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Varig meldet Konkurs an

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  • #31
    Letzte Pressemeldung: "Bieterk(r)ampf" Varig

    Ja, da gabs was in der Presse...

    Dienstag, 13. Dezember 2005 14:10

    Bieterkampf um Lufthansa-Partner Varig - Investor Docas will 25 Prozent

    Die brasilianische Beteiligungsgesellschaft Docas Investimentos will mit 25 Prozent beim kriselnden Lufthansa-Partner Varig einsteigen. Wie das Unternehmen am Dienstag in Rio de Janeiro mitteilte, steht der Kauf der Anteile für insgesamt 112 Millionen US-Dollar noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Kartellamts sowie der Varig-Aktionäre.

    Branchenkennern zufolge soll damit die portugiesische Airline TAP ausgebootet werden, die sich mit 20 Prozent an Varig beteiligen will. Docas hat eigenen Angaben zufolge bereits eine vorläufige Einigung mit Ruben Berta Participaciones e Inversiones erzielt. Die Holding kontrolliert Varig. Beide Airlines arbeiten unter dem Dach der "Star Alliance" zusammen.

    Angebot doppelt so hoch wie das von TAP
    Nach Medienberichten liefert sich Docas zudem auch einen Bieterkampf mit TAP um einzelne Varig-Töchter. Docas ist bereit, für die Frachtsparte VarigLog und die Instandhaltungstochter VEM insgesamt 139 Millionen Dollar in bar und damit mehr als doppelt so viel zu zahlen wie TAP. TAP hat laut Nachrichtenagentur Lusa noch bis zum 19. Dezember Zeit, sein Angebot nachzubessern. Docas wird vom Industriellen Nel son Tanure geführt, der unter anderem an brasilianischen Zeitungsverlagen beteiligt ist.

    Bei Zuschlag weniger Personal und mehr Flugzeuge
    Für den Fall des endgültigen Zuschlags hat Docas angekündigt, Personal abzubauen und mehr Flugzeuge in den Dienst zu stellen, um das Streckennetz auszubauen. Zudem sei eine Kapitalerhöhung bei der überschuldeten Varig geplant. Die Airline hat Außenstände in Höhe von 2,6 Milliarden Dollar. In den ersten neun Monaten dieses Jahres verbuchte Varig einen Verlust von 353 Millionen Dollar. Im November hatten die Gläubiger einem Rettungsplan zugestimmt, der vermied, dass 40 geleaste Varig-Maschinen konfisziert wurden. Der Kurs der Varig-Aktien kletterte am Montag um 18 Prozent auf 1,54 Real.

    (awp/mc/hfu)
    Es wurde schon alles gesagt.
    Aber noch nicht von allen.

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    • #32
      Neues zur VARIG-Insovlenz

      ......Die brasilianische Fluggesellschaft Varig steht knapp ein Jahr nach ihrem Insolvenzantrag vor der Liquidierung. In Südamerika droht Star damit bald blank dazustehen.


      Varig ist immer noch die größte internationale Fluggesellschaft des Kontinents und war 1997, wenige Monate nach der Gründung der Star Alliance, dem Bündnis beigetreten. Doch das chronisch defizitäre Unternehmen befindet sich mittlerweile in einem beklagenswerten finanziellen Zustand: Schulden in Höhe von geschätzten 3,3 Milliarden US-Dollar, 17 der 71 Flugzeuge stehen am Boden, weil Varig Wartungsarbeiten nicht zahlen kann.


      Die brasilianische Flughafenbehörde hat gedroht, Flugzeuge beschlagnahmen zu lassen, wenn die Fluggesellschaft nicht längst fällige Rechnungen begleicht. Dem firmeneigenen Pensionsfonds schuldet Varig mittlerweile eine Milliarde US-Dollar, Überweisungen für Treibstoff kommen verspätet bei den Lieferanten an. Daß nicht längst die Leasingunternehmen Flugzeuge kassiert haben, liegt nur daran, daß ein US-Konkursgericht sie bislang daran gehindert hat.


      Bislang ist die Sanierung gescheitert, weil neben Gläubigern auch die Mitarbeiter einem Plan zustimmen müßten, der Tausende Jobs kosten und hohe Gehaltseinbußen bedeuten würde. Ein Konsortium, das aus brasilianischen Geschäftsleuten und dem US-Investmentfond Matlin Patterson besteht, hat zuletzt 400 Millionen Dollar für Varig geboten, doch droht die Übernahme am Veto der Zivilluftfahrtbehörde zu scheitern.....

      Die Investmentbank JP Morgan schätzt die Wahrscheinlichkeit, daß Varig ganz verschwindet, derzeit auf 20 Prozent ein. Daß die Fluglinie nach einer Restrukturierung nur noch halb so groß wie bisher sei, davon sei zu 70 Prozent auszugehen. "Wir glauben, daß eine erhebliche Schrumpfung Varigs unvermeidbar ist", so JP-Morgan-Analyst Jamie Baker.


      Innerhalb Südamerikas werde Varig voraussichtlich nur noch einige wenige Zubringerflüge zu den Langstreckendiensten anbieten. Damit ist die Airline für Star so gut wie wertlos geworden, denn Flüge von Europa und den USA nach Brasilien können die anderen Star-Carrier selbst anbieten.

      Doch die Statuten verbieten einen Rauswurf oder eine längst angesagte Allianz mit dem Konkurrenten TAM. Der erfreut sich glänzender Gewinne und eines hervorragenden Rufs und ist auch noch nicht auf eine der beiden anderen globalen Bündnisse - Oneworld und SkyTeam - festgelegt. Doch Air France (SkyTeam) hat die Gunst der Stunde erkannt und ein bilaterales Kooperationsabkommen mit TAM geschlossen - in der Hoffnung, daß sich daraus mehr ergibt.

      Auszug aus Artikel erschienen am 23. April 2006
      wams.de

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      • #33
        Mitteilung der VARIG Brasil

        Hallo Freunde,

        ich habe als Reiseagent eine Nachricht von dem Deutschlanddirektor der VARIG erhalten und möchte sie euch nicht vorenthalten.

        Ich glaube nicht, dass VARIG so schnell untergehen wird. Viele andere Airlines wie z.B. United Airlines oder US-Airways waren lange so gut wie Pleite und flogen unter Gläubigerschutz. Die Airlines fliegen aber weiterhin, neuderdings auch wieder in die Gewinnzone. Ich gehe davon aus, dass dies mit VARIG genauso sein wird und man sollte der Fluggesellschaft weiterhin vertrauen.

        Frankfurt, 20.04.2006
        Liebe Reisebüropartner,

        in Bezug auf das Gläubigerschutzverfahren der VARIG teilen wir mit, dass sich unsere Geschäftsleitung nach wie vor in intensiven Verhandlungen zum schnellstmöglichsten Abschluss des Sanierungsprozesses der Gesellschaft befindet. Sowohl die brasilianischen Luftfahrtbehörden ANAC als auch die für die Umsetzung des Sanierungsprozesses verantwortlichen Stellen zeigen sich überzeugt, dass eine Sanierung möglich ist. Wie Milton Zuanazzi, der Präsident der ANAC, gestern in einer Pressekonferenz sagte, gibt es keinen Anlass, nicht mit VARIG zu fliegen, da die Flüge sicher und regelmässig durchgeführt werden. Spekulationen hinsichtlich einer möglichen Insolvenz wies der für den Sanierungsprozess zuständige Richter Luiz Roberto Ayoub in Rio de Janeiro als unzutreffend und nicht gerechtfertigt zurück.
        Im Rahmen des Sanierungsprozesses der VARIG wurden einige Inlandsstrecken eingestellt bzw. reduziert . Ansonsten läuft der Flugbetrieb der VARIG unverändert weiter. Verkaufen Sie VARIG, denn nur wir fliegen täglich von Frankfurt nach São Paulo und Rio de Janeiro, - sowie - dreimal* pro Woche von München nach São Paulo und weiter nach Rio de Janeiro (* zweimal im Monat April).
        Wir hoffen weiterhin auf Ihr Vertrauen und Unterstützung in dieser für uns nicht einfachen Zeit und sind sicher, daß wir gemeinsam mit Ihnen als unserem Partner auch in Zukunft erfolgreich Deutschland mit Brasilien verbinden werden.

        Mit freundlichen Grüssen

        Roque F. da Silva Neto
        Direktor für Deutschland

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        • #34
          Moiin Oxum,
          ich stand schon mal am Flughafen Zürich und die Airline hatte kein Geld mehr um die Maschinen noch fliegen zu lassen (SWISS AIR Pleite)

          Welche Sicherheit hat ein Besitzer eines Varig Tickets, dass ihm nicht das gleiche passiert?? Antwort: keine

          Für mich persönlich können die Promos und Sonderangebote auf den Markt schmeissen nach belieben. Ich würde so ein Ticket nur in die Hand nehmen wollen unter folgenden Bedingungen: Flug one Way- und innerhalb der nächsten 2 Tage. Mehr Risiko wäre ich nicht bereit zu schlucken.
          Auch nicht für einen Rückflug in 2-3 oder mehr Wochen.

          Aber dass muss jeder Kunde selbst entscheiden. Ich gebe lieber 100 Euro mehr aus und weiss dass die Airline am Abflugtag noch existiert.

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          • #35
            Zitat von oxum
            ...und man sollte der Fluggesellschaft weiterhin vertrauen.
            Warum sollte man das tun? Warum sollte man ein Risiko eingehen? Warum nicht mit einer anderen Linie fliegen bei der man a) sicher ist, dass sie Morgen noch existiert und b) eh einen besseren Service bekommt.
            Zm Beispiel mit der TAM...?
            Okay, Varig hat den Vorteil der Star Alliance und die bessere Anbindung nach Deutschland. Carrier über LH. Aber sonst?
            Lasse mich gerne eines besseren belehren. Aber ich würde auch kein Risiko eingehen. Man will ja schließlich unbeschwert seine Reise genießen.

            Só meus 2 centavos ;-)
            Ursinho
            Rio de Janeiro ist eine Drecksstadt...

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            • #36
              Zitat von oxum
              Im Rahmen des Sanierungsprozesses der VARIG wurden einige Inlandsstrecken eingestellt bzw. reduziert . Ansonsten läuft der Flugbetrieb der VARIG unverändert weiter.
              Hier sieht man, dass es sich um ein reines Propaganda-Schreiben handelt. VARIG bedient den Inlandsmarkt so gut wie gar nicht mehr.

              Ab und zu verliert sich aber noch ein VARIG-Flug an den riesigen Anzeigetafeln in Congonhas, Galeão oder Confins ..................

              Ausserdem: Wie will ich eine Fluggesellschaft mit herumstehenden Fluggerät sanieren? Ich nehme mal an, die Leasing-Gebühren für die Flugzeuge fallen trotzdem an. :rolleyes:

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              • #37
                Hallo!
                Heute hat sich Varig gemeldet und mitgeteilt, dass der gebuchte Flug am 28. Mai entfällt und wir auf einen anderen Flug umgebucht wurden.
                alter Flugplan
                RG 2397 GRU 11:15 MCZ 14:50
                neuer Flugplan
                RG 2324 GRU 18:55 SSA 21:15
                RG 2332 SSA 00:30 MCZ 01:30
                Soll man sich jetzt über die üblen Flugzeiten ärgern oder freuen, dass einen Varig (bisher) noch mitfliegen lässt?
                Gruss
                Thomas

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                • #38
                  So kannst du über Salvador fliegen. Ist nicht schlecht. Da hast du besser Frauen, als in Sao Paulo.

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                  • #39
                    Handelsblatt: Varig ist kaum noch zu retten

                    HANDELSBLATT, Mittwoch, 26. April 2006, 09:33 Uhr


                    Fluggesellschaften

                    Varig ist kaum noch zu retten

                    Von Alexander Busch

                    Schon mehrmals stand die chronisch defizitäre brasilianische Fluggesellschaft Varig vor der Pleite. Nun scheint es tatsächlich kein Entrinnen mehr zu geben: Regierung und staatliche Stellen sind nicht länger bereit, der einst größten lateinamerikanischen Fluglinie mit weiteren Krediten auszuhelfen.




                    SAO PAULO. Er sehe als seine Aufgabe nicht darin, private Konzerne vor dem Konkurs zu retten, erklärte Präsident Luiz Inácio Lula da Silva jüngst. Auch seine Ministerriege – ansonsten staatlicher Intervention ganz und gar nicht abgeneigt, gab sich abweisend, als die Varig eine Stundung ihrer Schulden gegenüber staatlichen Gläubigern verlangte. Brasília erhöhte den Druck sogar noch: Die Justiz intervenierte, als der Pensionsfonds der Varig-Angestellten bei der Neuorganisation des Unternehmens mitmischen wollte. Ein Konsortium, das aus brasilianischen Geschäftsleuten und dem US-Investmentfond Matlin Patterson besteht, hat zuletzt 400 Millionen Dollar für Varig geboten, doch droht die Übernahme am Veto der Zivilluftfahrtbehörde zu scheitern.

                    Die plötzliche Härte des Staats gegenüber der einstigen nationalen Ikone überrascht. Lula selbst hat mehrfach erklärt, dass die Varig nicht untergehen dürfe. Zudem verfügt die Varig über eine starke Lobby im Kongress, zu der auch Mitglieder der regierenden Arbeiterpartei PT gehören. Auch das Timing für den radikalen Kurswechsel ist schlecht. Im Oktober stellt sich Lula der Wiederwahl. 10 000 entlassene Varig-Angestellte, fehlende Flüge über den Atlantik im Jahr der Fußballweltmeisterschaft, das Aus für ein Unternehmen, auf das die meisten Brasilianer stolz sind – all das wäre eine Steilvorlage für die Opposition. Deswegen scheint es durchaus möglich, dass die Regierung einen Plan B für die Varig in der Schublade hat. Vorbedingung jeder Sanierung ist jedoch, dass die bisherigen Teilhaber ausgebootet werden. Denn 87 Prozent der Stammaktien der Fluglinie, die 1927 von deutschen Einwanderern gegründet wurde, gehören immer noch der belegschaftseigenen Stiftung, der Fundação Rubem Berta.

                    Bisher konnte die Stiftung jede Beschneidung ihrer Macht und damit jede grundlegende Reform blockieren, und sie würde lieber mit der Varig untergehen, als sich von ihr zu lösen. Deswegen überlässt die Regierung die Varig derzeit ihrem Schicksal: Tag für Tag streicht die Gesellschaft weitere Flüge, weil ihr das Geld fehlt, die Maschinen zu warten. Die Marktführer Gol und Tam haben der Regierung bereits zugesichert, dass sie die brasilianischen Routen, die die Varig nicht mehr bedient, problemlos übernehmen würden.

                    Nur als internationale Fluggesellschaft für Brasilien hat die Varig eine kleine Überlebenschance. Als ausländischer Partner steht etwa die portugiesische TAP bereit, die schon länger ihre Fühler nach Brasilien ausstreckt. Das größte Hindernis für ein erfolgreichen Neubeginn sind jedoch die hohen Schulden von 3,2 Milliarden Euro. Da aber die Varig innerhalb Südamerikas in Zukunft wohl nur noch wenige Zubringerflüge zu den Langstreckendiensten anbieten kann, ist sie für das weltgrößte Airline-Bündnis Star Alliance, zu dem auch die Lufthansa gehört, praktisch wertlos. Denn Flüge von Europa und den USA nach Brasilien können die anderen Star-Carrier selbst anbieten. Dass der Star der Varig hilft, gilt deshalb als nahezu ausgeschlossen.
                    Gruss brasilmen Thomas
                    www.brasilmen.de

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                    • #40
                      VARIG: Kaum noch zu retten

                      Handelsblatt-Artikel vom 26.04.06:
                      http://www.handelsblatt.com/pshb/fn/relhbi/sfn/buildhbi/cn/GoArt!200012,200038,1069255/SH/0/depot/0/index.html
                      Es wurde schon alles gesagt.
                      Aber noch nicht von allen.

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