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Chapada Diamantina; Fahrzeit Lencois - Flughafen Salvador

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  • Chapada Diamantina; Fahrzeit Lencois - Flughafen Salvador

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      Hallo Brasilienkenner,

      mein Sohn und ich kommen mittags auf dem Flughafen von Salvador da Bahia an. Dann wollen wir ein Auto mieten und ab in die Chapada Diamantina. Dort haben wir dann 3 Tage Zeit, bevor wir am 4 Tag mittags wieder in Salvador starten. Mein Sohn hat Ziele und Wanderungen bei Lencois und Mucuge ausgesucht.

      Jetzt meine Fragen:
      1) Wie lange fährt man im Auto vom Flughafen nach Lencois (bzw zurück)?
      2) Werden besondere Anforderungen an das Auto gestellt oder kann man die kleinste und preiswerteste Nuckelpinne nehmen, die zu haben ist?
      3) Macht man nur Station in Lencois und von dort aus die Auusflüge, oder ist es auch sinnvoll, in Mucuge Sation zu machen?
      (ad 3: wir wollen nur Tagestouren machen)
      4) In anderen Beiträgen habe ich gelesen, dass man unbedingt einen Guide haben muss. Gibt es da Gruppen, denen man sich anschließt oder müssen wir uns einen eigenen Guide suchen? Wenn letzteres, wie finden wir den am besten? Durch Fragen in unserer Pousada?
      5) Bucht man die Touren vor Ort oder müssen wir schon im Voraus aktiv werden?
      6) Pousadas sind Geschmackssache, ich weiß, aber ich bitte um eine Empfehlung in Lencois und Mucuge

      Ich bedanke mich schon jetzt
      Hardy

    • #2
      Hallo Hardy,

      Ich bin die Strecke mal vor Jahren mit dem Auto in 4 Stunden gefahren. Die Straßenzustände waren nicht besonders gut, aber das hat im Prinzip nichts mit der Auswahl des Autos zu tun.

      In der Chapada war ich 2 mal, jedesmal mit Stützpunkt in Lencois. Dort hast du die beste Infrastruktur (Pousadas, Kneipen, Läden und Tourismus-Unternehmen). Würde ich auf jeden Fall empfehlen. Mit dem Auto kannst du viele Touren selber machen und bist nicht auf die Reiseunternehmen angewiesen. Auch Wanderungen in der näheren Umgebung ohne Anfahrt sind möglich.

      Bei mir war es damals noch so, dass am Praca ein paar Jugendliche herumlungerten, die sich als Reiseführer angepriesen haben. Wir haben damals einen mit uns im Auto mitgenommen, der uns dann in die sehenswerten Ecken der Chapada geführt hat. Sein Obolus war gering, wahrscheinlich sogar verhandelbar. Aber der Junge war sehr freundlich und hat und viel erzäht und gezeigt, sodass wir ihn während der 2 Tage zu den Mahlzeiten immer mit eingeladen haben. Vielleicht gibts diese Jungs ja noch. Wenn nicht, wirst du jede Menge Agencias de Turismo in Lencois finden, die dir Tagesausflüge verkaufen wollen.

      In Sachen Pousada kann ich dir keine Empfehlung geben. Meine Pousada war weder schön noch günstig gelegen. Man musste immer mit dem Auto zum Essen ins Zentrum fahren. Das war blöd, weil man ja auch mal ein Bier trinken wollte. Im Zentrum gibts aber genug Unterkünfte. Einfach mal im Internet stöbern.

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      • #3
        Hallo Hardy

        Wir waren 2003 und 2013 in der Chapada Diamantina. Das erste Mal kamen wir von der Küste, aber aus der Richtung Morro do Sao Paulo/Valencia und ich kann mich noch an die sehr schlechte Straßen und die Schlaglöcher erinnern. Wenn ihr von Salvador kommt, habt ihr ja bis Feira de Santana 4-spurige Straße und dann Landstraße mit Schwerverkehr. Ich halte die 4 Stunden von Lemi für sehr ambitioniert, ich würde ehr 5-6 Stunden rechnen mit Pausen. Selbst Maps sagt für 422 km 5 Stunden voraus. Dazu müsst ihr noch die Zeit rechnen, die es dauert, den Mietwagen am Flughafen abzuholen, 3 Leute vor euch in der Schlange und der Mittag ist gelaufen (grade erlebt). Es wird früh schlagartig dunkel (Winter) und bei Nacht fährt man nicht in Brasilien.



        Bei meinem 2. Besuch sind wir aus Richtung Süden gekommen, da beginnt ja die Chapada in Mucuge, außer einer Tankstelle war da nicht viel (und an dem Tag kein Super) wir sind dann nach Lencois, wo wir auch 2003 waren weitergefahren.



        Wenn schon, dann bitte Lencois. Unsere Pousada war beide Male die „Cantos da Agua“ die wirkt zwar teuer aber man kann sehr gut handeln, wenn nicht grade Hochsaison ist. Ansonsten auf der Südseite des Flusses bleiben, da ist es sauber und ordentlich.



        Mit dem Auto ist das so eine Sache. Wenn man möglichst nahe an die Ostflanke der Chapada will gibt es dort nur Erdstraßen, sehr sandig. Dort kommt man an die kleineren Wasserfälle und den Lagoa Encantada, praktisch ein Mini-Pantanal und zu den Diamant-Schürfern. Die Asphaltstraße ist sehr weit von der Flanke weg, da kommt man nur nach Mucuge.

        An die Flanke kommt mal nur mit Allrad-Antrieb. Mit unserem Allrad-SUV in 2013 (damals noch Resident) haben wir es irgendwann auch aufgegeben. Um an den großen Wasserfall „Fumaca“ zu kommen fährt man über den Nordeinschnitt nach Palmeiras, das ist eine Asphaltstraße, die letzten Kilometer Erdstraße bis zum Einstig zum „Fumaca“ schafft man auch mit dem Normalauto.

        Schöner war und wäre es schon einen geländetauglichen Wagen zu haben, weil man da in viele versteckte Ecken kommt (wenn die beifahrende Frau das zuläßt) Aber die Nuckelpinne (unbedingt mit Klimaanlage) als Mietwagen ist schon teuer genug, SUVs (Ford Ecco Sport oder Renegade) ohne Allrad sind sehr teuer und Allrad gibt es kaum zu mieten (und da steht im Vertrag, dass man nicht auf Erdstraßen fahren darf-kein Witz). Denkt auch an die hohen Selbstbeteiligungen, die liegen schnell mal bei 1200 – 3000 EURO. Wir haben im Frühjahr eine Automiete in D gebucht mit Zusatzversicherung, die die Selbstbeteiligung übernahm. Uns wurde auch nur der Ersatzreifen hinten geklaut.



        Touren kann man in den Reisebüros am Marktplatz buchen. Wenn man sein Auto mit hat, kann man auch den „jungen Mann“ als Führer nehmen. Mein Sohn hat damals so eine anspruchsvolle 3-Tagestour von Osten zum Fumaca gemacht, mit Übernachtung unterwegs und Verpflegung, sowas muss man buchen (wollt ihr ja nicht). Ansonsten muss man wenn man irgendwo in den Wald fahren will (Wasserfälle, Garimpos, Encantada, Höhlen) wegen der Fahrgelegenheit die Tour buchen.

        Zum Fumace von Westen her fährt man mit dem Auto mit an die Einstiegsstelle und muss dort einen Führer mieten, ohne kommt man nicht auf’s Plateau. War 2003 alles nicht so teuer.



        Wie wir jetzt in 2017 feststellen mussten gibt es in Brasilien das Wort „preiswert“ oder gar billig nicht mehr. Inzwischen ist alles sündhaft teuer und jeder Handschlag bedeutet eine offene Hand. Wäre ja noch ok, wenn da eine „Leistung“ hinter stände aber da hat sich gegenüber 2003 nix getan. Aber das muss einem Brasilien wert sein, fährt man halt nicht mehr so oft.



        Schnell noch die Frage wann ihr den fahrt. Derzeit ist ausklingender Winter, also Trockenzeit. Wir haben 2012 die Chapada bei Trockenheit erlebt, nur Steinbetten anstatt Flüsse und der Fumace war wirklich nur ein paar Meter Rauch, aber nachts war es wenigstens kalt, für abends eine dicke Jacke mitnehmen. Und eure Zeit ist sehr kurz



        Viel Spaß

        Tiradentes
        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 001 Lencois 2003 - 027.JPG Ansichten: 1 Größe: 379,2 KB ID: 315489Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 002 Canto da Agua 2013.JPG Ansichten: 1 Größe: 301,6 KB ID: 315490Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 004 Caminho dos Garimpos 035.JPG Ansichten: 1 Größe: 164,7 KB ID: 315487Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 003 Caminho dos Garimpos 013.JPG Ansichten: 1 Größe: 350,6 KB ID: 315488
        Jedes Volk hat wohl doch die Regierung und die Politiker, die es verdient

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        • #4
          Ganz herzlichen Dank für die Tipps!

          Ich habe jetzt ein kleines Auto von D aus gemietet, mit einer rundum-sorglos-Versicherung, die hoffentlich alle Schäden übernimmt, wenn ich welche habe. Ein Allrad Fahrzeug war mir dann doch zu teuer. Hm, als ich das letzte Mal in Salvador gelandet war, da ging es mit dem Auto ziemlich schnell. Ich lasse mich überraschen. Damals war ich übrigens in Imbassai (ich meine, den Tipp hatte ich auch hier aus dem Forum, auch wenn ich hier angeblich noch nie einen Post gehabt hatte).

          Dass unsere Zeit ausgesprochen kurz ist, das weiß ich. Weil ich aber dienstlich da bin, lässt sich das nicht anders machen. Jetzt gucke ich mir das also nur mal ganz schnell an und beim nächsten Mal habe ich dann hoffentlich mehr Zeit.

          Das die angegebene Zeit von 4 Std sportlich ist, hatte ich schon fast befürchtet. Spannend wird das ja erst für die Rückfahrt, wenn der Flieger rechtzeitig erreicht werden muss. Auf der Hinfahrt muss zur Not mein Sohn als Schlaglochsucher vor dem Auto herlaufen ;-)

          So, dann werde ich mich jetzt mal auf die Suche nach der Pousada in Lencois machen. Ich bin übrigens in der 2. Septemberwoche da.

          Vielen Dank,
          Hardy



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          • #5
            2. September-Woche, da bring Wasser mit
            Das mit dem Auto wird schon gehen, einfach vor Ort auf lokale Transportmittel zurückgreifen.
            Für die Rückfahrt hast du ja einen Anhalt, wie lange das dauert und fährst halt einfach entsprechend früh los. Blöd sind halt die letzten 17 km, wenn man von der BA324 /Autobahn) rüber durch die Pampa zum Flughafen muss. und im letzten Kreisel, der ja gar keiner ist hab ich von Imbassai kommend 30 Minuten lang den Ausgang in Richtung 324 gesucht Wo hast du dein Auto gemietet (meine Wartezeit war immer bei Localiza, die sind so umständlich)

            Gruß
            Tiradentes
            Jedes Volk hat wohl doch die Regierung und die Politiker, die es verdient

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            • #6
              Passt nicht hier hin, aber ich leider nicht in der Lage einen neues Thema zu eröffnen....bin zu bled...

              http://g1.globo.com/globo-news/jorna...is-rj/6059949/

              Die alten Hasen wissen das. Ich will auch keine Panik schüren...Kommt immer wieder vor, nicht nur bei Touristen...

              Trotzdem viel Spaß in Diamantina!

              Abracos
              Chato

              PS Vielleicht kann mir ja einer der MODs einen Link schicken, wie ich ein neues Thema eröffne
              HABE ES GEFUNDEN!

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              • #7
                Zitat von chato Beitrag anzeigen
                .... Ich will auch keine Panik schüren...Kommt immer wieder vor, nicht nur bei Touristen...
                Keine Panik in Lencois legen sich nur die traficantes gegenseitig um. Habe die letzen Jahre in der Chapada immer ohne Probleme überlebt. Eher nervig ist das die Infrastruktur im Rahmen der Wirtschaftskrise immer schlechter wird.... Zur Zeit ist z.B. Geld ziehen nicht gut, die Banco do Brasil hat ihre Filiale dicht gemacht...Und wenn das Internet ausfällt kannste auch nicht mit Visa oder Disastercard zahlen ist ja alles elektronisch heute...

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                • #8
                  Oi Chato,
                  was soll dieser Beitrag, doch Panik schüren? Mit jedem Link zu einer Brasilianischen Tageszeitung, (z.B. meine Heimatzeitung http://www.em.com.br/gerais/ ) liest man unzählige Berichte über tägliche Morde. Und die achten nicht darauf, ob einer Ausländer ist.
                  Und bei meinen vielen Reisen ins Hinterland (dazu gehört auch die Chapada) hab ich die Erfahrung gemacht, dass die Leute friedlich sind. Also schnell raus aus Salvador und dann reicht die normale Vorsicht.

                  Gruß
                  Tiradentes

                  Oi Hardy,
                  wir würden uns sicher freuen, mal was von deiner Reise zu hören, müsste ja jetzt los gehen.
                  Bei mir geht's die Woche nur zum City-Urlaub nach Hamburg.......was man da alles so gesehen hat............
                  Jedes Volk hat wohl doch die Regierung und die Politiker, die es verdient

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                  • #9
                    Hallo liebe Leute,

                    natürlich ist die Zeit vergangen und ich habe vergessen, nach meiner Reise zu antworten. Das will ich jetzt nachholen, damit das Thema abgeschlossen ist. Ich bitte diese späte Antwort zu entschuldigen!
                    Also, ich bin im September 2017 mit meinem Sohn nach Salvador geflogen. Am Flughafen konnten wir sofort in einen Kleinbus einsteigen, der uns zum Auto-Vermieter Localiza gebracht hat. Dort haben wir innerhalb von 15 Minuten unseren Leihwagen, einen Renault Sandero bekommen, der gerade einmal 3500km auf dem Tacho hatte. Wir waren allerdings gegen Abend beim Localiza und es war absolut nichts los. (Ich habe bei dem gleichen Vermieter aber letztes Jahr gegen mittag lange gewartet, als dort viel Betrieb war.)

                    Nach der Ankunft sind wr bis Mucuge gefahrens Lencois sind wir tatsächlich in 5 1/2 Stunden gekommen, es war aber auch nicht viel Verkehr und ich bin sicher auch schneller gefahren als erlaubt. In Mucuge hatten wir über AirBnB bei sehr freundlichen Gastgebern (ein Kanadier und ein Brasilianer) eine Unterkunft in einem Privathaus bekommen.

                    Von Mucuge aus haben wir einen Tages-Ausflug zum Cachoeira do Buracão, wofür wir einen Führer hatten gemacht. Es war zwar etwas kompliziert, weil der junge Mann nur Brasilianisch konnte und wir nicht, aber mit Händen und Füßen haben wir uns hervorragend unterhalten können. Auch ein Ausflug zur Poco Encantado stand auf unserem Plan.

                    Von Mucuge sind wir nach Lencois gefahren. Dort haben wir - wieder über AirBnB eine Unterkunft gebucht, waren aber in einer kleinen Pousada. Dort hatten wir ein kleinen Häuschen für uns. Im übrigen waren dort alle anderen Unterkünfte leer. Von dort aus haben wir einen Ausflug zum Morro do Pai Inácio und Cachoeira do Mosquito.

                    In der Umgebung von Lecois und Mucuge haben wir noch ein paar kürzere Wanderungen gemacht, aber ich muss da erstmal wieder heraussuchen, wohin das alles ging.

                    Insgesamt waren die Leute immer sehr freundlich. Wir wurden mehrfach vor Überfällen gewarnt, aber passiert ist nichts und wir haben uns niemals unsicher gefühlt. Ein gewissen Vorsicht ist sicher sinnvoll, aber Panikattacken sind sicher nicht notwendig.

                    Die Rückfahrt von Lencois zum Flughafen haben wir ziemlich früh angetreten und sieben Stunden eingeplant, und das war auch gut so, denn bis Salvador sind wir schnell gekommen, aber in Salvador ging es dann nur stockend vorwärts. Außerdem haben wir uns in den dortigen Baustellen mehrfach verfahren.

                    Von Salvador sind wir dann nach Iguacu geflogen, von dort mit einem Bus nach Rosario in ARG und dann nochmal zwei Tage nach Buenos Aires bevor es wieder zurück ging.

                    So, das war ein kurzer Bericht um das Thema abzuschließen. Ich werde mich sicher hier wieder melden, denn es gibt noch viele Gegenden in Brasilien, die ich noch nicht gesehen habe und wo ich gerne mal hin möchte.

                    Viele Grüße
                    Hardy

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