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Bossa Nova zwischen Sanddünen

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  • michaelsuico
    antwortet
    Zitat von lolipop
    Mikelo

    Den Artikel habe ich doch gestern schon gepostet.
    Schau mal nach...........................

    abraço

    lolipop
    sorry, liegt wohl am carnaval( ein bierchen zuviel)

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  • lolipop
    antwortet
    Wiederholung.............

    Mikelo

    Den Artikel habe ich doch gestern schon gepostet.
    Schau mal nach...........................

    abraço

    lolipop

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  • michaelsuico
    hat ein Thema erstellt Bossa Nova zwischen Sanddünen.

    Bossa Nova zwischen Sanddünen

    Ein brasilianischer Lebemann arbeitet tagsüber als Immobilenmakler und abends als Musiker. Er profitiert von den partyfreudigen Touristen im ehemaligen Hippie-Paradies Canoa Quebrada - doch manchmal werden
    Seine Stimme ist noch ganz rau. Gestern nacht hat Jura bis um drei im Café am Broadway gesungen. Von Liebe, Katzen, Meerjungfrauen - und natürlich von seinem Land, Brasilien. Der Broadway - so nennen die Einwohner von Canoa Quebrada in liebevoller Übertreibung ihre Hauptstraße. Wo vor einigen Jahren nur eine Pizzaria und eine handvoll Geschäfte das Zentrum der sandigen Straße bildeten, reihen sich heute Geschäfte entlang des Asphaltweges wie Perlen auf einer Kette. Ob der Kaffee am Morgen, die Pizza zum Lunch oder Tanz und Cocktails am Abend - am Broadway ist eigentlich immer etwas los.


    Nur etwa 500 Meter von dieser lebhaften Straße entfernt spaziert Jura am Meer entlang. Seine Gitarre um den Bauch gehängt, wandert der Barde aus Canoa Quebrada den feinen Sandstrand hinunter. Klimpert selbstvergessen in der späten Morgensonne einige Akkorde. Trotz der Heiserkeit bleibt der südamerikanische Bossa-Nova-Schmelz in seiner Stimme unüberhörbar. Jura ist bekannt wie ein bunter Hund. Heute ist ihm der Trubel in dem kleinen Ort zu viel, er braucht Ruhe zum Musizieren.

    Erfrischungsgetränk aus der Kokosnuss

    "Vor einigen Jahren war Canoa noch ein kleines Fischerdorf. Heute kommen viele Touristen her. Aber dennoch sind hier viele Ecken unberührt geblieben", erzählt er und wandert weg vom Meer, durchquert die schier endlose weiße Dünenlandschaft, bis er die Lagunen erreicht. Mehrere kleine flache Wasserflächen reihen sich in der Sandwüste aneinander. Mitten in dieser weiß-blauen Weite liegt einer Fata Morgana gleich ein einfaches Häuschen aus Holz. Das Palmblätter-Dach spannt sich über die Terrasse. Dort warten Tische und Stühle auf Besucher. "Das brauche ich heute - Ruhe", sagt Jura und bestellt bei Kamilla, derschwarzlockigen Tochter der Inhaberin, ein Kokoswasser. Das Mädchen bringt ihm eine grüne Kokosnuss mit zwei Strohhalmen drin. "Es ist ein so einfaches Getränk - und einfach köstlich", meint Jura.

    Er verbringt hier oft seine Nachmittage, wenn es ihm im Ort zu hektisch wird. Canoa Quebrada hat in den letzten fünf Jahren kräftig in den Tourismus investiert - Straßen wurden asphaltiert und viele Häuser, vor allem Hotels und Pousadas gebaut. Das brachte nicht nur Touristen. Die Klippen litten unter der Verstädterung. "Landfresser" nennen Ökokritiker diese Entwicklung. Inzwischen steht die einmalige Dünen-, Mangroven- und Klippenlandschaft zwar unter Naturschutz - dennoch geht der Bauboom in Canoa Quebrada weiter. Nicht nur Jura ist sich inzwischen bewusst: "Wir müssen unsere einmalige Landschaft schützen. Sie ist unsere Lebensgrundlage." Doch die Investoren planen nach wie vor munter weitere Hotelanlagen.

    Vom Musiker zum Immobilienspekulant

    Jura war einer der ersten, die im Ort die Chance auf den Tourismus erkannt haben. "Ich habe vor sieben Jahren ein Häuschen gebaut, mit Türmchen, ähnlich wie ein Schloss, um es zu verkaufen oder an Touristen zu vermieten." Der Plan ist aufgegangen, inzwischen hat er mehrere dieser Hütten gebaut, die aussehen wie norddeutsche Wassermühlen ohne Windräder. Seine Hütten allerdings gliedern sich ins ehemalige Dorfzentrum ein und versiegeln keine neuen Flächen. Und sie verraten den Künstler in Jura. Der Lebenskünstler ist nicht nur bekannter Musiker in der Region, sondern hat sich auch als Maler einen Namen gemacht.

    In den 70er Jahren galt Canoa Quebrada als Magnet für Hippies. Viele blieben und bildeten eine kleine Künstlerkolonie im Ort. Andere setzten auf Sport und Aktivitäten wie Kitesurfen oder Reiten. Über den tennisplatzroten Felsen von Canoa Quebrada schwebt ein Holzsteg auf hohen Stelzen. Darüber hängen Paraglider wie Marionetten an ihren bunten Schirmen. Von dort oben sehen sie nicht nur die Dünenlandschaft und das Blau des Atlantiks, sondern auch Geländefahrzeuge, die wie Käfer durchs Hinterland krabbeln. Vollbesetzt mit Ausflüglern, kurven sie die Fremden zu einsamen Stränden oder Wanderdünen. In den Pausen rutschen viele Ausflügler juchzend auf dem Hintern die Sanddünen herunter - "Skibunda" nennen dass die Brasilianer.

    Durchtanzte Nächte bei Vollmond

    Am Wochenende verwandeln sich die Häuser auf Canoa Quebradas Hauptstraße in eine große Open-Air-Disko. Einheimische und Gringos hotten bei Forró oder Bossa Nova ab. Und am Strand feiern sie Reggae-Nächte - die Hippies haben Spuren hinterlassen, besonders in Vollmondnächten. Im blauen Mondlicht wippen und wackeln Menschen, so weit das Auge reicht. Unter ihnen ist auch Jura mit seiner Gitarre.

    Montags müssen die Ausflügler wieder arbeiten. Jetzt sind nur wenige Touristen im Wasser. Der Strand ist fast menschenleer. Im abebbenden Atlantikwasser lugen Köpfe aus den Fluten. Sie sehen aus wie schwimmende Wassermelonen.

    Selbst im brasilianischen Winter ist es noch zu heiß in Canoa Quebrada. Die Äquatorsonne steht fast senkrecht, und schattenspendende Bäume gibt es kaum in dieser dünigen Sandwüste. 30 Grad und Zuckersand so weit das Auge reicht. Ab und zu kommt Bewegung an den nachmittäglichen Strand. Boote landen, Fischer waten durchs flache Wasser und tragen ihren Fang in Plastikeimern in ihre Bars. "Obwohl es inzwischen mehr als 120 Hotels und Pensionen in Canoa Quebrada gibt, ist es noch immer möglich, auch bei einer einfachen Fischerfamilie zu wohnen und sogar mit ihnen auf einer Jaganda herauszusegeln", erzählt Jura. Er sitzt noch immer in seinem kleinen Kiosk.


    Inzwischen trinkt er Cola. Kamilla dreht den auf Bambusstäbe aufgespießten Käse auf dem Holzkohlegrill so lange, bis er zu schmelzen beginnt. Maceo, ihr zehnjähriger Bruder lässt sich Griffe auf der Gitarre zeigen. "Die Menschen hier lieben Lieder, die ans Herz gehen", sagt Jura. So komponiert er weitab vom Strandleben neue Songs für brasilianische Vollmondnächte - und natürlich für den bevorstehenden Karneval.
    http://www.spiegel.de/reise/fernweh/...466177,00.html

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