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Kriminalität in Recife

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  • Kriminalität in Recife

    Bin gestern von einem Kurztrip nach Recife zurückgekommen, und möchte
    jeden warnen, der eine Reise dorthin plant, höchste Vorsicht walten zu lassen. Landung in Recife am 23.Jan.mit TAP aus Lissabon kommend
    wurden meine Frau und ich von ihrem Bruder und ihrer Mutter am
    Flughafen abgeholt. Wie immer fuhren wir von dort zu deren Haus im
    Imbiribeira.Während der sehr kurzen Zeit in der wir das Garagentor öffnen
    wollten wurden wir schon von 2 mit Revolvern bewaffneten Jugendlichen überfallen. Wie üblich durften wir die Taschen leeren, die Uhren abgeben
    und und dann zusehen wie ein dritter dann das Auto mit allem Gepäck
    mitnahm. Dadurch wurde uns natürlich alles was wir hatten gestohlen was wir mithatten(Papiere, Kreditkarten,Handy,Kleider,Kamera,Geschenke etc.) Die sofort angerufene Polizei hielt es nicht für nötig zu kommen
    (war ja nur ein bewaffneter Raubüberfall).Also mussten wir hinfahren,
    wobei ein hilfsbereiter Nachbar half. Der dann im Gespräch verlauten
    liess,dass dies kein Einzelfall in dieser Strasse ist und er selbst auch,
    wie 4 andere in den letzten 4 Monaten dort überfallen wurde.
    Auf der Polizeiwache brauchten die auch kein Protokoll, und an der
    Täterbeschreibung hatten Sie nur mäßiges Interesse. Zum Protokoll
    sollten wir doch ins Büro der Touristenpolizei am Flughafen fahren,
    weil mit meiner Person ja auch ein Gringo betroffen war.
    Gestohlen wurden unter anderem 3 Koffer von denen wir einen wiederbekamen, jedoch nicht durch die Polizei. Die ehrlichen Leute
    die uns diesen Koffer mit fast komplettem Inhalt wieder zugänglich
    machten, teilten uns dann mit , dass diese Kriminellen gut bekannt
    sind (auch bei der Polizei) und sie selbst, da im Arbeitsbereich
    dieser Gang, ihr Firmengebäude liegt, durch Schutzgeldzahlung
    an die Polizei sicherstellen von der Gang nicht belästigt zu werden.
    Auch ist es wohl eine Spezialität am Flughafen ankommende Gäste
    auszuspionieren, Ihnen zu folgen und zu überfallen. Am nächsten Tag
    konnten wir unser Auto wieder abholen. Dies geschieht in Recife an
    4 bestimmten Polizeistellen die geraubtes Gut gegen Besitznachweis
    wieder zurückgeben. Wir ware an einer dieser Stellen für ca 2 Stunden.
    In dieser Zeit wurden weitere 10 - 12 Auto von Brasilianern abgeholt,die am Freitagabend das gleiche Schicksal wie wir erlitten.Weitere ca 15
    Autos standen noch zur Abholung bereit. Wer möchte, kann sich ausrechnen, wie viele bewaffnete Raubüberfälle es in der Stadt am
    Freitagabend gegeben haben muss. Hat jemand ähnliche Erfahrungen
    gemacht ?

  • #2
    oi helmut,
    kann dies nicht bestätigen, war letztes Jahr 3 mal in Recife, Pau Amarelo.
    Bin sogar allein in dieser Gegend spazierengegangen und es ist nichts passiert. Allerdings mit dem Überfall kann dies überall vorkommen, vielleicht nicht so kras. Der einzige Vorfall bei mir in diesen 3 Mal war als ich zuletzt mit der TAP flog, auf dem Hinflug war mein Koffer 2 Tage weg ( danach fehlten Sachen im Koffer trotz Schloß), auf dem Rückweg waren beide Koffer einen Tag meiner Freundi weg, obwohl wir 6 Std. Verspätung hatten. Zusammenfassend kann ich nur sagen das dieser Vorfall nicht verallgemeinert werden kann.
    Grüße Robert

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    • #3
      ..ist nicht nur gefährlich !

      Oi Helmut,
      ich denke da habt ihr wirklich Pech gehabt / seit wirklich ausgesucht worden (schon am Aeroporto).
      Bin öfter in Recife und habe selber keine Probleme gehabt, aber natürlich immer wieder von Überfällen gehört.
      Insgesamt gibt es natürlich auch in Recife "normale" Kriminalität, nach meiner Meinung aber sicher nicht mehr als in anderen Orten, ich denke zum Beispiel das ein "Touri" an der Copa viel gefährdeter ist als in Recife.
      Gruss brasilmen Thomas
      www.brasilmen.de

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      • #4
        Auch ich war nicht zum ersten Mal in Recife. Bin mir auch sicher, dass
        Rio wesentlich gefährlicher ist, denke aber Recife ist auf dem besten
        Wege nachzuziehen. Wie gesagt, in der Strasse in der die Familie meiner
        Frau wohnt , ist seit Menschengedenken kein Überfall vorgekommen,
        dann aber 6 bewaffnete Raubüberfälle in ca 6 Monaten.
        Ich möchte hier nicht alles negativ darstellen, aber wenn die Polizei dies
        nicht wirklich verfolgt, sondern bestenfalls verwaltet, bekommt man den Eindruck, dass Verbrechensbekämpfung auf der Prioritätenliste der
        Präfektur nicht weit oben steht. Die kommen nicht mal zum Tatort
        bei einem bewaffneten Raubüberfall.

        Helmut

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        • #5
          Moin,
          Na ja, die Räuber sind gefährlich und wer etwas Anständiges gelernt hat braucht nicht bei der Polizei arbeiten.
          Meine Motivation währe bei der Bezahlung auch nicht besonders hoch.

          Die Reaktion kommt mir aber bekannt vor aus Gaibu. Der Polizist konnte nicht kommen weil er nicht wusste wo sein Hemd ist.

          Gruß
          Christian
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          • #6
            kleiner Tipp

            Hallo,
            ich würde generell jeden empfehlen der seine Familie in Brasilien besucht, nicht das genaue Ankunfts-Datum zu nennen.
            Auch,wenn es schön ist am Flughafen von der Familie abgeholt zu werden.
            Viele Städte in Brasilien sind im Bezug der Tratscherei, wie ein kleines Dorf.
            Ein Familien-Mitglied braucht nur zu Bekannten´zu berichten er bekomme Besuch aus Euorpa.
            In kürzester Zeit weiß, es die ganze Strasse, sowie auch mancher kriminelle
            Was liegt näher als jemanden kurz nach der Landung in geliebten Brasilien auszurauben. -Geschenke,Geld, Papiere müssen irgendwo im Gepäck verstaut sein!

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            • #7
              Hi,

              nun gut aber geredet wird überall und ausserdem haben die Leute Augen in den Köpfen. Ich habe mir über all diese Dinge nie große Gedanken gemacht, weil wir immer schön "Piano" gemacht haben. Aber seitdem mein Sohn geboren ist, hat bei mir das Nachdenken darüber wieder angefangen.
              Genau so wie oben beschrieben ist es doch bei jedem. Schwestern, Brüder, Kinder, Freunde der Familie alle erzählen ein bisserl darüber das die Tia M mit Tio B und Bebe D aus D kommen. Irgendwann sehen DIE LEUTE den "hellen" Besuch und bei mir setzt der Denkprozess automatisch ein. Meine Gedanken drehen sich dann immer um den Kleinen. Damit sind Mamas und Papas immer erpressbar und zwar lukrativ, nicht für so ein paar lumpige Real! Man muss ja bedenken, dass in Deutschland niemand auf die Idee käme jemanden aus der sogenannten Mittelschicht zu entführen. Nur die deutsche Mittelschicht ist in Brasilien, gepaart mit der touristischen Hilflosigkeit, eher die finanziell gehobene Schicht. In Sonderheit bei einem derartig hohen Wechselkurs.

              Sorry aber man kommt nie aus der väterlichen Verantwortungsdenke raus !!

              Grüße
              Euer Filho

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              • #8
                Stimmt im Prinzip alles, aber in unserem Fall wusste niemand ausser
                meinem Schwager, dass wir kommen. Selbst meiner Schwiegermutter
                hatte er erst kurz bevor sie uns abholten erzählt. Also scheint mir
                der wunde Punkt eher am Flughafen zu liegen. Die Jungs wissen auch
                wann die internationalen Flieger ankommen. Wollte hier nur warnen,
                denn ich denke das kann anderen ganz leicht auch passieren.
                Tchau

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                • #9
                  stimmt, man sollte die Gefahr nicht unterschätzen.
                  AM meisten gefährdet sind die, die nicht gleich vom Flughafen abfahren, sondern erst mal noch Geld wechseln/beheben, direkt am Flughafen.

                  Ich ärgere mich zwar immer, wenn ich im Flugzeug hinten sitze und sie zum Aussteigen wieder nur eine Türe öffnen, weil ich dann bei der Kontrolle lange warten muss. Andererseits denke ich mir: Wenn "sie" draußen warten, werden sie sich vielleicht schon wen anderen aussuchen und nicht auf den letzten warten, der rauskommt, weil wenn der auch nicht reich aussieht, war die Warterei umsonst.......

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                  • #10
                    Ist es euch vielleicht schon mal eingefallen, dass die Polizei mit den assaltantes evtl. Teamarbeit machen könnte....??

                    Kommentar


                    • #11
                      hey,
                      bin seit 17 jahre mir einer brasileira aus recife verheiratet,
                      war 13 mal in recife und habe bis heute keine nachteilige erfahrungen machen müssen.
                      ich glaube es war echt ein zufall.
                      tchau melly

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                      • #12
                        Die Reaktionen auf den Bericht von Helmut Gaussmann sind hoch interessant. Während die meisten doch zumindest eine Ahnung davon haben, daß Recife gefährlicher ist als der Westerwald und die Rhön, verniedlichen andere die zweifellos vorhandene enorme Kriminalität der brasilianischen Städte auf geradezu hanebüschene Art und Weise nach dem Motto:"...mir ist aber so was noch nie passiert!" Wobei immer mitzuschwingen scheint: "Sicher hast Du da einen Fehler begangen!" oder "Das ist reiner Zufall!" und ähnlich.
                        Fakt ist, daß es zweifellos Menschen gibt, die durch ihr Äußeres und vor allem durch ihr Verhalten (ängstlich) Kriminalität geradezu anziehen.
                        In weit überwiegenden Fällen kann jedoch jeder, wirklich jeder, Opfer eines solchen geschilderten Überfalls werden. Die Einstellung SOLANGE MIR SELBER NICHTS WIDERFÄHRT, IST DAS ALLES OK, verbunden mit einer gewissen Sorglosigkeit, ist hoch gefährlich.
                        Wir fahren seit 5 Jahren 2x jährlich nach Brasilien, lieben das Land und die Leute über alles. Uns ist bisher überhaupt nichts Negatives widerfahren, wir sind aber trotzdem jedes mal hoch sensibilisiert hinsichtlich der Kriminalität vor allem in den städtischen Ballungsräumen Brasiliens.

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                        • #13
                          mein opa war im krieg. ihm ist dort nichts passiert. also alles halb so wild.
                          .vasco

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                          • #14
                            Oi Leute,
                            selbstverständlich kann man dieses Thema nicht verniedlichen und es kann jedem überall passieren. Ich weis z.B. vom meinem zukünftigen Schwager das er letztes Jahr 3 mal in sogenannten Jesus Bulli´s überfallen wurde. Das zeigt um die Brisanz des Thema´s.
                            mit grüßen
                            Robert

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                            • #15
                              @daddy:
                              der bericht könnte für dich interessant sein (wegen deinen bulli's und thema's):
                              http://www.spiegel.de/kultur/gesells...285772,00.html

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