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Ilhas de Sao Pedro e Sao Paulo oder Peter und Paul Inseln

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      Es haben mich jetzt schon mehrere Leute gefragt, ob man da nicht mal hinsegeln müßte. Muß man nicht. Bei meiner Atlantiküberquerung bin auch nur in gebührendem Abstand dran vorbeigefahren.
      Aber für die Interessierten unter Euch habe ich ein wenig Info-Material zusammengetragen.

      Die St.Peter & Paul Felsen liegen mitten im Atlantischen Ozean, fast auf halber Strecke zwischen Südamerika und Afrika, ca. 500 SM (950 km )nord-östlich von Natal / Brasilien. Die Position der Felsen, mitten in der wichtigen Schiffahrtsstraße zwischen Europa und Brasilien ist
      00°55’08" N und 29°20’35" W . Die Gruppe besteht aus 11 Felsnadeln, die sich um eine größere Insel gruppieren. Die Nord-Süd Ausdehnung ist ca 350 Meter, die Ost-West 200 ca Meter. Der größte Felsen hat eine Fläche von ca. 400 quadratmeter und erreicht eine Höhe von 23 Meter.
      Die Felsen steigen unvermittelt aus Tiefen von ca 200 Metern an, die Inselgruppe ist wohl vulkanischen Ursprungs. Nur der größte Felsen weist sowohl Flora als auch Fauna auf. Allerdingsnur wenige Arten von Moosen und Gräsern. Die Fauna besteht im Wesentlichen aus unzähligen Vögeln, sowie einer einmaligen Gattung kleiner roter Spinnen.
      Eine der ersten wissenschaftlichen Untersuchungen stammt von Charles Darwin, der sich 1832 einige Tage an den Felsen aufhielt.
      1882 führte der amerikanische Wissenschaftler Renard eine chemische Untersuchung der Felsen durch und kam zu dem Schluß, daß die Peter & Paul Felsen mit zu den ältesten bekannten Steinformationen der Erde gehört. Sie schätzten das Alter auf mindestens 30.000.000 Jahre, ein Wert der heute als gültig angesehen wird.

      Nur sehr wenig ist über die Entdeckungsgeschichte der Felsen bekannt. Das Buch von Schoot ‘Discovery of the Atlantic Ocean’ vermerkt nur ein Fragezeichen für das Jahr der Entdeckung. Sie werden erstmals 1538 in Mercators Karte der Erde ausgewiesen. Da sie sich in einer wichtigen Seestraße zwischen Europa und Südamerika befinden, kann man davon ausgehen, daß bereits früher die Felsen gesichtet wurden. Der noch heute gebräuchliche Name stammt möglicherweise von Juan da Nova de Castello, der nach eigenen Angaben 1513 auf dem Rückweg von Südafrika nach Portugal vom Kurs abkam und die Felsen sichtete. Nicht bekannt ist allerdings ob da Nova, nicht die weit südlicher liegenden Martim Vaz Felsen meinte.

      Die erste Landung soll von dem Franzosen Lozier de Bouvet, nach ihm ist die Insel im Antarktischen Ozean benannt, 1738 durchgeführt worden sein. 1786 erwähnte der französische Entdecker Lapérouse, der sich auf dem Weg in die Südsee befand, die Felsen und beschrieb die Oberfläche als von Vogeldung überzogen. Eine der besten Karten, der damaligen Zeit fertigte James Cook im Jahre 1773 an, als er mehrfach die Felsen umrundete, aber keine geeignete Stelle zum anlanden fand (offiziell gilt der Franzose Laperouse als Entdecker der Matin Vaz Inseln).

      1930 errichtete die brasilianische Marine auf dem höchsten Punkt, einer Plattform von 22,5 Metern Höhe, einen Leuchtturm auf einem 6 Meter hohen Gestell. Das Feuer arbeitete nur bis 1936, und die Reste des ehemaligen Bauwerks sind noch heute auf den Photographien gut zu erkennen.

      Im zweiten Weltkrieg benutzte die deutsch Marine die Felsen als Treffpunkt von U-Booten. Hierbei wurde der Sockel, auf dem die Felsen liegen erstmals genau vermessen und die Wassertiefen gelotet.

      Wie gefährlich und noch unerforscht die Gewässer um diese Felsgruppe ist, zeigte sich 1974, als die M.V. ‘Anna Christina’ 10 Seemeilen entfernt auf einen Unterwasser Felsen lief und sank. Auch 1987 sank ein Schiff, etwas nördlich der Felsen, nachdem es mit einem unbekannten Objekt, eventuell ein weiteres unterwasser Riff auflief.

      Auch heute, im Zeitalter der Radar und Gps Navigation ist es gefährlich an den Felsen anzulanden. Es gibt nur eine einzige nutzbare Bucht mit einem kleinen, schmalen Geröllstreifen an dem angelandet werden kann. Dies kann nur mit kleinen Booten geschehen.

      Also liebe Leute, mal ehrlich.
      Das ist sicher kein attraktives Reiseziel, zumal es besser ist,
      solche unberührte Flecken Natur nicht zu betreten.
      Es gibt wohl neuerdings eine kleine Gruppe von Ornitologenauf der Insel.
      Aber für alle die sich nicht abschrecken lassen, es ist eine Seereise von
      rund 10 Tagen mit meinem Boot, aber anlanden werde ich dort nicht.
      Ist ein weiter Weg für ein Foto.

      Euer Sail Man
      http://www.jamsailnatal.com
    • #2

      @sailman :
      deine ausführungen finde ich sehr interessant .
      man merkt , dass du kein freizeitkapitän bist .............

      buggyman

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