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Mit dem Toyoto Bandeirantes durch den heissen Ceará

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  • jensonline
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    AW: Mit dem Toyoto Bandeirantes durch den heissen Ceará

    Ooooooooh Mann, da würde ich wirklich gern mitkommen...alles war gerade vor meinem geistigen Auge wieder da!!! Sicher ist alles etwas touristischer geworden aber die Düne in Jeri dürfte noch dort stehen, wo sie schon immer war. Die Forróbude hat sicher auch einen neuen Anstrich bekommen und die "Orange" ist hoffentlich noch da und du hast einige Erklärungen abzugeben, hehehehehehehehe

    SAUDADE!!!!

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    Ein Gast antwortete
    AW: Mit dem Toyoto Bandeirantes durch den heissen Ceará

    Oi gente,

    nach der desaströsen Suche einer Reise durchs Pantanal habe ich am Wochenende meine Reisepläne komplett geändert.

    Am Sonntagmorgen bin ich aus einem verheissungsvollen Traum aufgewacht, der mich zum zweiten Mal durchs Dreiländereck Piaui, Maranhão und Ceará reisen lies. Ich nahm dies als "Wink mit dem Zaunspfahl" und machte mich gestern Abend dran die Flugpreise zu checken und siehe da ... bei GOL gabs echte Schnäppchenpreise!

    Ich fliege jetzt im Juli für 329 R$ von BH nach Fortaleza und komme ab Teresina für 399 R$ zurück. Echt geil. Bin überglücklich!

    Ich werde natürlich Jeri wiederbesuchen. Ausserdem will ich diesmal in die Lençois Maranhenses, zum 2. Mal ins Delta do Rio Parnaiba, aber diesmal auf die andere Seite des Deltas (Tutoia) und zum Abschluss auf unsere Lieblingsfazenda nähe Piripiri, wo hoffentlich die Dame im orangefarbenen Kleid nicht mehr angestellt ist, da ich diesmal schon mit Damenbegleitung kommen werde!

    Die Verbindung von Fortaleza nach Jeri ist bedeutend touristenfreundlicher geworden (wie schon vermutet). Ab FOR fahren täglich 3 Busse der Gesellschaft REDENÇÃO (8, 16 und 18 Uhr). Bevor der Bus Fortaleza verlässt, kommt er sogar am Flughafen vorbei. Da ich 14:30 Uhr in FOR ankomme, kann ich gemütlich den 16-Uhr Bus nehmen. Für 38 R$ gehts dann mit einem Linienbus bis Jijoca und anschliessend mit der altbekannten Jardinheira durch die Dünen bis Jeri. Gesamtfahrzeit ca. 6,5h. Wird sicher ein geiler Tag. Nach Ankunft gegen ca. 23 Uhr können wir ja dann gleich zum Dorfforró gehen! Auf der Jeri-HP habe ich gesehen, dass die Strasse, wo früher der Hinterhof-Forró stattfand, jetzt sogar "Rua do Forró" heisst. Genial. Da werden Erinnerungen wach.

    Wie siehts aus Jens? Noch Zeit im Juli?


    Nützliche Telefone:

    Telefon - Redenção Airport: (85) 3392-1351
    Telefon - Reservierungen: (85) 3256-2728

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  • jensonline
    antwortet
    AW: Mit dem Toyoto Bandeirantes durch den heissen Ceará

    Zitat von O Baiano Beitrag anzeigen

    Jens, wie siehts aus. Sollten wir auch von der Dame im orangfarbenen Kleid berichten??? P-p
    Naja an die "Orange" erinnere ich mich auch heute immer wieder gern, hehehehe.

    Willst du beginnen?

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  • Gast-Avatar
    Ein Gast antwortete
    AW: Mit dem Toyoto Bandeirantes durch den heissen Ceará

    Wirklich schade. Der Herzschmerz verging aber schnell und am gleichen Abend geriet ich nach dem allabendlichen Gang (immer noch ohne Begleitung) in ein sogenanntes „Roda de Samba“. Im Kreis aufgestellt tanzen jede Menge Jungs und Mädels abwechselnd nach Trommel- und Berimbau-Klängen Samba. In der Mitte des Kreises opferte sich immer eine der anwesenden Tänzerinnen und legte ein Solo hin.

    Eine der Damen – sie war nicht besonders groß, hatte allerdings einen tollen Vorbau und auch die restlichen Konturen waren gut verteilt – hatte Capoeira-Bekleidung an und tanzte nicht nur wie wild, sondern band auch noch ein paar Capoeira-Elemente in ihre Vorstellung ein. Ich denke, mir stand der Mund offen und ich sabberte ohne es zu merken. Ich hatte mich innerhalb von wenigen Minuten in die Dame mit den weißen Hosen und dem blauen Oberteil verliebt. Offensichtlich merkte sie das auch und blickte nach ihrem Tanz pausenlos zu mir. Kein Wunder – ich tat das Gleiche minutenlang vorher auch.

    Ich beichtete ihr sofort, dass sie genial getanzt hat und ich sowas vorher noch nie gesehen hatte. Sie erwiderte mir, dass sie noch nie vorher so schöne leuchtend grüne Augen gesehen hatte, wie meine ... ich war baff von ihrer Direktheit. Das hatte ich bei noch keiner Brasilianerin so kennengelernt. Natürlich wollte ich das Spielchen weiterführen und erzählte ihr von meinem Traum endlich mal mit einer Dame oben auf der Düne zu sitzen. Natürlich verschwieg ich ihr vorläufig, dass ich da eigentlich nicht nur unnütz herumsitzen, sondern mich wenigstens mit ihr umschlingen, wenn nicht noch mehr, wollte. Wir holten uns etwas zu trinken – die Dame schwitzte nämlich, aber roch nicht – und gingen bereits Hand in Hand zur Düne hoch. Alles was folgte war wie selbstverständlich, obwohl es das ganz sicher nicht war...

    Auf der Düne angekommen, setzten wir uns nicht erst, sondern ließen uns nach hinten gleiten, um den tadellosen Sternenhimmel über Jeri zu sehen. Es war traumhaft romantisch. Wir brauchten keine Worte zu verlieren, um über uns herzufallen. Die Stimmung dazu war bereits perfekt genug. Mein Traum wurde wahr und die Dame tat ihren Teil, um den Abend unvergesslich werden zu lassen. Eng umschlungen verliessen wir die Düne und saßen noch ein paar Stunden in einer Strandbar. Es lief Bob Marley und von Kiffern umgeben fühlte ich mich dem Weltuntergang noch nie so nah. Mich störte dies herzlich wenig, denn ich wusste, dass er mir gerade versüßt wurde.

    Leider war das unser letzter Abend in Jeri. Sowohl meine Dame als auch ich, hatten vor, am nächsten Tag abzureisen - leider in getrennte Richtungen. Der Abschied von Jeri hätte aber trotz alledem nicht perfekter sein können. Ein Grund mehr, nie wieder nach Jeri zurückzukommen. Es kann eigentlich nur schlechter werden. Deshalb behalte ich Jeri als eines meiner privaten Paradiese in ewiger Erinnerung wie es im Jahre 1998 war.



    Ende Jeri ...


    Jens, wie siehts aus. Sollten wir auch von der Dame im orangfarbenen Kleid berichten??? P-p

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  • Gast-Avatar
    Ein Gast antwortete
    AW: Mit dem Toyoto Bandeirantes durch den heissen Ceará

    Es ist schon seltsam. Da ist man umgeben von sehr anmutigen Brasilianerinnen und Jens schnappt sich gerade eine rothaarige, blasse, sommersprossige Neuseeländerin. Bin ich vielleicht hier im falschen Film? Am nächsten Abend saß Jens mit Diana Arm in Arm auf der Düne! Leider war das mein Traum, allerdings nicht mit dieser Kiwi-Dame.

    Während Jens seine "Kollateralschäden" zu bekämpfen versuchte, konzentrierte ich meine Ausflüge vorwiegend in Richtung Natur. Da er nichts Besseres zu tun hatte, als das Klobecken auszumessen und anscheinend sogar neu zu dimensionieren (war wohl im Moment bei ihm auch nötig), suchte ich frühmorgens einen Buggy samt Fahrer. Das war nicht schwierig, denn er stand jeden Tag pünktlich bei uns vor der Pousadatür und versuchte seinen sauberen Buggy noch blanker zu wienern. Ich fragte ihn, ob er mir nicht mal ein wenig das Hinterland zeigen könnte. Irgendwie hatte ich die Vermutung, dass „Jeri“ nicht nur aus Sand bestehen konnte.

    "Oh ja" - sagte er – „wenn du willst, fahre ich mit dir zur „Lagoa azul“ - dort ist es traumhaft.“ Abgemacht. Für 20 R$ würde er mich dort hinkarren - anschließend diskret zurückgezogen auf mich warten - und später über einen anderen Weg nach Jeri zurückfahren.

    Am See angekommen, genoss ich erstmal den tollen Ausblick - vorläufig noch ohne Damenwelt - schwamm ich eine Runde, da mein Deo bei den äquatorialen Temperaturen nicht die versprochene 24-Stunden-Frische hergab. Später sicherte ich mir eine Liege mit Sonnenschirm, was einfach war, da ich der Einzige am See war...... ja aber was nun machen????

    Die Erlösung aus der langen Weile kam bald: Ein Kleinbus mit Italienern hielt am Seeufer an - wie man sich gut vorstellen kann, nahm der Lärmpegel sofort zu und erreichte wohl problemlos den erlaubten 85 dezibel-Grenzwert. Angenehm für mich war, dass die Truppe eine Dolmetscherin dabei hatte - eine ca. 25-jährige gut aussehende Brasilianerin mit italienischen Vorfahren.

    Wie sie mir später beichtete, gingen ihr die Italiener mächtig auf den Senkel, womit wir eine gute Gesprächsbasis hatten, da ich ja für meinen deutschen Reisebegleiter Jens auch so eine Art Dolmetscher war, wenn auch nicht ganz so nervig. Aber um auf einer Wellenlänge zu schwimmen, hab ich auch erstmal den Genervten gemimt, der sich gerade einsam und allein vom "Reisestress" erholt. Und, sieh mal einer an, ich durfte auch gleich ihren Rücken mit Sonnenmilch eincremen, was mir natürlich Vergnügen bereitete. Ich sagte ihr dann noch, dass sich ihr Rücken etwas verspannt anfühlt und eine Runde schwimmen sehr lockernd sein kann.

    Sie war aber nach wie vor um ihre italienischen Reisegefährten besorgt, die nach dem Aufbau ihrer Sonnenschirme nun plötzlich Hunger und Durst bekamen, aber nichts auf der Speisekarte entziffern konnten. Also musste meine mittlerweile eingecremte - man könnte es auch fast schon als Massage bezeichnen - Brasilianerin noch mal los und Essen und Getränke bestellen. Ich rief ihr noch hinterher "bestell reichlich, so haben wir etwas Zeit schwimmen zu gehen".

    In meiner Gedankenwelt war ich schon mit ihr im Wasser auf ein Gebüsch zu schwimmend - ihren durchaus reizenden Körper würde sie dann bestimmt nicht mehr lange für sich alleine behalten wollen.

    Nun - es kam etwas anders: nach der Abfertigung ihrer Italos schwammen wir ein Stück raus - legten uns auf eine im Wasser schwimmende Holzplattform, die im See angekettet war und fingen an über Gott und die Welt zu plaudern, als "ihre Freunde" plötzlich lauthals in Richtung unserer Plattform schrieen, dass es an der Zeit ist aufzubrechen ...... sie wollten also weiter ..... nach nicht mal 1 Stunde!

    Sie drückte mir zum Abschied einen süßen Schmatz auf den Mund und sagte noch "Schade, dass ich schon gehen muss, aber du weißt ja - das Geld." Sie machte einen mächtigen Satz ins Wasser und fort war sie ......

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  • jensonline
    antwortet
    AW: Mit dem Toyoto Bandeirantes durch den heissen Ceará

    Entgegen meiner bisherigen Essgewohnheit ließ ich mich an diesem Abend zu Fisch überreden. Wir saßen in einer Kneipe mit Blick aufs Meer und aßen „Bacalhau com Leite de Coco“. Kleine Rinnsale waren dort, wo sonst das Meer ist und die Luft roch herrlich nach Salz. Weiter draußen sah man die kleinen Boote der Fischer hin und herschaukeln und meine Zigarette schmeckte hier irgendwie besonders gut. Wir wollten später wieder in die Forróbude einrücken, da außer sich sinnlos zuzukiffen, kein weiteres Abendprogramm geboten wurde.

    Diesmal kamen wir etwas später in die Disko und das Volk war schon dabei, sich über die Tanzfläche zu schieben. O Baiano und ich wollten diese Nacht ruhiger angehen, um nicht schon wieder Gefahr zu laufen, irgendwelche Typen auf uns zu ziehen. Eine Fuhre mit Antarctica-Bier hatte sich nach Jeri verirrt und somit wurde das nicht gerade geliebte Kaiser wunderbar ersetzt. Unsere Kehlen erfreuten sich des eiskalten Bieres.

    Als ich schon gar nicht mehr damit rechnete, kam auch einmal ein nettes Mädchen an unseren Tisch und wollte mit mir tanzen gehen. O Baiano meinte, ich solle ruhig abhauen, damit er ungestört die Lage peilen könne. Banda Magnificos mit "Verdadeiro Amor" wurde gerade gespielt. Hier zeigten sich meine Schwächen im Paartanz. Das arme Mädel lachte etwas gequält, als ich ihr zum 10ten mal auf die Füße trat und wir wussten, dass dies unser letzter Tanz sein sollte. Wie ein Gentleman brachte ich sie zurück zu ihrem Tisch, wo sie von ihren kichernden Freundinnen in Empfang genommen wurde.

    Ich trottete zurück an unseren Tisch, wo O Baiano gerade mit einer neuen Eroberung Richtung Tanzfläche schritt. Hoffentlich hatte er diesmal nicht automatisch den Ärger wieder angezogen!

    Zu meinem Erstaunen saßen aber mittlerweile auch 2 Touriweiber an unserem Tisch und quatschten Englisch. Endlich konnte auch ich mich einmal ohne fremde Hilfe verständigen. Die eine hieß Diana, hatte rote Haare und eine ganze Menge Sommersprossen, kam aus Neuseeland und sah ganz nett aus. Ihre Freundin war ein fettes, schwitzendes Weib, hörte auf den Namen Britney und kam aus Amiland (Bundesstaat Maine). Diana war das letzte halbe Jahr in den Staaten bei ihrer Freundin Britney. Beide kannten sich davor nur aus einer 10 Jahre alten Brieffreundschaft. Wahrscheinlich hatte es Britney immer vermieden ein Ganzkörperfoto von sich mitzuschicken.
    Ich quatschte mit Diana: Sie wollte in 4 Wochen weiter nach Argentinien, um dann von dort zurück nach Neuseeland zu fliegen. Dort wollte sie dann ihr Biostudium weitermachen. Wir wurden uns immer sympathischer, während Britney vor sich hinschwitzte. Ich machte noch einen Scherz über Mc Doof, um auch sie in unser Gespräch mit einzubeziehen. Keine Ahnung, entweder war mein Slang unverständlich... zumindest konnte sie nicht lachen, während Diana sich krümmte.

    O Baiano hatte mittlerweile wirklich den Forròschritt raus und tanzte, stolz wie ein Gockel, mit seiner Nordestina. Um es vorwegzunehmen: Sie hatte wahrscheinlich keine Brüder und auch keinen anwesenden (Ex)-Freund.

    Ich trank mit meinen neuen Bekanntschaften noch ein paar Cervejinhas, wobei Britney immer wieder versuchte, ihr Bedauern zum Ausdruck zu bringen, dass es hier keine Coke light gab!
    Irgendwann machte ich mich heimlich mit Diana aus dem Staub. Sie wollte nicht unbedingt ihrer Freundin ins Gesicht sagen, dass sie heute einmal eine Nacht ohne Schnarchen neben sich haben möchte (das konnte ich zwar auch nicht garantieren, aber...)!

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  • Gast-Avatar
    Ein Gast antwortete
    AW: Mit dem Toyoto Bandeirantes durch den heissen Ceará

    Hi CT,

    Forró tanze ich mittlerweile gerne. Hab sogar später mal einen richtigen Kurs belegt. Damals im Ceará (das ist jetzt schon 10 Jahre her!) hatte ich das Wort Forró noch nie vorher gehört ... aber warten wirs ab. Die Geschichte geht ja noch weiter. Ich warte nur auf den Einsatz von Jens.

    Ach ja ... die Damen im Ceará und später auch im Piaui waren sehr "anhänglich". Sie dachten wahrscheinlich, dass sie uns neben dem Tanzen noch andere "wichtige Dinge des Lebens" beibringen müssten. Wir haben uns ehrlich gesagt nur bedingt dagegen gewehrt ... P-p

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  • Alagomão
    antwortet
    AW: Mit dem Toyoto Bandeirantes durch den heissen Ceará

    Zitat von O Baiano Beitrag anzeigen
    ...Stichwort Sensemann.....
    Mein, bis heute bestehender Inbegriff des Sensemanns ist Berti, jawoll, Berti Vogts. Alles was er danach so angestellt hat, hake ich mit einer gepflegten "Ubeschaetzung" ab.

    Zitat von O Baiano Beitrag anzeigen
    Beim 1. Song machte ich eigentlich überhaupt keine selbständige Bewegung, sondern ließ mich nur von ihr hin- und herzerren. Dabei landete ich immer wieder auf ihren Zehen ....... sie aber lächelte mich an und sagte "du wirst es schon lernen ...... ich bring dir alles bei ......"
    Hmm.....
    Da draengen sich mir 2 Fragen auf:
    1. What the fuck is ...Alles... und
    2. Hastes halbwegs gelernt, so wie isch. Betonung liegt auf halbwegs. Bei den brasilianischen Reggaeorgien tue ich mich´s leichter. Da verlier ich den Rythmus erst nach ca. 3-5 Minuten engenTanzens, Schmusens, Plauderns (weiss auch nich, warum Schmusen beim Tanzen vor Plaudern kommt; hmm... Denke das haengt mit meinem "Rythmusverlieren" zusammen; Plaudern is da hinderlicher als Schmusen).
    Puuhhh.., dass Ihr noch so Fitt wart, um den anstehenden Konflikten, aus dem Weg zu gehen.
    Moechte mehr hoeren, bitte.......

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  • Gast-Avatar
    Ein Gast antwortete
    AW: Mit dem Toyoto Bandeirantes durch den heissen Ceará

    Oh Jens .... den peinlichen Teil überlässt du wohl lieber gleich mir ........

    Wer weiß, wie sich deutsche Abwehrspieler bewegen (Stichwort Sensenmann), kann sich vorstellen, wie Lemis erste Tanzversuche nach den bis dato gänzlich unbekannten Forró- Rhythmen aussahen. Ich war jahrelang Linksverteidiger und konnte mich rühmen, eine Saison lang nicht ein einziges Gegentor meiner schuss- und laufstarken Gegenspieler geschluckt zu haben. Ich war ein hervorragender Manndecker und stand dem Rechtsaußen sozusagen immer auf den Füssen .......

    ....... nun - genau das bekam auch meine Tanzpartnerin zu spüren.

    Beim 1. Song machte ich eigentlich überhaupt keine selbständige Bewegung, sondern ließ mich nur von ihr hin- und herzerren. Dabei landete ich immer wieder auf ihren Zehen ....... sie aber lächelte mich an und sagte "du wirst es schon lernen ...... ich bring dir alles bei ......"

    Ich glaubte ihr zwar, aber vertraute nicht in meine Beine. Beim 2. Tanz hatte ich irgendwie so etwas wie einen Rhythmus verspürt und begann mich etwas selbstständiger zu bewegen ......... dass das immer noch lustig ausgesehen haben muss, sah ich an den verkniffenen Gesichtern der Nachbar- Tanzpaare, die mir auch sichtlich aus dem Weg gingen. Sie mussten geglaubt haben, dass ich jeden Moment zu einem Seitfallzieher ansetze. Ich aber fühlte mich gut.

    Als dann das 3. Lied begann, fing sogar meine Tanzdame an mich zu loben ........ irgendwie muss sie was von mir gewollt haben, denn zum Loben war es bei allem Verständnis noch zu früh.

    Was ich nicht bemerkt hatte war, dass wir unter Beobachtung standen. Je mehr wir uns vergnügten und anfingen beim Tanzen zu plaudern und zu lachen, desto grießgrimmiger wurde ein junger Kerl im ärmellosen Muskelshirt - ganz in der Nähe von Jens. Er fing an zu fluchen.

    Jens bemerkte zum Glück rechtzeitig, dass er der Lover meiner Tanzdame war und rief mir etwas zu, was ich aber nicht verstand ...... die Musik war ganz einfach zu laut. Durch klare Handzeichen signalisierte er mir dann, dass ich mich von der Tanzmaus trennen sollte, da der Typ neben ihm sich auf eine handfeste Keilerei vorbereitete ....... sein Muskelshirt hatte er schon ausgezogen .........

    Ich kehrte dann so ziemlich unverrichteter Dinge an unseren Tisch zurück, damit der nervöse Dorfbewohner wenigstens wieder sein Shirt anzieht ......... das Dumme war nur, dass die Tanzdame hinter mir herkam und mir einreden wollte, dass es ihr Ex-Lover sei und sie nichts mehr mit ihm zu schaffen hat.

    Das schien der Kerl aber noch nicht gewusst zu haben. Zumindest benahm er sich nicht so. Ich bat dann meine Tanzdame um Verzeihung (für meine zahlreichen Fehltritte) und fragte sie, ob sie vor einer weiteren Tanzrunde nicht die Fronten mit ihrem Macker klären könnte.

    Sie zog erst einmal leicht säuerlich ab, da sie merkte, dass ich den direkten Schlagabtausch meiden wollte. Da Lemi von Natur aus friedlich ist und trotz der Anwesenheit des damals noch recht muskulösen Jensis eigentlich auf der Gewinnerseite war, wusste ich nicht, wieviele seiner Freunde irgendwo in Lauerstellung hockten. Außerdem beobachte uns der Bürgermeister (der im weißen Umhang) zusehends.

    Wir beschlossen also, uns auf das Zusehen und Bier trinken zu konzentrieren, da wir noch ein paar Tage Jerí vor uns hatten und weder einen Ortsverweis vom Bürgermeister noch eine Tracht Prügel von den Dorfrabauken einfangen wollten.

    So kam es und alles blieb friedlich - zum Ort des Geschehens kehrten wir 2 Tage später wieder zurück und das Spiel begann von Neuem ...


    An den nächsten Abenden krabbelten wir, wie wahrscheinlich der gesamte Ort auf die Düne, um den Sonnenuntergang im Meer zu sehen. Irgendwann wollte auch ich mit einem Mädel im Arm diesen Kitsch erleben zu dürfen.

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  • jensonline
    antwortet
    AW: Mit dem Toyoto Bandeirantes durch den heissen Ceará

    Naja, "Brahma" war zu diesem Zeitpunkt in Jeri ausverkauft, an " Bohemia" war gar nicht zudenken und wir mussten uns mit "Kaiser" begnügen. So langsam füllte sich der Hof. Die Musiklautstärke stieg proportional mit der Gästezahl, nur die Musikrichtung war mir bis dato nicht geläufig. Was hatte ein Akkordeon und eine Triangel hier verloren? Alles klang sehr melodisch, jedoch sehr gewöhnungsbedürftig, da mir bisher nur Samba und Pagode geläufig waren. Man tanzte ziemlich eng umschlungen zusammen, was mich an schlimmste Foxtrottzeiten erinnerte, nur das hier ein ganz anderes Tempo und eine mir schon bekannte Beweglichkeit in den Hüften auffielen.

    Während ich mir so meine Gedanken zum Musikstil und deren Tanzform machte, war O Baiano schon wieder einen Schritt weiter und bewegte sich recht ungelenk mit einer Schönheit auf der Tanzfläche. Immer wieder korrigierte sie sichtlich O Baianos Forrótanzversuche.

    Auf der Suche nach ebenfalls weiblicher Begleitung, geriet mir plötzlich ein Mann ins Blickfeld: Er trug einen schneeweißen Umhang, hatte Glatze und eine Nickelbrille. Es war das Spiegelbild von Gandhi. Von einer kleinen Anhöhe beobachtete er, mit vor der Brust verschränkten Armen und ohne auch nur eine kleinste Regung von Anteilnahme, das Treiben. Er konnte nur so etwas wie der Bürgermeister oder ein oberer Gebieter sein.

    Eine kleine Pause nutzte O Baiano, um mit seiner Tanzlehrerin bei mir am Tisch vorbeizuschauen und eine kleine Erfrischung zu nehmen.
    In unserer Pousada schien das Restaurante geschlossen zu haben, denn der Bruder unserer "Bekannten" betrat das Geschehen. Diesmal waren wir nicht seine Kunden und ich hatte schon ein mulmiges Gefühl, da er mit zusammengekniffenen Augen das Rund kurz abcheckte. Als er O Baiano in Begleitung einer anderen Dame sah, leuchteten seine Augen siegesgewiss. Seine Schwester schien vor O Baiano gerettet! Ich konnte mir ein Zuprosten nicht verkneifen und ER hob lässig den Daumen "Tudo bem"!

    O Baiano ging wieder tanzen und lies mich am Tisch mit zwei netten Mädels zurück, welche mich immer wieder zum Tanzen auforderten, aber ich immer lehnte ab, da ich gern tanze aber es hasse, zusammen zu tanzen, was beim Forró nicht ausbleibt, (ist das meine Interpretation von Freiheit?)

    Was O Baiano, mein Reisebegleiter danach erlebte, kann er auch selbst erzählen. Mittlerweile ist er doch zu einem ganz ordentlichen Forròtänzer geworden, was ich bestätigen kann, es aber in Jeri so aussah, als ob er es nie kapieren würde!

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