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      Hallo!

      Ein Freund und ich planen im Juli von Belém nach Manaus zu reisen!
      Dazu brauchen wir noch einige Informationen die eventuell jemand von euch beantworten kann. Danke dazu schon im vorraus.
      Ist es möglich in Belém ein Boot zu mieten oder spätestens in Manaus um auf eigene Faust zu reisen?
      Was würde es ca. kosten und braucht man einen Bootsführerschein oder ist es generell zu gefählich?

      Ich hoffe das jemand mir weiter helfen kann!!

      MfG pety

    • #2
      Lustige Idee! An welche Bootsgröße habt ihr denn so
      gedacht? Paddelboot, Motorkanu, Segelboot oder gar
      ne Yacht?
      Das Teil werdet ihr wohl kaufen müssen, denn kaum
      ein Bootsbesitzer wird das Risiko des Nimmerwiedesehens
      auf sich nehmen wollen.

      Sofern ihr eins mit Motor nutzen wollt, was in Anbetracht
      der Dimensionen des Flusses wohl angebracht ist, denkt
      mal über Spritpreise und -verbrauch nach, der Spaß wird
      reichlich teuer und das Boot braucht eine Mindestgröße,
      allein um das Benzin zu bunkern. Die Tankstellendichte
      ist auch eher gering, außerdem sind die Teile nicht
      ausgeschildert :lol: . Am heimischen Globus auch mal
      Gedanken machen über ungefähre Reisezeit für den Tripp
      Belem-Manaus, auch vor dem Hintergrund, dass ihr euch
      mangels Ahnung und Kartenmaterial am zeitweise
      ziemlich zerfransten, sandbankgespickten Ufer langhangeln
      müsst :lol: und der Vermutung, dass ihr keine 24 Stunden
      am Ruder verbringen wollt.

      Den Führerschein interressiert kein Schwein. Für besonders
      gefährlich halte ich den Tripp auch nicht. Aber für anstrengend,
      grottenlangweilig, zeitraubend und auch noch teuer.

      Kommentar


      • #3
        Motorkanu ist Vorraussetzung aber wenn es keine bootsverleiher gibt bringt uns das ja nicht wirlich etwas.

        Hab auch schon in erfahrrung gebracht das von Belém nach Manaus Schiffe pendeln ca.5 Tage für 70€.
        Also wäre es auch ok wenn wir in Manaus eines bekommen könnten und von dort aus Touren unternehmen.

        Nur würde unser vorhaben nun daran scheiten das vor Ort keine Boote zu mieten sind!
        Wäre nett wenn noch mehr infos dazu kämen.

        THX, pety!

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        • #4
          Nachtrag:
          Von Belém nach Manaus haben wir mit 10 Tagen gerechnet vor Ort dann noch mal 10 Tage.
          Also ca. 30 Tages Tripp!
          Wie teuer ist das Benzin denn ca.?

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          • #5
            Oi,

            ich habe den Eindruck, daß Ihr da sehr blauäugig an Euer Vorhaben herangeht.

            Wie schon von "Gast" erwähnt, ist es vermutlich nicht möglich, für so eine Tour ein Boot zu mieten, um damit alleine den Amazonas bis Manaus hochzuschippern (ca. 1500 km!).
            Da man sicherlich an kleinen und kleinsten Orten anlegen muss, sind z.B. ausreichende Sprachkenntnisse erforderlich, daran dürfte es wohl mangeln.
            Gutes Kartenmaterial gibt es nicht, ist auch unmöglich eventuell vorhandenes Material aktuell zu halten, da ja nach jeder Regenzeit (Dez.-März) die Fahrrinnen sich verändert haben, neue Sandbänke entstanden sind, Teile der Ufer abgebrochen sind usw. usw. Die dortigen Flusskapitäne haben im allgemeinen grosse Erfahrung gesammelt, die ihnen hilft, Strömungen zu erkennen, Tiefen abzuschätzen etc. Auf der gesamten Strecke Belém - Manaus gibt es nur ca. 10 feste Markierungen, die auf der 'Terra firme' (dem Nichtüberschwenmmungsgebiet) stehen. Auf den grösseren Booten wird als wichtiges (und einziges Instrument) ein Echolot genutzt, um ständig beobachten zu können, wie viel Wasser man unter dem Kiel hat, was vor allem flussauf wichtig ist, da man dann in Ufernähe fährt, um treibstoffsparende Gegenströmungen zu nutzen.
            Im Unterlauf des Amazonas (etwa bis Santarém) werden auch oft Seitenarme, Nebenkanäle genutzt, die ein schnelleres Vorankommen gewährleisten, aber da muß man sich auch auskennen, um sich nicht zu verfranzen oder auf einmal festzuhängen. Da kann sich je nach Wasserstand innerhalb von 8-14 Tagen vieles ändern.
            Nachts ist vor allem ein Scheinwerfer wichtig um z.B. im Fluss treibende Baumstämme zu erkennen, damit man von ihnen nicht gerammt wird. Ich habe so einen Zusammenstoß mal erlebt, ziemlich heftig, wenn unser Boot nicht einen Stahlrumpf gehabt hätte, wäre das Ergebnis lt. Aussage des Kapitäns ein grosses Loch im Rumpf gewesen.

            Sinnvoller scheint es mir, ob nun in Belém oder in Manaus, jemanden zu finden, den man mit seinem Boot mieten kann, der dann als erfahrener Bootsführer (und gegebenfalls Koch) fungiert und einen dann dorthin bringt, wohin man selbst fahren möchte.

            Es gibt sicherlich in beiden Städten auch so etwas wie einen Jachtclub, vielleicht kann man dort nachfragen und Tips einholen.

            Denkt auch daran, daß Ihr als 'Gringos' alleine auf diesem Riesenstrom nicht nur der Polizei auffallen dürftet - der Amazonas dient als eine der Haupttranswege für Drogenschmuggel - sondern auch anderen Leuten, die sich eine mehr oder weniger grosse Beute erhoffen, ich erinnere nur an den vor einiger Zeit vor Amapá auf seinem Boot ermordeten Ausländer, er war wohl ein bekannter Meeresforscher oder so etwas ähnliches, der von ein paar armen Fischern erschossen wurde, die des Nachts ihn und seine Besatzung in seinem Boot erschossen.

            Trotzdem wünsche Ich Euch viel Spass bei den Planungen, ich glaube nicht nur ich bin sehr daran interessiert gelegentlich mal zu hören, was aus Eurem Vorhaben geworden ist, welche Erfahrungen Ihr habt machen können.
            Meine eigener Wunsch ist es, wenn es mal klappt, allerdings dann mit einem erfahrenen Schiffsführer, einen bestimmten Nebenfluss des Amazonas westlich von Manaus so für eine Woche zu erkunden, aber da wird noch einiges Wasser den Amazonas hinunterfliessen, bis es soweit ist.
            Gruss
            Heino

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            • #6
              Hallo Ihr!

              Dem Bericht von Heino ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Wir sind gerade aus Belém zurück (quasi unsere zweite Heimat).
              Es gibt definitiv keine Boote dort zu mieten und es dürfte sehr viel Überredungsgeld kosten, jemanden zu finden, der mit euch diese Tour fährt.
              Außerdem ist es ein Risiko, dass ich nicht eingehen würde. Neben der Polizei, die Drogenschmuggler vermuten könnte gibt es noch die Ratos d'água (Piraten), und die sind leider nicht zimperlich, wenn es bei Gringos etwas zu holen gibt.
              Geht zu einer Reederei direkt an den Docas (neben dem Ver-o-Peso) und fragt nach einer regulären Passage. Es gibt offizielle Schiffsverbindungen zwischen Belém, Santarém und Manaus. Eine andere Möglichkeit ist es, diese über ein Touristikbüro zu kaufen (in Belém).

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              • #7
                Cool das ich noch mehr Infos bekomme! THX!

                Die Reiseplanung ist bei uns ein fortlaufender Prozess wo eure angaben mit einfließen!

                Eine Option die wir ins Auge gefasst haben ist nun die regulären Passage nach Manaus zu nehmen.
                Ist es denn möglich in Manaus ein Boot zu mieten? Unser Anliegen ist es halt auf eigene Faust (GPS u.s.w. ist bedacht) die Umgebung zu erkunden!
                Ein Abenteuer Tripp halt.
                Ist es ab Manaus auch so gefährlich?


                Werde immer wieder den aktuellen Stand hier rein schreiben.... das ist doch verstänlich bei der hilfe die ich von euch bekomme!


                MfG pety

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                • #8
                  hallo ich fahr mit dem pety in das amazonasgebiet und es sieht im moment so aus das wir versuchen werden ein boot mit einheimischen führer zu organisieren , da wir uns aber über den startpunkt unseres trips(manaus/belém) noch nicht sicher sind würden wir gern eure persönliche meinung über die lohnenswertesten teile des amazonas erfahren.

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                  • #9
                    Nach langen suchen habe ich nun erste infos gefunden hier auszüge:

                    "Manch kleinerer Ausflug läßt sich auch auf eigene Faust bewältigen: mit Hilfe örtlicher Verkehrsmittel und der Einbäume, die am Hafen neben dem schwimmenden Markt zu mieten sind. Sich nicht zuviel zumuten und kein unnötiges Risiko eingehen!"

                    Vieleicht Manaus als ausgangspunkt benutzen und immer wiederkehren.

                    "Individualisten sollten wissen, daß es schwierig ist, Ausflüge auf eigene Faust in den Dschungel zu unternehmen, wenn man nur zwei oder drei Tage in Manaus weilt."

                    Vieleicht kann man dort doch ein Boot mieten.

                    Sehr gute Informationen (auch zu Manaus), Quelle:http://www.interconnections.de/onlinebuecher/brasilien/

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                    • #10
                      irgendwie -petty und bert- habt ihr glaub ich eine
                      falsche vorstellung vom amazonas und möglicherweise
                      auch von flußfahrten im allgemeinen. ich bin kein amazonas-
                      experte, war dort nur 3-4 mal unterwegs. "Dschungel", sofern
                      der ausdruck naturbelassenen regenwald meint, findet ihr sicher
                      nicht um die großstadt manaus, jedenfalls nicht in einbaumpaddel-
                      reichweite (nebenbei ist das paddeln mit einem einbaum alles
                      andere als angenehm, die teile sind sauschwer, wackelig, laufen
                      dauernd voll wasser und aus der spur... anstrengend sowas ..
                      vieleicht solltet ihr die tour lieber auf einem aufgeblasenen lkw-
                      reifen-schlauch machen, frei nach dem motto .. oh du schönes
                      baikalmeer .. auf einer lachstonne wollt ich dich zwingen ... :lol: ).
                      im regenwald - naturbelassen oder nicht - gibts auch auf die schnelle
                      nicht so viel zu sehen, außer grünzeug, insekten, kleingetier und
                      mit glück ein paar vorbeihastende affen.
                      ich empfehle die oben schon angesprochene reguläre fähre z.b. von
                      belem nach manaus zu nehmen, um die stimmung des flußlebens
                      zu erfahren gibts nicht besseres. wenn ihr dann in manaus angekommen
                      immer noch interesse an wald, natur und menschenschlag habt, dann
                      trampt doch mal ein paar 100 km, z.b. gen humaita, boa vista
                      itacoatiara (von da gehts auch mit nem boot zurück). keinen bus nehmen,
                      das verwässert die erfahrung und macht schläfrig.
                      einige 100 km stehend auf der ladefläche von lkws, mit tränenden
                      augen vom roten staub und dieselschwaden, oder eingequetscht
                      zwischen muffigen indiomarktweibern in überfüllten schrottreifen pkws,
                      dazu diverse unterhaltsame rast-, pinkel- , kontroll-, warte- oder
                      pannenstops an autentischen lokalitäten ... die eindrücke bleiben sicher
                      unvergesslich.
                      gratis dazu gibts aussicht satt auf den regenwald, mindestens am
                      strassenrand, begegnungen mit den indios und anderen einheimischen,
                      allerlei getier, was die strasse kreuzt und pitoreske dörfchen und eine
                      idee, wie sich so lebt im staate amazonas. tip: unbedingt genug bier-
                      proviant für die fahrt mitnehmen, reisen macht durstig. :lol:

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