäck schleppen musste, andererseits die Hotels völlig verrückte Preisvorstellungen hatten. Unter 1000 Reais pro Woche war nichts zu bekommen. Doch endlich, nach langer suche, fand ich quarto für 200 Reais fuer 7 Tage. Der Deal war wie folgt: Ein Restaurant (comer por qilo) hatte wohl einen Raum renoviert und dort zwei Doppel/Hochbetten rein gestellt. Bleibt noch anzumerken, dass das Zimmer von drei Personen belegt wurde. Von mir, einem völlig beklopptem Amerikaner, der fuer 6 Tage 500 Reais bezahlt hatte und von einem verrückten Holländer, der immerhin 300 Reais bezahlt hatte. Der Holländer gab später im Umkreis von 1 km sicher einem Dutzend Bierverkaeuferinnen 50 Reais und legte so "Bierdepots" an, damit er nicht trocken lief.



        Der 1. Tag
        Das Problem war, dass die Matratzen wirklich nagelneu waren und soviel Chemie (Formaldehyd?) ausgedünsteten, dass an ein Schlafen in dem engen Raum gar nicht zu denken war. Also musste die Tür konstant auf sein und der Deckenventilator konstant auf höchster Stufe laufen und selbst dann konnte man nur schwer atmen :roll: .

        Der 2 Tag. Nichts wirklich weltbewegendes betr. der Unterkunft zu berichten.

        Der 3. Tag. Es regnete, bzw. um genau zu sein: es goss in Strömen. Das fuehrte schon bald dazu, dass die Decke durchnässte und es konstant auf den Ventilator tropfte. Denn konnten wir, ihr erinnert Euch, wegen dem hundserbärmlichen Gestank nicht abschalten. Der Ventilator war das durchtropfende Wasser als schön an die Wand und auf meine Matratze (ich schlief oben in einem der Betten, da beide unteren Betten belegt waren).

        Der 4. Tag.
        Es wollte nicht aufhören zu Regnen. Schlafen wurde, neben dem Gestank, für mich noch schwerer, da meine Matratze nun an drei Stellen sehr feucht war (nicht das was ihr denkt, das war vom Wasser, welches der Ventilator da drauf geworfen hatte).

        Der 5. Tag. Eine Wand hatte nun langsam keine Tapete mehr, da diese sich nach und nach abgelöst hatte. Der Boden sah auch aus wie Sau, da ein ca. 20 cm grosses Stueck des Stucks sich gelöst hatte und am Boden in tausend Teile zersprungen war. Mein Gedanke war: was ist, wenn sich in der Nacht noch der Rest des Stucks löst und mir auf den Kopf fällt? :shock:
        Also, erst mal auf mein Bett geklettert und ein bisschen am Stuck "gewackelt", der dann auch prompt auf einer Länge von ca. 3 Metern runterkam. So flink habe ich den Holländer noch nie aus seinem Bett springen sehen. :lol: Der Raum sah nun wirklich aus, als wuerde hier eine Rockband hausen, völlig versaut, völlig am Ende, dazu noch der Scheiss Deckenventilator und der Gestank. Immerhin wurde ich im Laufe des Tages in einen anderen Raum einquartiert und die Qual hatte ein Ende.

        Von den Frauengeschichten wehrend des Karnevals erzähle ich ein anderes Mal.

        Gruss Yens


        Tja, die "Assi's" sterben wohl nirgendwo aus. :roll:
        Schöne Ferien, weiterhin :lol:


        :wink:

        Kommentar


        • #4
          Re: Randale in Salvador

          Zitat von Trollo
          Zitat von Yenz
          Es begab sich im Jahre 2000, dass der kleine Yens einsam zur Karnevalszeit in Brasilien reiste und es ihn nach Salvador verschlug.

          Nach langer Busreise endlich in der Stadt angekommen, begab ich mich auf die Suche nach einem Quartier, was sich als umständlich erwies, da ich einerseits mein Gepäck schleppen musste, andererseits die Hotels völlig verrückte Preisvorstellungen hatten. Unter 1000 Reais pro Woche war nichts zu bekommen. Doch endlich, nach langer suche, fand ich quarto für 200 Reais fuer 7 Tage. Der Deal war wie folgt: Ein Restaurant (comer por qilo) hatte wohl einen Raum renoviert und dort zwei Doppel/Hochbetten rein gestellt. Bleibt noch anzumerken, dass das Zimmer von drei Personen belegt wurde. Von mir, einem völlig beklopptem Amerikaner, der fuer 6 Tage 500 Reais bezahlt hatte und von einem verrückten Holländer, der immerhin 300 Reais bezahlt hatte. Der Holländer gab später im Umkreis von 1 km sicher einem Dutzend Bierverkaeuferinnen 50 Reais und legte so "Bierdepots" an, damit er nicht trocken lief.



          Der 1. Tag
          Das Problem war, dass die Matratzen wirklich nagelneu waren und soviel Chemie (Formaldehyd?) ausgedünsteten, dass an ein Schlafen in dem engen Raum gar nicht zu denken war. Also musste die Tür konstant auf sein und der Deckenventilator konstant auf höchster Stufe laufen und selbst dann konnte man nur schwer atmen :roll: .

          Der 2 Tag. Nichts wirklich weltbewegendes betr. der Unterkunft zu berichten.

          Der 3. Tag. Es regnete, bzw. um genau zu sein: es goss in Strömen. Das fuehrte schon bald dazu, dass die Decke durchnässte und es konstant auf den Ventilator tropfte. Denn konnten wir, ihr erinnert Euch, wegen dem hundserbärmlichen Gestank nicht abschalten. Der Ventilator war das durchtropfende Wasser als schön an die Wand und auf meine Matratze (ich schlief oben in einem der Betten, da beide unteren Betten belegt waren).

          Der 4. Tag.
          Es wollte nicht aufhören zu Regnen. Schlafen wurde, neben dem Gestank, für mich noch schwerer, da meine Matratze nun an drei Stellen sehr feucht war (nicht das was ihr denkt, das war vom Wasser, welches der Ventilator da drauf geworfen hatte).

          Der 5. Tag. Eine Wand hatte nun langsam keine Tapete mehr, da diese sich nach und nach abgelöst hatte. Der Boden sah auch aus wie Sau, da ein ca. 20 cm grosses Stueck des Stucks sich gelöst hatte und am Boden in tausend Teile zersprungen war. Mein Gedanke war: was ist, wenn sich in der Nacht noch der Rest des Stucks löst und mir auf den Kopf fällt? :shock:
          Also, erst mal auf mein Bett geklettert und ein bisschen am Stuck "gewackelt", der dann auch prompt auf einer Länge von ca. 3 Metern runterkam. So flink habe ich den Holländer noch nie aus seinem Bett springen sehen. :lol: Der Raum sah nun wirklich aus, als wuerde hier eine Rockband hausen, völlig versaut, völlig am Ende, dazu noch der Scheiss Deckenventilator und der Gestank. Immerhin wurde ich im Laufe des Tages in einen anderen Raum einquartiert und die Qual hatte ein Ende.

          Von den Frauengeschichten wehrend des Karnevals erzähle ich ein anderes Mal.

          Gruss Yens


          Tja, die "Assi's" sterben wohl nirgendwo aus. :roll:
          Schöne Ferien, weiterhin :lol:


          :wink:
          Und "Scheisseschreiber", so wie "Trollo" anscheinend auch nicht.

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