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Streit um Einreisekontrollen..

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  • Streit um Einreisekontrollen..

    Besatzung von US-Flug in Brasilien festgenommen
    Sao Paulo (APA/dpa) - Der Streit der Fingerabdrücke zwischen Brasilien und USA hat sich mit der Festnahme der gesamten Besatzung eines US-Flugzeugs zugespitzt. Der Pilot von American Airlines soll sich am Mittwoch nach der Landung auf dem Flughafen von Sao Paulo geweigert haben, sich den neuen schärferen Einreisekontrollen für US- Bürger zu unterziehen.

    Zudem soll er auch obszöne Gesten gemacht haben. Die restlichen zwölf Besatzungsmitglieder der aus Miami kommenden Maschine hätten danach aus Solidarität ebenfalls die Kontrollen verweigert. Sie alle würden im Flughafen festgehalten, hieß es in den Medienberichten. Für Missachtung der Staatsgewalt kann man in Brasilien zu einer Haftstrafe von sechs bis zwölf Monaten verurteilt werden. Die gesamte Besatzung werde aber voraussichtlich noch am Mittwoch in die USA zurückgeschickt werden, hieß es von Polizeiseite. US-Bürger müssen sich bei der Einreise in Brasilien seit dem 1. Jänner fotografieren und Fingerabdrücke nehmen lassen. Der Richter, der die neuen Kontrollen angeordnet hatte, rechtfertigte sie mit dem "Gegenseitigkeitsprinzip", nachdem die USA am 1. Jänner zur Terrorismusbekämpfung ebenfalls eine schärfere Einreiseregelung eingeführt hatten.
    Gruss brasilmen Thomas
    www.brasilmen.de

  • #2
    US-Bürger werden erkennungsdienstlich behandelt

    Brasilien fordert von Washington Respekt
    Die Verfügung eines Provinzrichters wird zur Regierungspolitik: US-Bürger werden erkennungsdienstlich behandelt
    PORTO ALEGRE taz "Wir brauchen nicht so zu werden wie sie." Sie, das sind die Amis. Anstatt US-Reisende auf einheimischen Flughäfen erkennungsdienstlich behandeln zu lassen, so eine Wochenzeitschrift, solle man lieber eine Tourismus-Kampagne starten, etwa unter dem Motto: "Kommen Sie nach Brasilien. Hier wird keine Datei angelegt."

    Kaum ein Thema beschäftigt Brasilien derzeit mehr als die Anordnung des Richters Julier Sebastião da Silva aus dem Bundesstaat Mato Grosso: Seit dem Neujahrstag nämlich müssen sich Touristen und Geschäftsleute, ja selbst Diplomaten und Politiker aus den USA bei der Einreise die Fingerabdrücke nehmen und fotografieren lassen.

    Die Prodezur, die sich stundenlang hinziehen kann, mag von den Betroffenen als absurde Schikane oder als gezielte Diskriminierung der US-AmerikanerInnen empfunden werden.

    Dass es sich dabei nicht um den Spleen eines Provinzrichters handelt, wurde spätestens am Dienstag klar, als Brasiliens Außenminister Celso Amorim die US-Botschafterin zu sich bat. Sobald seine Landsleute auf US-Flughäfen so unbürokratisch abgefertigt würden wie die Reisenden aus 27 Industrieländern, so Amorim, seien die umstrittenen Kontrollen kein Thema mehr. Wie schon Richter da Silva bezog sich Amorim auf das juristische Prinzip der Gegenseitigkeit, das Brasilien seit dem Amtsantritt von Präsident Lula vor einem Jahr resoluter denn je für die Länder des Südens reklamiert. Dieses Prinzip sei ein "Grundelement der internationalen Beziehungen", ließ Amorim verlauten, der sich auch von einem Anruf seines US-Kollegen Colin Powell unbeeindruckt zeigte.

    Da aus Washington kein Signal zum Einlenken kam, trat gestern ein Erlass in Kraft, der die Kontrollmaßnahmen der Bundespolizei bis auf Weiteres aufrecht erhält. Mitarbeiter des Außen- und Jusitizministeriums sowie der Staatsanwaltschaft sollen innerhalb von 30 Tagen Vorschläge über die Einreisekontrollen für Ausländer vorlegen. Seit Jahren müssen selbst Kurzzeittouristen aus den USA bei der Einreise ein Visum vorlegen, anders etwa als viele Europäer.

    Ohne regierungsamtliche Reaktion blieb die Bestimmung des US-Heimatschutzministeriums vom vergangenen August, nach der nun auch Transitreisende aus Entwicklungsländern ein Visum brauchen - kaum ein US-Bürger fliegt lediglich zum Stopover nach Brasilien. Das Sicherheitsargument, das Washington als Begründung für die Diskriminierung von Passagieren aus dem Süden anführt, stößt in Brasilien auf Skepsis. Warum, fragt etwa ein Kolumnist, müssen sich Deutsche nicht den "Registrierungen und demütigenden Durchsuchungen" unterziehen, wo doch Berlin und Washington immer wieder auf die Aktivitäten von al-Qaida in deutschen Städten verweisen? Und alle Umfragen belegen: Eine große Mehrheit der Bevölkerung unterstützt das selbstbewusste Auftreten der Regierung Lula, das auch bei den lateinamerikanischen Nachbarn gut ankommt. Im mexikanischen Monterrey, wo seit gestern 34 amerikanische Staats- und Regierungsschefs tagen, geht es ebenfalls um Sicherheit - und um Respekt.
    Gruss brasilmen Thomas
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    • #3
      American Airlines kauft US-Piloten aus Brasilien frei

      American Airlines kauft US-Piloten aus Brasilien frei
      Fluggesellschaft zahlt nach obszöner Geste 12.700 Dollar
      Nachlese
      Krieg der Fingerabdrücke spitzt sich zu
      São Paulo - Die US-Fluggesellschaft American Airlines hat den Piloten mit einem fünfstelligen Dollar-Betrag freigekauft, der seinem Ärger über die verschärften Einreisekontrollen in Brasilien mit einer obszönen Geste ("Stinkefinger") Luft gemacht hatte. Das Unternehmen beglich am Donnerstag nach eigenen Angaben die 12.700 Dollar (10.000 Euro) Strafe für Dale Robbin Hersh. Der 52-Jährige wurde daraufhin aus brasilianischem Gewahrsam freigelassen und sollte in einer American-Airlines-Maschine nach Miami im US-Bundesstaat Florida zurückkehren.

      Hersh hatte den brasilianischen Grenzbeamten, die ihn am Flughafen von Sao Paulo fotografieren wollten, am Mittwoch den "Stinkefinger" gezeigt. Wegen "Beleidigung des brasilianischen Nationalstolzes" verhängte ein Richter daraufhin eine Geldstrafe in Höhe von 36.000 Real (10.000 Euro).

      Weil die USA ihre Einreisekontrollen zu Beginn des Jahres verschärften und nun biometrische Daten von Einreisenden erfassen, die ein Visum für die Vereinigten Staaten benötigen, hatte Brasilien seinerseits seine Kontrollen für US-Bürger verschärft. Seitdem müssen sich nach Brasilien einreisende US-Bürger von der Polizei fotografieren und ihre Fingerabdrücke abnehmen lassen. (APA)
      Gruss brasilmen Thomas
      www.brasilmen.de

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      • #4

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        • #5
          Moin,
          Mal abgesehen von Sinn oder Unsinn dieser Maßnahmen sei es in Brasilien oder den USA.
          Ich bin z.Z noch in den USA. Bei der Einreise mussten die Visumspflichtigen Fluggäste in eine andrer Reihe.
          Dort wurden die Fingerabdrücke Elektronisch gescannt und ein Digitalfoto gemacht. Das ganze ging schneller als die Einreise eines Deutschen in Brasilien.

          Wenn US-Bürger auf diese Prozedur stundenlang warten müssen währen Sie froh über einen Behandlung auf Gegenseitigkeit dann währen Sie nämlich in 5 bis 10 min fertig.

          Gruß
          Christian
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