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Brasilien rächt sich an US-Touristen

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  • Brasilien rächt sich an US-Touristen

    Die scharfen Anti-Terror-Bestimmungen bei der Einreise in die USA haben in Brasilien für Verärgerung gesorgt. Nun ordnete erstmals ein Richter Gegenmaßnahmen an. Amerikaner, die das Land besuchten, mussten sich fotografieren lassen und Fingerabdrücke hinterlassen.

    Von der Maßnahme waren am 1. Januar rund 230 US-Touristen betroffen, die auf dem internationalen Flughafen "Guarulhos" der Wirtschaftsmetropole Sao Paulo - dem größten des Landes - gelandet waren, berichteten Medien. Die Maßnahme der Bundespolizei erfolgt den Angaben zufolge auf Anordnung eines Richters aus dem Bundesland Mato Grosso. Richter Julier Sebastião da Silva meinte, seine Anordnung sei eine "Antwort" auf die Kontrollmechanismen der USA. Die betroffenen US-Touristen hätten in Sao Paulo zum Teil sehr verärgert und überrascht reagiert, hieß es.

    Die für die Einreisekontrolle zuständige Bundespolizei habe ihnen erklärt, dass die USA unter anderem mit den brasilianischen Touristen ähnlich verfahre. In Rio de Janeiro sagte ein Sprecher der Bundespolizei unterdessen, man sei dort von der richterlichen Anweisung noch nicht in Kenntnis gesetzt worden.

    Quelle: Der Spiegel

  • #2
    Bravo! Endlich hat mal jemand richtig auf die dauernde Bevormundung der Amis reagiert. !!!!!

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    • #3
      Nur dumm, daß die Amerikaner diese alberne Retourkutsche wohl mit Umbuchungen in andere lateinamerikanische Länder quittieren werden und die brasilianische Tourismusbranche den Preis zahlen darf. Die USA sind nämlich keineswegs auf brasilianische Touristen angewiesen, von denen viele dann auch noch vor der Rückreise untertauchen. Die brasilianischen Hotels, die sowieso mit finanzstarkem Kundenschwund zu kämpfen haben, wiederum brauchen die amerikanischen Touristen ziemlich dringend. Kurzum: Da ist den Brasilianern wieder ein Schuß ins eigene Bein gelungen.

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      • #4
        Amis und fremde Länder

        Ach was US-Amerikaner machen nur einen geringen Prozentsatz der Touristen in Brasilien aus ( ca. 1,8 Prozent ) . Das wird die Brasilianer nun wohl nicht umbringen.
        Wer geschäftlich nach Brasilien fliegt wird damit Leben müssen und können. Übrigens werden auch von deutschen Geschäftsreisenden Fingerabdrücke genommen.
        Man sollte die US-Amerikaner auch mal daran erinnern, dass es in den Vereinigten Staaten eine Menge Terroristen gibt.

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        • #5
          Re: Amis und fremde Länder

          Zitat von Sarastro
          Ach was US-Amerikaner machen nur einen geringen Prozentsatz der Touristen in Brasilien aus ( ca. 1,8 Prozent ) . Das wird die Brasilianer nun wohl nicht umbringen.
          Wer geschäftlich nach Brasilien fliegt wird damit Leben müssen und können. Übrigens werden auch von deutschen Geschäftsreisenden Fingerabdrücke genommen.
          Man sollte die US-Amerikaner auch mal daran erinnern, dass es in den Vereinigten Staaten eine Menge Terroristen gibt.
          Bin der selben Meinung Sarastro.Brasilien hat ca.5,3 Millionen Touris im Jahr(1,8 ist trotzdem ein hoher Prozentsatz).Sollen doch diese Bigmac´s bleiben wo der Pfeffer wächst!Einem Freund wurden mal in einer Bank in Chicago Fingerabdrücke abgenommen.Grund :?: Er wollte Travellerchecks wechseln...... :lol:

          Feliz 2004

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          • #6
            Habe jetzt auf die Schnelle nur die Zahlen von 1999 gefunden. Von den damals registrierten 5.107.169 ausländischen Touristen waren 559.367 US-Amerikaner (die Deutschen kamen nur auf 282.846), Tendenz war stark ansteigend. Das sind dann aber eher 10,8 Prozent als 1,8. Die "Sauerkrauts" geben außerdem deutlich weniger Geld aus als die "BigMacs".

            Ich denke, gekränkte Eitelkeit und dummer Stolz helfen Brasilien nicht weiter.


            (Quelle der Zahlen: http://www.festasregionais.com/Turis...isitcas/17.htm)

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            • #7
              Für MIKE no.2

              Stimmt aber nicht ganz, dass die USA keineswegs auf brasilianische Touristen angewiesen sind.

              Seit 11 September 2001 bekamm man oft in der Miamer Zeitungen zu lesen, dass die brasilianischen Touristen dort vermiesen werden, weil sie dort jährlich mehr ausgegeben haben als allen anderen Touristengruppen, sogar mehr als die schon berühmten Japaner.

              Miami war für viele Brasilianer der guten Einkaufsmöglichkeiten wegen, immer öfter ein beliebtes Ziel.

              Außerdem, werden „einigen“ Hotels in Brasilien eventuell Problem haben. Die meistens sind aber Bekannterweise nicht "brasilianische".

              In diesem Sinne. Aplaus für die brasilianische Regierung.

              Feliz 2004!

              gatapreta1 :wink: :wink:

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              • #8
                Außerdem wirkt dieses Aufbäumen gegen die Amerikaner albern in einem Land, das per Gesetz in seinen Duty Free-Shops nur die Bezahlung in US-Dollar zuläßt. In Reais kannst du dort nämlich nicht zahlen. Und wer - außer US-Amerikanern - hat schon immer Dollars in der Tasche, um zahlen zu können, wenn das marode Kreditkartensystem mal wieder down ist?

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                • #9
                  Abstimmung mit den Fuessen....

                  Ich halte diese Aktion fuer mutig und richtig, hoffe aber dass es sich um ein einmaliges Signal handelt und man sich nicht in die Betonkopf-Mentalitaet der Amis einspannen laesst.
                  Fuer das Moralbefinden wiegt so ein Signal auch wirtschaftl. Nachteile auf. Leider dreht sich das Denken in D viel zu viel um Wirtschaft, Geld verdienen, und man schleimt sich dafuer zu Tode. (denke dabei gerade an Frau Merkel, grins).

                  Die US Amerikanern haben den hoechsten Anteil von Wirtschaftsreisenden nach Brasilien von allen Laendern (je nach Jahr zwischen 38 und 51% + ca.4-5%Kongressbesucher). Dazu kommen rund 25%, die aus familiaeren Gruenden nach Brasilien reisen. All diese werden weiterhin dorthin fahren, egal was dort ablaeuft am Zoll.

                  Sollen die jetzt etwa nach Jolo, Kenia, oder in den Libanon fahren um ihre Geschaefte zu machen, oder Familie zu besuchen???

                  Brasilianer reisen zu rund 70-75% aus touristischen Gruenden in die USA, rund 12% aus geschaeftlichen Gruenden.
                  Ob die sich im Urlaub solche Behandlung antun lassen wollen??

                  Die USA haben ein pos. Saldo von 12 MilliardenUS$ im Tourismus (noch). Noch fuettern auslaendische Touristen die Amis, nicht umgekehrt. Mit ihrem Handelsbilanzdefizit haben die das Touri-Geld viel noetiger als alle anderen.
                  +++
                  Statistik der Einreisen von Touristen aus Brasilien in den USA;
                  2000- 533,936
                  2001- 551,406
                  2002- 405,094
                  2003- 250,117 (nur fuer die ersten 3. Quartale = 9 Monate)
                  Quelle: iTA/ Otti - Office of Tourism and Travel industries http://tinet.ita.doc.gov/view/m-2003-I-001/table_6.html

                  ++++++++++++++++++++++++++++++++++++
                  Entrada de Touristas no Brasil, segundo o pais de residencia permanente...;

                  Estados unidos:
                  1999: 559.366
                  2000: 648.026
                  2001: 596.844
                  2002: 636.460
                  Quelle: Embratur http://www.embratur.gov.br/0-catalog...rio2003%20.pdf
                  http://www.embratur.gov.br/0-catalog...rio2001%20.pdf
                  +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
                  ESTIMATIVA DE SAÍDA DE TURISTAS BRASILEIROS PARA O EXTERIOR
                  ESTADOS UNIDOS
                  1994 874.900
                  1995 813.593
                  1996 848.453
                  1997 940.698
                  1998 909.477
                  1999 665.013
                  2000 670.970
                  2001 490.874
                  2002 466.330

                  ++++++++++++
                  Motivo:
                  MOTIVO DA VIAGEM:NEGÓCIO
                  MAIORES EMISSORES ANO
                  1996 1997 1998
                  Estados Unidos 51,0%48,0%38,4% (Anm.: fuer2001 rund 44%)

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                  • #10
                    Der für diese Entscheidung verantwortliche Richter sollte sich besser mal darum kümmern, wie Brasilianer (aber auch Ausländer, die nach Brasilien wollen) in ihren eigenen Botschaften und Konsulaten (oder auch Behörden in Brasilien) behandelt werden: Die Behandlung ist nämlich keineswegs besser als die brasilianischer Touristen, die in die USA reisen wollen. Sie werden wie der letzte Dreck behandelt, verlieren endlos Zeit, werden ausgenommen und noch dazu häufig mit vollkommen falschen Informationen in die Irre geführt. Wenn man den Dreck vor der eigenen Tür beseitigt hat, kann man sich auch über den Dreck vor anderer Leuts Tür beschweren. Aber erst dann!

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                    • #11
                      Zitat von Chicote
                      Der für diese Entscheidung verantwortliche Richter sollte sich besser mal darum kümmern, wie Brasilianer (aber auch Ausländer, die nach Brasilien wollen) in ihren eigenen Botschaften und Konsulaten (oder auch Behörden in Brasilien) behandelt werden: Die Behandlung ist nämlich keineswegs besser als die brasilianischer Touristen, die in die USA reisen wollen. Sie werden wie der letzte Dreck behandelt, verlieren endlos Zeit, werden ausgenommen und noch dazu häufig mit vollkommen falschen Informationen in die Irre geführt. Wenn man den Dreck vor der eigenen Tür beseitigt hat, kann man sich auch über den Dreck vor anderer Leuts Tür beschweren. Aber erst dann!
                      Das ist doch wohl Schwachsinn :!: :!: :!: :twisted:
                      Was kümmert es denn einen bras. Richter wie Ausländer von ihren eigenen Botschaften/Konsulaten behandelt werden :?: :?: :?:
                      Wenn denen die Behandlung nicht gefällt, dann müssen sie sich eben bein entsprechenden Aussenministerium/Aussenminister beschweren. Gerade die Deutschen sind doch "Beschwerdeweltmeister" oder nicht :?: :?: :?:

                      Was die Brasilianer angeht, die sind es ja gewohnt von den Behörden verarscht zu werden. Warum sollte es dann ausgerechnet bei den bras. Botschaften im Ausland anders sein :?: Die würden ja richtig etwas vermissen ! :twisted:


                      Juiz Julier Sebastião da Silva

                      http://www.mt.trf1.gov.br/recursal/c...rri_julier.htm

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                      • #12
                        Wenn ich auch nicht mit Zahlen aufwarten kann wie einige vor mir - ich finde es gut, daß es den Amis nun auch mal wenigstens irgendwo so geht wie vielen (oder wohl fast allen Touristen), die ins Amiland wollen.
                        Und ich habe herzlich gelacht, als ich die Nachricht im Internet gelesen habe - kein Land traut sich, gegen die Selbstherrlichkeit der Amis aufzumucken, nur die "Banenrepublik" Brasilien....(und bitte keine Anfeindungen deswegen, ist ironisch gemeint!).

                        Natürlich wird dies wohl einige abschrecken, aber soooo viele amerikanische Touris habe ich nicht getroffen (ich war viel unterwegs, und habe 2,5 Jahre in Brasilien gewohnt!). Von daher dürfte ein kleiner Ausfall zu verschmerzen sein.
                        Aber wie gesagt, warten wir erst mal die Reaktionen ab....

                        Serrambi

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                        • #13
                          Na, warten wir es doch mal ab, wie lange es dauert, bis die Entscheidung von Lulas Regierung rückgängig gemacht wird. Wäre ja bekanntlich nicht das erste Mal, daß dies passiert. Der Richter hat auf jeden Fall erreicht, was er wollte: Sein Name steht in dicken Lettern in allen brasilianischen und vielen internationalen Zeitungen. Glauben die naiven Claqueure hier im Forum eigentlich wirklich, Julier Sebastião da Silva würde es wirklich um die Behandlung irgendeines brasilianischen Touristen gehen? Diesen Blödsinn zu einer heroischen Tat (David zeigt es Goliath) aufzublasen, ist auch völlig daneben. Das würde sich nämlich erst herausstellen, wenn die USA auf die Maßnahme verschnupft reagieren würden und die Daumenschrauben anzögen. Ich wette, dann wäre die Maßnahme in Nullkommanix wieder aus der Welt.

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                          • #14
                            Was schlägst Du denn vor?

                            Sollte der Rest der Menschheit vor der Bush-Regierung niederknien und hinfort nur noch der Weisheit des US-Präsidenten lauschen. Mir kommt das ganze ein wenig so vor wie die Lage der "Bruder"-staaten der Sowjetunion früher. Nur den großen Bruder nicht ärgern und im vorauseilenden Gehorsam das Wohlwollen des "Verbündeten" gewinnen.
                            Die Staaten waren ja zu ertragen als sie eine gewählte Regierung hatten. Nun siehts ja aber so aus, daß die freie Welt von eienem Analphabeten angeführt wird. Dieser leitet auch noch eine Administration, welche ohne mit der Wimper zu zucken die UNO belügt und einen Krieg mit dem Ziel der Selbstbereicherung führt. Ich halte den Terrorismus und Leute wie Hussein für eine schlimme Gefahr, aber rechtfertigt ein Unrecht eben kein anderes.
                            Osama bin Laden gewinnt seinen Krieg doch durch die lähmende Angst die jeden zum Sklaven der Sicherheit macht. Es gibt jedoch keine absolute Sicherheit.
                            Mal abgesehen davon das es zur Bekämpfung des Terrors nötig sein könnte, Passagierlisten lesen zu können.

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                            • #15
                              Moin,
                              Diese Aktion amüsiert mich.
                              Allerdings halt ich Sie für problematisch. Wenn Brasilien einheitlich solche Dinge auf Gegenseitigkeit regelt, kein Problem. Mit der Sache an sich werden auch Amerikaner leben könne und müssen.
                              Das Problem ist, das nicht der Staat Brasilien die Einreisevorschriften geändert hat sonder „ein“ Richter. Wenn jeder Richter in der Lage ist Vorschriften zu erlassen die dann von der Polizei befolgt werden müssen, führt das zu einer Unsicherheit in der und das ist schädlich.

                              Allerdings brauchen wir nicht mit dem Finger auf Brasilien zeigen auch hierzulande haben wir Gerichte die von der Gewaltenteilung scheinbar noch nichts gehört haben.
                              Bei unserer Hochzeit verlanget das OLG Schleswig von meiner Frau neben den vorgeschriebenen Papieren noch eine Eidesstattliche Erklärung zusätzlich. Begründung: Das OLG Köln hat eine Liste erstellt in der steht das die Gericht von welchen Ausländern welche Sachen zusätzlich zu fordern sind.

                              Ich fliege übrigens Dienstag beruflich nach Dallas. Mal schauen.

                              Christian
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